Restaurant Pauly Saal Berlin: Dirk Gieselmann kulinarischer Leiter, Küchenchef Sebastian Leyer

| Gastronomie Gastronomie

Dirk Gieselmann wird neuer kulinarischer Leiter des Restaurants Pauly Saal in Berlin Mitte. Als Küchenchef wird Sebastian Leyer in den Pauly Saal zurückkehren. Beide folgen auf Arne Anker, der das Restaurant in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule am 13. April 2019 auf eigenen Wunsch verlassen hat.

Dirk Gieselmann verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in einigen der renommiertesten Restaurants weltweit. Wichtige Stationen waren acht Jahre als Küchenchef in der elsässischen Institution Auberge d l’Ill, die während seiner Zeit dort mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet war:

„Marc Haeberlin war ein wichtiger Mentor für mich und die Zeit dort hat meinen Stil entscheidend geprägt. Klassische, bodenständige und moderne französische Küche, die in der Region verwurzelt ist und die ich in den letzten Jahren mit weiterentwickelt habe“.

Vor seiner Zeit in der Auberge war er u.a. auch an der französischen Côte d’Azur in den Sternerestaurants Le Chantecler im Hotel Negresco und La Réserve de Beaulieu tätig und hat dort sein Wissen um die mediterrane französische Küche erweitert.
 

„Ich freue mich sehr auf den Pauly Saal, der mit seinem einzigartigen Charme den Gast dazu einlädt, etwas zu erleben. Im Restaurant, genauso wie auf dem Teller. Ich schätze die französische Küche, die auf erstklassigen Zutaten und solidem Handwerk basiert“. Die Karte entwickelt sich mit den Jahreszeiten und basiert auf klassischen Komponenten wie Steinbutt, Taube, Kalbsbries und Terrinen.

„Wir haben vor die Tranchierstation im Restaurant wiederzubeleben – ein Wolfsbarsch in Salzkruste für zwei oder eine ganze Lammkeule zum Teilen“. Zudem wird die Weinbegleitung von Shahab Jalali eine große Rolle spielen, um Soßen harmonisch zu unterstreichen. Einen ebenso wichtigen Platz nimmt die französische Käseauswahl von der Fromagerie Bernard Antony zum Abschluss des Menüs ein. „Einige Zutaten wie Foie Gras für die Gänseleberterrine werden wir aus Frankreich importieren, ansonsten aber auf die lokalen Produkte, wie zum Beispiel Rohmilchbutter aus Brandenburg, zurückgreifen“.

Als Küchenchef wird Sebastian Leyer in den Pauly Saal zurückkehren und das Team mit seinem issen um die regionalen Erzeuger und ihre Produkte bereichern: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Sebastian. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und haben die gleiche Philosophie obwohl wir aus zwei verschiedenen Stilrichtungen kommen. Das wird eine spannende Fusion“, so Gieselmann.

Der Pauly Saal wird seit 2012 von Stephan Landwehr, Boris Radczun und Moritz Estermann im Gebäude der ehemaligen jüdischen Mädchenschule betrieben. Die frühere Turnhalle wurde nach den Entwürfen der Inhaber umgebaut und eingerichtet – beispielsweise Keramik-Kacheln aus Berlin und die ikonischen Murano-Leuchter. In der Pauly Bar serviert Justin Powell hauseigene Drinks. Im Sommer lockt der ruhige Innenhof der Mädchenschule zum Verweilen und Essen im Garten ein. Auch in diesem Jahr wurde das Restaurant zum vierten Mal in Folge mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Für seinen Einstand hat Dirk Gieselmann ein Eröffnungsmenü kreiert, welches bis Ende Mai zur erweiterten Version mit Wahlmöglichkeit in den verschiedenen Gängen wachsen wird. Das Menü wird ebenfalls in vegetarischer Form angeboten.

Gieselmann und Leyer folgen auf Arne Anker, der den Pauly Saal im April verließ. Bereits zum vierten Mal in Folge konnte Arne Anker 2019 seinen Stern im Guide Michelin erfolgreich verteidigen. Anker war seit 2015 für den Pauly Saal tätig. „Arne Anker trägt einen maßgeblichen Anteil daran, dass sich der Pauly Saal in den vergangenen vier Jahren als eines der wichtigsten Orte für Berlins Esskultur etabliert hat. Wir sind ihm für seinen Einsatz sehr dankbar und werden seinen persönlichen Werdegang weiterhin begeistert verfolgen“, schrieb das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In den letzten  Wochen servierte Anker ein Menü seiner besten Gerichte

Arne Anker, ist 1985 in Heide geboren und ebenfalls namhafte Stationen hinter sich. Von 2006 bis 2008 war er im Seehotel Töpferhaus in Alt Duvenstedt, 2008 in der Meierei im Bürgerpark, Bremen. Dann, 2009, Souschef im Seehotel Töpferhaus. 2010 bis 2012 im Restaurant First Floor in Berlin und 2012 bis 2013 als Souschef im Restaurant Oud Sluis bei Sergio Herman (drei Michelin-Sterne). Von 2014 bis 2015 ging er mit Herman nach Antwerpen zur Eröffnung des The Jane. Seit Juni 2015 ist er nun Chefkoch im Pauly Saal in Berlin und wurde für seine Arbeit mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet. Für 2018 wurde er vom Gusto zum Koch des Jahres gekürt.

Eröffnungsmenü:

Terrine von jungen Karotten
Kaisergranat, Blutorangenreduktion und Koriander-Pesto mit Citruscreme

Erbsenvelouté à la française
Räucheraal, Quark-Gnocchi
und Kopfsalat mit Knoblauchcroutons

Pochiertes Freilandei „en meurette„
mit frischen Pilzen, grünem Spargel und knusprigem Schweinsfuß mit Rotwein-Sauce

Leinen-Kabeljau
Brandade mit Blumenkohl und Nordseekrabben, Bärlauchemulsion
oder
Wachtel-Tournedos mit Foie Gras,
Gefüllte Frühlingszwiebel mit Innereien und Trüffel-Sauce

Knuspriges Schokoladen Moelleux
Marinierte Mango und Eis mit Vanille aus Tahiti
Eröffnungspreis 100 Euro
 

Französische Käseauswahl mit Chutneys und Nussbrot
+ 17 Euro
 

Pauly-Saal
Auguststr. 11-13
10117 Berlin
 

Reservierungen:
Dinner: Mo–Sa ab 18 Uhr
Lunch: Fr - Sa 12-14 Uhr
Bar bis 2.30 Uhr
+49 30 3300 6070

www.paulysaal.com
office@paulysaal.com


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.