Stern im Visier: Aus dem Grosz wird das Cumberland Restaurant am Kurfürstendamm

| Gastronomie Gastronomie

Im ehemaligen Grosz am Ku'damm zieht neues Leben ein. Restaurantleiter Felix Kress und Küchenchef Dennis Melzer eröffnen hier im Herbst das neugestaltete „Cumberland Restaurant“. Eklärtes Ziel: Ein Michelin-Stern soll her. Derzeit laufen die Renovierungsarbeiten unter der Leitung von Eigentümer Thomas Bscher. Im Herbst soll das neue Restaurant eröffnen. 

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, sollen in der ehemaligen Hotel-Lobby künftig 100 Gäste Platz finden. Im vorderen Bereich ist eine Vinothek geplant, in der über vier Oenomaten insgesamt 32 offene Weine angeboten werden sollen. Hier können Gäste aber auch ein Mittagsgericht oder Snacks am Abend genießen. Im eigentlichen A-la-carte-Restaurant setzt Küchenchef Dennis Melzer auf „klassische französische Küche mit modernen Einflüssen“. Auch Saisonalität und Regionalität sollen eine Rolle spielen. „Aber ohne Zwang“, betont Melzer, der wie Restaurantleiter Felix Kress in den vergangenen fünf Jahren im Drei-Sterne-Restaurant „Vendôme“ im „Althoff Grandhotel Schloss Bensberg“ tätig war.

Unter höchsten Anforderungen schufen sie hier das Fundament für ihr erstes Restaurant: „Wir haben klare Vorstellungen von unserem Restaurant, angefangen bei der Auswahl der Zutaten für unsere Küche über die Tisch-Arrangements bis hin zur offenen Mentalität des Personals – wir überlassen nichts dem Zufall“, erklärt Felix Kress.

Küchendirektor Dennis Melzer, zuletzt als „Sous-Chef des Jahres 2020“ ausgezeichnet, beschreibt den Stil seiner Küche folgendermaßen: „Unsere Basis ist sehr klassisch französisch, wird aber durch moderne Einflüsse ergänzt. Zudem richten wir uns nach dem saisonalen und regionalen Angebot. Da der Genuss jedoch an erster Stelle steht, ergänzen wir unsere Auswahl um zeitlose Spezialitäten.“ Bestandteil der Speisekarte ist ein modularer Aufbau der Gerichte, die einen genussreichen Besuch auch bei Unverträglichkeiten sowie für Vegetarier und Veganer erlaubt.

Obwohl die Atmosphäre im „Cumberland Restaurant“ vor allem locker und ungezwungen sein soll, haben Kress und Melzer Großes vor. „Ganz klar, wir streben den Stern an, das wollen wir.“
Abgerundet wird das moderne gastronomische Konzept durch ein vollkommen überarbeitetes Interieur mit hellen Farben und den gebäudetypischen Marmor- und Goldakzenten. Nun freut sich das gesamte Team auf die Gäste, die das altehrwürdige Haus Cumberland und sein neues Restaurant mit neuem Leben erfüllen.

Der Berliner Promi-Gastronom Roland Mary, der unter anderem das Restaurant ,Borchardt’ am Gendarmenmarkt betreibt, schloss Ende November sein Restaurant ,Grosz’ am Kurfürstendamm. „Es hat nicht so funktioniert, wie wir es uns erhofft hatten“, wird Roland Mary in der Zeitung „B.Z.“ zitiert. Das ,Grosz’ sei von Anfang an ein schwieriges Objekt gewesen.

„Nach sieben Jahren Laufzeit des vorherigen Vertrages hatte ich zunächst einen Nachfolger gesucht. Nach wie vor wünschte ich an diesem Standort einen hoch attraktiven Treffpunkt mit sehr gutem Essen und hervorragenden Service für unsere Gäste. Im Zuge dessen hatte ich mit Vincent Moissonnier einen der besten Kölner Gastronomen kontaktiert, den ich seit fast 40 Jahren kenne und schätze. Er hat mich bei meinem Vorhaben beraten. Gemeinsam haben wir dann die veränderte Konzeption für das neue Restaurant erarbeitet, zudem war er es auch, der mir das neue Führungsduo Melzer und Kress vorgestellt hat. Die baulichen und konzeptionellen Änderungen sind insgesamt so umfangreich, dass wir auch den Namen des Restaurants verändert haben. Nun hoffe ich, dass das Publikum das neue Angebot auch so annimmt wie wir uns das vorstellen. Ich bin da guten Mutes und freue mich auf die Eröffnung.“, sagt Dr. Bscher.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.