Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo stellt Betrieb bis Ende 2026 ein

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Die Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo wird ihren Betrieb einstellen. Das Unternehmen teilte auf seiner Webseite mit, die Plattform bis Ende Dezember 2026 „in einem geplanten und geordneten Prozess“ abzuwickeln.

Nach Angaben des Unternehmens können Nutzer noch bis zum 30. September 2026 neue Reservierungen über die Plattform vornehmen. Ab dem 1. Oktober 2026 sollen sämtliche Verbraucherdienste enden. Die vollständige Abschaltung von Website, App und Infrastruktur ist für den 31. Dezember 2026 vorgesehen.

Zeitplan und Ablauf der Einstellung

Laut Mitteilung bleibt die Plattform bis Ende September uneingeschränkt nutzbar. Danach wird sie in einen statischen Zustand überführt, in dem keine Buchungen oder Kontoaktivitäten mehr möglich sind. Datenexporte sollen für Nutzer und Restaurantpartner noch bis Ende Dezember 2026 verfügbar bleiben.

Bereits bestehende Reservierungen für Zeiträume nach dem 30. September bleiben laut Quandoo bestehen. Die Buchungen würden direkt bei den Restaurants geführt, die entsprechenden Informationen würden den Betrieben zur Verfügung gestellt.

Als Grund für die Entscheidung nennt das Unternehmen eine „geschäftliche Entscheidung“. Weitere Details wurden nicht angegeben. Die Einstellung betrifft laut Quandoo alle Märkte weltweit, in denen die Plattform aktiv ist.

Auswirkungen für Restaurantpartner

Für Restaurantpartner ändert sich laut Quandoo zunächst nichts. Die Systeme könnten bis einschließlich 30. September 2026 weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Danach sei es nicht mehr möglich, Buchungen über Quandoo zu empfangen oder zu verwalten.

Ab dem 1. April 2026 werden sämtliche Dienste kostenfrei angeboten. Das Unternehmen teilt dazu mit: „Wir verzichten in den letzten sechs Betriebsmonaten auf alle Gebühren, damit Sie ausreichend Zeit und Flexibilität haben, Ihre nächsten Schritte zu planen.“

Bestehende Integrationen und Reservierungskalender sollen laut Mitteilung bis zum 30. September unverändert weiterlaufen. Danach würden diese Funktionen eingestellt. Quandoo empfiehlt, entsprechende Einbindungen rechtzeitig von Webseiten und anderen Kanälen zu entfernen.

Reservierungen, die bereits für Zeiträume nach dem 30. September gebucht wurden, bleiben laut Unternehmen im System sichtbar und sollen wie geplant stattfinden. Gleichzeitig wird empfohlen, diese Daten rechtzeitig zu exportieren.

Datenexport und Verträge

Restaurantpartner können ihre Reservierungsdaten und Gästelisten laut Quandoo bis zum 31. Dezember 2026 exportieren. Eine Anleitung werde im Hilfebereich bereitgestellt, zusätzlich stehe der Support zur Verfügung.

Nach Abschaltung der Plattform würden Daten „ausschließlich so lange aufbewahrt, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist, und anschließend sicher gelöscht oder anonymisiert“, wie das Unternehmen mitteilt.

Die Abrechnung erfolgt laut Quandoo bis einschließlich März 2026 auf Basis bestehender Verträge. Die letzte Rechnung werde Anfang April gestellt. Ab diesem Zeitpunkt fallen keine weiteren Gebühren an.

Verträge mit Restaurantpartnern enden nach Angaben des Unternehmens automatisch zum 30. September 2026. Ein aktives Kündigen sei nicht erforderlich.

Unterstützung während der Übergangsphase

Der Support bleibe während der gesamten Übergangsphase erreichbar. Laut Quandoo könne es unmittelbar nach der Ankündigung zu längeren Antwortzeiten kommen. Zwischen Oktober und Dezember 2026 konzentriere sich der Support auf Anfragen zum Datenexport.

Zur Migration auf andere Systeme teilt das Unternehmen mit, dass Informationen zur Datenübertragung bereitgestellt werden. Eine direkte technische Integration oder ein Migrationsservice werde jedoch nicht angeboten.

Hintergrund zum Unternehmen

Quandoo wurde 2012 in Berlin gegründet und hat seinen Sitz in der Kulturbrauerei im Stadtteil Prenzlauer Berg. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen für knapp 200 Millionen Euro an einen japanischen Investor verkauft.

Weitere Angaben zu den Hintergründen der Betriebseinstellung machte Quandoo nicht.


 

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