Tim Mälzer und Fabio Haebel verschicken 3.100 Kehrwieder-Pakete

| Gastronomie Gastronomie

Um die Hamburger Gastronomie in schweren Zeiten zu unterstützen, hat das Hamburger Koch-Duo Fabio Haebel und Tim Mälzer zu Weihnachten 3.100 „Kehrwieder Pakete“ mit Produkten der Hamburger Szene-Gastronomen und Food-Manufakturen verkauft. Die im typisch hamburgischen Containerdesign gestalteten Boxen wurden jetzt durch den Künstler Björn Holzweg in Zusammenarbeit mit der Affenfaust Galerie verschönert und auf den Weg zum Kunden gebracht. Die zusammen mit der Kampagne „Weil wir Hamburg sind“ durchgeführte Solidaritätsaktion erbrachte insgesamt einen Erlös von knapp 18.000 Euro für den Hilfsfond der Hamburger Gastronomie.

3.100 Käufer der kulinarischen Pakete können sich in den nächsten Tagen auf Produkte aus Hamburg für ihre Kochabende freuen. Die nur zu Weihnachten und in limitierter Auflage angebotene Food-Box beinhaltet von Lebensmitteln aus den Szenerestaurants, typischen Süßigkeiten aus dem Norden, Kaffee der bekannten Röstereien, hochwertigen Magazinen von Hamburger Verlegern über Bier von hanseatischen Craft-Beer-Brauern bis zu Rabatt-Gutscheinen für einen späteren Hamburg-Besuch.

Nach Abzug der Kosten und des Wareneinsatzes gehen jetzt schon rund 18.000 Euro als Erlöse direkt an den vom Hamburger Verein „Clubkinder e.V“. verwalteten Hilfsfonds für Hamburger Gastronomen. Allein die Zulieferer für die ersten Pakete erzielten durch die Aktion in schwierigen Zeiten einen Umsatz von rund 300.000 Euro.

„Es war schon ein organisatorischer Kraftakt, die Hamburger Köche mit ihren Restaurants und die besten Food- und Getränkemanufakturen der Stadt für diese Aktion zusammenzubekommen. Wir freuen uns umso mehr, jetzt endlich die Pakete packen zu können, damit unsere Käufer und Unterstützer zuhause loslegen und genießen können. Die Aktion zeigt einmal wieder, wie gut und solidarisch die Hamburger Gastro-Szene zusammenhält und –arbeitet“, freut sich der Hamburger Koch und Gastronom Fabio Haebel, der die Aktion initiiert und organisiert hat.

Auf der Warteliste für weitere Kehrwieder Pakete stehen noch über 2.000 Besteller, die bei der nächsten Versandaktion berücksichtigt werden.

„Weil wir Hamburg sind“ – Haltung zeigen und anpacken!

Ins Leben gerufen wurde die Solidaritätsaktion von den beiden Köchen Fabio Haebel (Restaurants Haebel und XO auf St. Pauli) und Tim Mälzer (Restaurant Bullerei in der Schanze). Über ihr Netzwerk ist es ihnen gelungen, 25 Anbieter zu dieser vorweihnachtlichen Aktion ins Boot zu holen. Sie setzen so ihr „Kochen für Helden“ aus dem ersten Lockdown im März fort.

„Das Paket kann nur von hier kommen: Weil wir Hamburg sind! Wir sind eine Stadt, die sich miteinander und umeinander kümmert, die Diversitäten in allen Belangen zulässt und in Krisen in der Lage ist aus ihnen Einheiten zu bilden, die sich gegenseitig stützen. Wir verstehen in Hamburg, dass wir eine Gemeinschaft sind, zeigen Haltung und packen an". erklärte Mälzer. 

Michael Otremba, Geschäftsführer der unterstützenden Hamburg Tourismus GmbH ergänzt aus seiner Sicht: „Das Kehrwieder Paket ist beispielgebend für den Ideenreichtum und den Zusammenhalt in Hamburg. Die gastronomische Vielfalt zu erhalten geht uns alle an, denn sie ist Teil unserer Lebensqualität“. Die Aktion ist Bestandteil der Kampagne „Weil wir Hamburg sind“, mit der in der aktuellen Phase die Solidarität und der Zusammenhalt in Hamburg gestärkt wird.

Die einzigartige Kulinarik-Box enthält 25 Produkte von Hamburger Restaurants, Micro-Getränkeherstellern, Verlagshäusern und Food-Manufakturen. Freiwillige packten am Donnerstag unter besonderen Hygienebedingungen die Pakete in den Lagerräumen der Hamburger Destillerie „Drilling“. Die Containerboxen wurden danach noch vom Hamburger Künstler Björn Holzweg und der St. Pauli-Galerie „Affenfaust“ in einer Sprayaktion in Kunst-Unikate verwandelt und erreichen die Käufer in den nächsten Tagen.

Das „Kehrwieder Paket“

Das Food-Paket wurde in limitierter Auflage erstellt und war bis zum 24. Dezember als Weihnachtsgeschenk online bestellbar. Da es frische Produkte enthält und die Logistik mit 25 Partnern aufwendig ist, wird es jetzt Ende Januar versandt. Neben Tim Mälzers Bolognese-Sauce finden sich in der Box haltbar gemachte Suppen, Brotbackmischungen, eingewecktes Gemüse, Marmeladen, typisch Hamburger Kaffee von kleinen Röstereien, Bier aus den originellen Hamburger Craft-Brauereien, Alkoholika von Mikro-Destillen und typisch norddeutsche Süßigkeiten.

Die lokalen Produzenten sind teilweise schon bekannt und echte „Marken“, wie die „Bullerei“ von Tim Mälzer, „Viva con Aqua“ oder das „Mutterland“. Viel kommt aber auch von Geheimtipps der Hamburger Food-Szene wie dem Ottenser „Bonscheladen“, den Jungs von „Salt & Silver“ oder der auch bei Hamburger Gastronomen besonders beliebten Gaststätte "Klippkroog“.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Neuauftakt für ein originelles Gourmetevent in Österreich: Am 5. Oktober wechseln wieder mehr als 25 der besten Köche des Landes ihre Lokale. Wer wo kocht, bleibt bis zum Menü ein Geheimnis.

Eine Doppelspitze aus zwei Küchenchefs in einem Sternerestaurant - kann das gut gehen? Und wenn ja wie? Die Antwort geben Nathalie Leblond und Gregor Goncharov, die seit 2021 im Les Deux gemeinsam die Menüs gestalten und diesmal zu Gast im Restaurant Ranglisten Podcast sind.

Mit gerade einmal 26 Jahren eröffnete Michael Käfer die Nobeldisco P1, die ihn schlagartig berühmt machte. Und auch in den kommenden Jahrzehnten bewies er viel unternehmerisches Geschick. Wie er mit Krisen umgeht und wie zeitgemäß große Küchenbrigaden sind, verrät Käfer im ROLLING PIN-Podcast.

Im Kölner Hotel im Wasserturm hat eine neue Bar eröffnet: die Bar Botanik hoch über den Dächern der Stadt. Dort dreht sich alles um Geschmack, Aromen und Düfte, die in der Atmosphäre eines botanischen Glashauses erlebbar werden.

Seit 2002 war das Wort "Malle" für Partys und Diskos als Marke geschützt. Für Veranstalter bedeutete dies mögliche Abmahnungen und einstweilige Verfügungen. Nun wurde die Marke endgültig gelöscht.

Während der Corona-Pandemie hat sich das Stadtbild vor allem in München verändert. Wo einst Parkplätze waren, genießen nun Menschen gemütlich ihr Bier oder Abendessen. Die aus der Not geborenen «Schanigärten» könnten über die Pandemie hinaus zur Dauereinrichtung werden.

Martin Fauster, der fast schon legendäre Sternekoch aus dem Königshof in München, traut sich was: Im Februar hat er das Restaurant Wolfhöhle in Freiburg von Sascha Weiss übernommen. Sein Ziel: Freiburg weiterhin mit guter, solider Sterneküche zu versorgen. Im Podcast spricht er offen über seine Pläne.

Sechs Millionen Besucher kamen vor der Pandemie zum größten Volksfest der Welt - und sie verzehrten erhebliche Mengen. Fast eine halbe Million Hendl, noch mehr Bratwürste, 130 Ochsen, über sieben Millionen Liter Bier: Das schlägt sich im Energieverbrauch nieder.

Die durch Personalnot belastete Gastronomie- und Hotelbranche steuert nach Angaben des Dehoga auf einen noch schwierigeren Herbst und Winter zu. Hintergrund sind unter anderem die steigenden Energiepreise.

Hauptsache draußen: Biergärten und Cafés mit Terrasse sind derzeit rappelvoll. Nach zwei Corona-Jahren haben die Gäste viel nachzuholen, sagt der Dehoga. Allerdings: Der Anteil der Geschäftsreisenden ist noch gering.