Sarah Wiener: „Fleisch wächst nicht in der Tiefkühltruhe“ 

| Gastronomie Gastronomie

Am 26. Mai will Sarah Wiener für die österreichischen Grünen bei den EU-Wahlen durchstarten. Bis es dazu kommt, muss sie aber zunächst den Bundeskongress der Partei überstehen. Es sollte aber alles gut gehen, so die Köchin im Interview mit dem Kurier. Es sei eine steile Lernkurve und eine aufregende Zeit, weil so viel Neues auf sie zu käme. 

Doch in der Partei gibt es auch Skeptiker. Diese wolle Wiener nun mit ihren urgrünen Werten überzeugen. Dabei gehe es um eine nachhaltige Landwirtschaft und eine Wende bei der Ernährung. Schließlich wolle niemand giftige Pestizide und Zusatzstoffe im Essen. Zudem habe die Ernährung auch mit der Klimaerwärmung zu tun, denn gesunde Böden, Erosion und Wasserschutz gehören laut Wiener ebenfalls dazu. Würden alle so weitermachen wie bisher, würden die Bauern von der Agroindustrie praktisch ruiniert, ist Wiener überzeugt. 

Zur Sprache kam auch Wieners vermeintliche Kaninchen-Schlachtung, die immer wieder durch die Medien geistert. Demnach habe die Köchin in einer Sendung vor den Augen von Kindern das Tier betäuben und töten lassen. Das stimmt allerdings nicht, wie Wiener noch einmal erklärte. Sie selbst habe noch nie ein Kaninchen getötet, weil sie es nicht fachmännisch könne. Dafür aber andere Tiere. Es sei wichtig, nicht zu tabuisieren. Das Fleisch wachse schließlich nicht in einer Tiefkühltruhe.  


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.

Der Leaders Club Deutschland hat bei den Gastro Sessions in München die aktuellen Herausforderungen der Gastronomiebranche debattiert. Rund 200 internationale Teilnehmer diskutierten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Digitalisierung und die Ansprüche der neuen Generation.

Das Frauennetzwerk Foodservice hat seine Aktivitäten auf die Schweiz ausgeweitet. Erste Veranstaltungen in mehreren Städten verzeichneten nach Angaben der Organisation eine hohe Beteiligung.

Ciao Bella von der Gustoso Gruppe wird neuer Gastronomiebetreiber in den Drei Höfen in Amberg. Ab August 2026 soll zunächst ein Frühstücksangebot starten, bevor im September der vollständige Restaurantbetrieb folgt.