Sarah Wiener befürchtet Dominanz „lebloser Ketten“ in der Gastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Viele Restaurants mit hochwertigen und nachhaltigem Angebot sind laut Köchin und EU-Politikerin Sarah Wiener bedroht. Gäste seien wegen minderwertiger und billiger Angebote großer Gastronomiekonzerne weniger bereit, faire Preise für Qualität zu bezahlen.

«Ich sehe die Gefahr, dass die individuelle, engagierte Gastronomie radikal dezimiert wird und nur die gleichgeschalteten leblosen Ketten übrig bleiben werden», sagte die Grünenabgeordnete im Europaparlament der Deutschen Presse-Agentur vor ihrem 60. Geburtstag an diesem Samstag (27. August).

Wiener zufolge steigen Preise von Lebensmitteln auch deshalb, weil die Landwirtschaft zu sehr von Pestiziden und Düngern abhängig sei, die mit hohem Energiebedarf hergestellt würden. Dass die Erzeugnisse lokaler Bauern nun als Luxusgüter zu teuer würden, lässt sie nicht gelten: Trotz bestehender sozialer Probleme könne sich ein großer Teil der Bevölkerung angemessene Preise für solche Produkte durchaus leisten.

«Die Frage stellt sich: Sollen ärmere Menschen nicht vielfältig, ökologisch, frisch und gesund essen dürfen?» Statt Essen, das noch billiger und schlechter sei, brauche es Antworten auf diese Frage.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Tamworth Tap aus Staffordshire ist bei den Great British Pub Awards 2026 zum Pub des Jahres gekürt worden. Insgesamt wurden 17 Kategorien ausgezeichnet, darunter erstmals die Kategorie „Best Inn“.

Die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres 2026“ haben am Flughafen Frankfurt erstmals gemeinsam gekocht. In der FRALounge präsentierten sie ein Sechs-Gänge-Menü mit persönlichen Bezügen und unterschiedlichen kulinarischen Ansätzen.

Die Besucher am ersten Wiesn-Wochenende waren weniger aber internationaler als vor einem Jahr. Am Eröffnungssamstag machten ausländische Gäste rund 33 Prozent aus, am Sonntag gut 29 Prozent, wie eine Untersuchung von Handydaten ergab.

Von der Dorfwirtschaft bis zur Vorstadtkneipe: Lisa Lindhuber und Franzi Püschel erkunden für BR Puls die bayerische Wirtshauskultur. Im zweiten Instagram-Format „Die Foodlerin“ geht Marie Schwesinger kulinarischen Fragen aus Bayern nach.

Im Frankfurter Hochhauskomplex Four öffnet die neue Tagesbar The Graevenitz ihre Türen. Hinter dem Konzept stehen der Gastronom Maximilian Graf von Saurma und seine Geschäftspartnerin Sarah Korb.

Taco Bell hat die für den 24. September angekündigte Eröffnung seines Restaurants in Köln verschoben. Der Standort soll das erste öffentlich zugängliche Taco-Bell-Restaurant in Deutschland werden.

Die Mack-Gruppe plant mit Karls Erlebnis-Dorf in Elstal eine Fahrt durch fünf Erlebniswelten mit einem Drei-Gänge-Menü. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Anton Schmaus beendet den täglichen à-la-carte-Betrieb im Regensburger Restaurant Sticky Fingers. Künftig setzt das Konzept auf Events, geschlossene Feiern und Winzerabende. Zum Abschluss gibt es noch eine letzte große Party.

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.