Starbucks blickt auf 25 Jahre in Deutschland zurück

| Gastronomie Gastronomie

Im Mai 2027 feiert Starbucks 25 Jahre auf dem deutschen Markt. Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober blickt das Unternehmen bereits jetzt auf die Entwicklung seiner Kaffeehäuser und die Anpassung an deutsche Vorlieben zurück.

Starbucks setzt in Deutschland auf Kaffee und soziale Kontakte

Starbucks startete in Deutschland zu einer Zeit, in der Kaffeevarianten wie Pumpkin Spice Latte oder Caramel Macchiato hierzulande noch weniger verbreitet waren. Heute gehören saisonale Kreationen und Kaffeespezialitäten auf Eis zum Angebot in vielen deutschen Kaffeehäusern.

Lukáš Porazil, seit 18 Jahren beim Lizenznehmer AmRest tätig und inzwischen als Market Director für das Deutschlandgeschäft von Starbucks verantwortlich, beschreibt den Ansatz des Unternehmens so: „Starbucks ist keine Kaffeemarke, die Menschen bedient, sondern eine Menschenmarke, die Kaffee serviert.“

Starbucks verstehe seine Kaffeehäuser dabei nicht ausschließlich als Orte für den Kaffeekonsum, sondern auch als Treffpunkte zwischen Zuhause und Arbeitsplatz. Stammgäste würden von Baristas teilweise über ihre Bestellungen wiedererkannt. Hinzu kämen Veranstaltungen wie Lesungen oder sogenannte Community Runs.

Digitalisierung verändert den Kontakt zwischen Gästen und Baristas

Mit der zunehmenden Digitalisierung habe sich auch der soziale Aspekt des Kaffeehausbesuchs verändert. Bestellungen über die Starbucks-App seien hinzugekommen. Porazil verweist darauf, dass sich Gäste dadurch auf andere Weise miteinander und mit dem Unternehmen verbinden könnten: „Diese Leute verbinden sich anders. So, wie sie es sich wünschen. Sie halten Kontakt über ihre App und kommen am Ende ihres Bestellvorgangs trotzdem mit unseren Baristas in Kontakt“, erklärt Porazil.

Die Anpassung an deutsche Gewohnheiten beschreibt Annick Eichinger, die für die Marketingaktivitäten von Starbucks Deutschland verantwortlich ist, als wiederkehrende Aufgabe. „Wir fragen uns immer wieder, wie wir auf unsere deutschen Gäste zugehen können, ohne dabei zu stark von unseren globalen Markenrichtlinien abzuweichen.“

Deutscher Kuchengeschmack verändert Sortiment

Unterschiede zeigen sich demnach auch beim Umgang mit Geschirr. Die Rückgabestationen seien für deutsche Gäste selbstverständlich. Das britische Design-Team habe dagegen zunächst nicht verstanden, weshalb das Geschirr nicht einfach auf den Tischen stehen bleiben sollte.

Auch beim Kuchenangebot habe Starbucks Unterschiede festgestellt. Neben amerikanischen Produkten wie Carrot Cake und Triple Chocolate Muffin gebe es eine Nachfrage nach klassischem Rührkuchen. „Der Kuchengeschmack der Deutschen ist sehr divers. Es gibt diejenigen Gäste, die unseren amerikanischen Carrot Cake und den Triple Chocolate Muffin lieben. Aber gleichzeitig präferieren viele unserer Gäste auch einen klassischen Rührkuchen, der viel eher der Kultur von Kaffee und Kuchen, die wir hier kennen, entspricht. Unser Rührkuchen-Sortiment ist in Deutschland deshalb größer als in anderen Ländern“, sagt Eichinger.

Toffee Nut Latte führt deutsches Starbucks-Ranking an

Bei den beliebtesten Kaffeekreationen in Deutschland steht inzwischen der Toffee Nut Latte an erster Stelle. Der Gingerbread Latte folgt auf Rang zwei. Starbucks beschreibt deutsche Gäste im Vergleich zu Kunden anderer Märkte als eher konservativ, verweist zugleich aber auf die Nachfrage nach saisonalen und neuen Kreationen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat nach einer Branchenuntersuchung Ermittlungen wegen des Verdachts des Marktmachtmissbrauchs bei Online-Lieferplattformen eingeleitet. Welche Plattform oder welche Plattformen Gegenstand der Ermittlungen sind, nennt die Behörde nicht.

Ein Streit um den Alkoholausschank in einer Gießener Vereinsgaststätte beschäftigt die Justiz. Die Pächter wollen aus Konzeptgründen kein Bier und andere alkoholische Getränke servieren, der Tennisclub hat ihnen deshalb fristlos gekündigt. Nun soll ein Güterichter helfen. Grundsätzliche Fragen stellen sich: Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf Alkohol?

Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat mit ihrer Marke Goop Kitchen ihr erstes Restaurant mit Sitzplätzen eröffnet. Der neue Standort befindet sich im kalifornischen Del Mar bei San Diego. Damit bricht das Unternehmen erstmals mit der bisherigen Ausrichtung als reiner Lieferbetrieb. 

The Flower Bar übernimmt ab September eine Fläche von LAP am Hamburger Schulterblatt und startet dort ein gemeinsames Store-Konzept mit Açaí, Blumen, Kaffee und Matcha. Bewährt es sich, sind ähnliche Kooperationen auch in anderen Städten denkbar.

Am 7. September eröffnet im Palais Coburg in Wien das neue Restaurant Prunkräume. Das gastronomische Angebot in den historischen Salons des ersten Stocks reicht vom täglichen Brunch bis hin zum Dinner.

Ab 22 Uhr gibt es im Münchner Univiertel künftig kein Bier mehr zu kaufen. Damit versucht die Stadt erneut, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Zwei Betriebe hatten bis zuletzt nicht mitziehen wollen.

60 Seconds to Napoli expandiert in der Domstadt und nimmt am 12. September den zweiten Standort im Mediapark in Betrieb. Neben dem bestehenden Betrieb am Heumarkt erweitert das Unternehmen damit sein Angebot in Köln.

Taco Bell will sein erstes öffentlich zugängliches Restaurant in Deutschland in Köln eröffnen. Der Franchisepartner Feel Better Holding bestätigt den Deutschland-Auftakt in der Domstadt, während auch in Bonn und Bayern Vorbereitungen laufen.

Ein neuer Report der US-amerikanischen National Restaurant Association untersucht die Bedeutung von Getränken für Restaurantbesuche. 50 Prozent der befragten erwachsenen Gen Z und 47 Prozent der Millennials kaufen demnach mindestens einmal pro Woche ausschließlich Getränke in Restaurants.

Vergangenes Jahr wurde er mit einer Flasche im Gesicht verletzt, seitdem kämpft Kneipenwirt Simsit für mehr Sicherheit in seinem Viertel: Das Alkoholkonsumverbot, das er initiierte, zeigt Wirkung.