Sarah Wiener: „Fleisch wächst nicht in der Tiefkühltruhe“ 

| Gastronomie Gastronomie

Am 26. Mai will Sarah Wiener für die österreichischen Grünen bei den EU-Wahlen durchstarten. Bis es dazu kommt, muss sie aber zunächst den Bundeskongress der Partei überstehen. Es sollte aber alles gut gehen, so die Köchin im Interview mit dem Kurier. Es sei eine steile Lernkurve und eine aufregende Zeit, weil so viel Neues auf sie zu käme. 

Doch in der Partei gibt es auch Skeptiker. Diese wolle Wiener nun mit ihren urgrünen Werten überzeugen. Dabei gehe es um eine nachhaltige Landwirtschaft und eine Wende bei der Ernährung. Schließlich wolle niemand giftige Pestizide und Zusatzstoffe im Essen. Zudem habe die Ernährung auch mit der Klimaerwärmung zu tun, denn gesunde Böden, Erosion und Wasserschutz gehören laut Wiener ebenfalls dazu. Würden alle so weitermachen wie bisher, würden die Bauern von der Agroindustrie praktisch ruiniert, ist Wiener überzeugt. 

Zur Sprache kam auch Wieners vermeintliche Kaninchen-Schlachtung, die immer wieder durch die Medien geistert. Demnach habe die Köchin in einer Sendung vor den Augen von Kindern das Tier betäuben und töten lassen. Das stimmt allerdings nicht, wie Wiener noch einmal erklärte. Sie selbst habe noch nie ein Kaninchen getötet, weil sie es nicht fachmännisch könne. Dafür aber andere Tiere. Es sei wichtig, nicht zu tabuisieren. Das Fleisch wachse schließlich nicht in einer Tiefkühltruhe.  


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.