Studie: Heimische Küche spielt in Deutschland nur eine geringe Rolle

| Gastronomie Gastronomie

Wer im Urlaub ein Restaurant besucht, landet schnell bei der jeweiligen Landesküche. Nicht so in Deutschland, denn hier spielt die heimische Küche nur eine geringe Rolle. Wie nun laut Welt eine Studie des Ökonomen Joel Waldfogel von der Carlson School of Management der Uni von Minnesota ergab, gibt es in keinem der untersuchten Länder so wenige Restaurants mit Landesküche wie in der Bundesrepublik. Für seine Studie nutzte Waldfogel Tripadvisor-Daten sowie Angaben von Euromonitor. 

Während in Griechenland 62,7 Prozent der Restaurants griechisches Essen auf der Karte haben, sind es in Italien sogar 77,3 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Türkei mit 73,4 Prozent, China mit 70,8 Prozent und Japan mit 70,6 Prozent. In Deutschland sieht das Ganze mit nur 35,5 Prozent deutlich anders aus. Damit landete die Bundesrepublik auf dem letzten Platz. In Russland bieten hingegen noch 42 Prozent der Restaurants heimische Küche an, in Frankreich sind es 44,5 Prozent. 

Waldfogel hat laut Welt ebenfalls ermittelt, welche Küche weltweit am beliebtesten ist. Dazu rechnete er aber nicht nur die Anzahl der Restaurants zusammen, sondern stellte sie ins Verhältnis zur Entfernung des Ziellandes. Schließlich ist eine bestimmte Küche umso stärker in einem anderen Land vertreten, je näher es am Ursprungsland liegt. Wird Fastfood ausgeklammert, hat Italienisch weltweit die Nase vorn, Chinesisch und Japanisch folgen auf den weiteren Plätzen. Wird Fastfood hingegen berücksichtigt, landet es mit Abstand auf dem ersten Platz. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.