Schweizer Gastro-Unternehmen legt die Löhne der Mitarbeiter offen

| Gastronomie Gastronomie

„Über Geld spricht man nicht!“ – Das sieht die Schweizer Gastro-Firma Familie Wiesner Gastronomie (FWG) anders und legt die Gehälter aller Angestellten offen. Auch die Inhaber gehen mit gutem Beispiel voran. Das Unternehmen erhofft sich mehr Fairness und Zusammenhalt, doch es gibt auch Kritik.

„Wir haben nichts zu verstecken. Ich verdiene etwa 245.000 Franken und nicht mal einen Monatslohn Bonus“, erklärt Firmeninhaber Manuel Wiesner gegenüber der Zeitung 20 Minuten. FWG betreibt in der Schweiz 36 Gastro-Betriebe und beschäftigt derzeit über 970 Mitarbeiter. Jeder von ihnen hat jetzt die Möglichkeit, über ein Onlineformular den Lohn der Kollegen sowie der Vorgesetzten zu erfragen. Am Telefon soll anschließend Auskunft gegeben werden, um eventuelle Fragen sofort zu klären und Perspektiven zur Lohnerhöhung aufzuzeigen, erklärt Wiesner der Zeitung.

Lohnexperten und Datenschützer sehen die Sache allerdings kritisch. Für die Offenlegung der Löhne, die so vertraulich wie die Persönlichkeitsrechte sind, brauche es besondere Gründe, sagt ein Sprecher des eidgenössischen Datenschützers gegenüber der Zeitung. Auch Lohnexperte Jean-Marc Jung befürchtet Neid und Missgunst.

Manuel Wiesner ist allerdings von dem Konzept überzeugt: „Die Mitarbeitenden sind entspannt, der Lohn ist jetzt kein Thema mehr, der Zusammenhalt wird dadurch noch größer.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell hat die für den 24. September angekündigte Eröffnung seines Restaurants in Köln verschoben. Der Standort soll das erste öffentlich zugängliche Taco-Bell-Restaurant in Deutschland werden.

Die Mack-Gruppe plant mit Karls Erlebnis-Dorf in Elstal eine Fahrt durch fünf Erlebniswelten mit einem Drei-Gänge-Menü. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Anton Schmaus beendet den täglichen à-la-carte-Betrieb im Regensburger Restaurant Sticky Fingers. Künftig setzt das Konzept auf Events, geschlossene Feiern und Winzerabende. Zum Abschluss gibt es noch eine letzte große Party.

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.

Ausnahmezustand in München: Bei weiß-blauem Himmel hat das Oktoberfest begonnen. Der neue Oberbürgermeister wuppt seine Anzapfpremiere mit Bravour. Für einige Gäste gab es einen Schreckmoment.

Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in München rund zweihundert Gäste. Im Mittelpunkt standen die Verleihung des Branchenpreises sowie die Forderung nach politischen Reformen. Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus.

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest.

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. In der Gastronomie sank der reale Umsatz um 4,7 Prozent, bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen um 2,0 Prozent.

Das Café an der Spanischen Treppe gehört zu den ältesten Kaffeehäusern in Italien. Schon Goethe war hier zu Gast. Jetzt steht es seit bald einem Jahr leer. Und kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.