Russen übernehmen Restaurantführer „Gault&Millau“

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Russische Investoren sind bei dem französischen Gastronomieführer „Gault&Millau“ eingestigen. Der bisherige Eigentümer Côme de Chérisey bestätigte die Transaktion.

Demnach würden die Investoren aus Russland über die notwendigen Finanzmittel verfügen, um die  Gourmet-Bibel weiter voranzubringen. Übernommen wurde die französische Holding-Gesellschaft, die auch die Markenrechte hält. Die Länderausgaben werden in Lizenz von eigenständigen Verlagen geführt. Daran soll sich auch zukünftig nichts ändern. 

„Ich habe 100 Prozent der Aktien an eine russische Familie verkauft,“ so de Chérisey. Der Franzose hatte in den letzten sieben Jahren als Direktor und Inhaber die Geschicke des internationalen Restaurantführers geleitet. Zu welchem Betrag die 100 Prozent des Gastro-Führers über den Tresen gegangen sind, ist nicht bekannt. 

Neuer Präsident des Gault&Millau wird Jacques Bally, der davor unter anderem für die „Groupe Ducasse“ und die Sibuet-Gruppe tätig war. Bally führt Gault&Millau zusammen mit Valdislav Skvortsov, der die neuen Eigentümer vertritt. Der Restaurantführer solle sich „in Frankreich und im Ausland entwickeln und dabei den historischen Werten von Gault&Millau verpflichtet bleiben“, sagte Bally.

Der Gault&Millau ist ein nach seinen Herausgebern, den französischen Journalisten Henri Gault und Christian Millau, benannter und neben dem Guide Michelin der einflussreichste Restaurantführer. 1969 wurde er erstmals in Frankreich aufgelegt. Er vergibt die Gault&Millau-Punkte, die in die berühmte Hauben-Bewertung der Restaurants münden.
Er liefert neben der Bewertung, anders als der Guide Michelin, auch eine ausführliche Beschreibung der Restaurants. Aktuell gibt es den Gault&Millau in zwölf Ländern, u.a. in Frankreich, Niederlande, Österreich, Marokko, Japan und Australien. Weitere zehn Länder folgen in kürzester Zeit, wie etwa Großbritannien, Italien, Spanien und Südafrika.


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