KFC habe Bedenkzeit bekommen. Anfang nächster Woche wolle man sich erneut zusammensetzen und die Sache regeln, sagte Kolcu. KFC teilte mit, die Gespräche mit Krispy Kebab liefen noch. Man wolle sich zu den Details derzeit nicht öffentlich äußern.
KFC habe Bedenkzeit bekommen. Anfang nächster Woche wolle man sich erneut zusammensetzen und die Sache regeln, sagte Kolcu. KFC teilte mit, die Gespräche mit Krispy Kebab liefen noch. Man wolle sich zu den Details derzeit nicht öffentlich äußern.
Der 29-jährige Kolcu hat seine Dönerfirma 2017 gegründet, inzwischen hat er zwei eigene Läden in Bielefeld und 16 Standorte an Franchisepartner vergeben. Bis zum Sommer sollen zwei weitere hinzukommen. Nach seiner Aussage hat er sich Krispy Kebab markenrechtlich schützen lassen. Seine Franchisepartner hätten Gebietsschutz bekommen - in ihrem Gebiet dürfe also kein anderer Krispy Kebab verkauft werden.
Genau das macht KFC inzwischen aber. Der US-Anbieter hat in Deutschland kürzlich ebenfalls einen «Krispy Kebab» auf den Markt gebracht. Dadurch befürchtet Kolcu nun Umsatzeinbußen, weil die Kundschaft teils abwandern könnte.
Hinzu komme, dass er seinen Franchisepartnern Gebietsschutz eingeräumt habe - in deren Gebiet dürfe also kein anderer Krispy Kebab verkauft werden. Wenn KFC das nun tue, könnten Franchisepartner mit finanziellen Forderungen an die Dönerkette Krispy Kebab als Franchisegeber herantreten, so Kolcu.
Den neuen «Krispy Kebab» stellte KFC ausgerechnet in einem Werbevideo zum Prinzen-Song «Alles nur geklaut» vor. Kebab gebe es schon ganz lange und nun endlich auch bei KFC, wird in dem Lied gesungen.
Dönerbuden-Betreiber Kolcu warf KFC vor einigen Tagen vor, die Marke Krispy Kebab tatsächlich nur «geklaut» zu haben, was der US-Anbieter bestritt. Man wolle aber keinen «Beef», beteuerte das Unternehmen. «Unser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken.» Das englische Wort Beef heißt Rindfleisch, außerdem bezeichnet es im Slang einen persönlichen Streit oder handfesten Konflikt.
Inzwischen äußert sich der 29-jährige Kolcu moderater über KFC. «Ich glaube ihnen jetzt, dass sie mich nicht auf dem Schirm hatten.» In einem ersten Gespräch hatte KFC nach seiner Aussage noch Gratis-Werbung für seine Dönerkette angeboten, was er abgelehnt habe. In dem zweiten Gespräch sei man aber weitergekommen, sagt er.
So ganz heruntergeschluckt hat er seinen Ärger aber nicht. «Mich nervt das: Du baust Dir fast zehn Jahre lang etwas auf und dann kommt so ein Weltkonzern um die Ecke und macht das fast kaputt.»
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