Tim Raue nimmt Online-Kommentare locker

| Gastronomie Gastronomie

Der Sternekoch Tim Raue nimmt nach eigenen Worten Kritik von Gästen im Netz locker. «Ich bin glücklicherweise völlig frei davon, mich über irgendetwas aufzuregen, was tatsächlich online geschrieben wird», sagte Raue am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er habe relativ früh gelernt, dass man die Meinungen anderer ignorieren lernen müsse. Ansonsten gehe man kaputt, gerade wenn man am Beginn einer Karriere sei.

Die Auszeichnungen von Feinschmeckerbibeln bedeuteten für ihn keine Bürde, so Raue. «Umso höher man bewertet ist, umso mehr Gäste finden den Weg ins Restaurant.» Auf der anderen Seite seien die Auszeichnungen für ihn selbst und für seine Mitarbeiter ein Ansporn, immer wieder jeden Tag gut zu sein.

Das Problem von kurzfristigen Absagen von Gästen, das manche Restaurants beklagen, sieht Raue bei seinen Häusern nicht. Seit fünf Jahren gebe es dort nur noch Reservierungen, die online mit Kreditkarten-Absicherung funktionierten. «Damit waren wir eine der ersten in Deutschland und haben uns nicht besonders beliebt gemacht.» Aber mittlerweile sei das völlig normal geworden.

Raue gehört zu den mehr als 100 Köchen und Köchinnen, die beim Feinschmeckerfestival Eat!Berlin (20. Februar bis 1. März) mitmachen. Geplant sind 72 Veranstaltungen. Dabei reicht die Spanne laut Programmheft von «Der gedeckte Tisch von Oma Raue» über ein Theaterdinner im Schlossparktheater bis zu einer Essenstour mit «invasiven Arten». Auf dem Menü stehen dann Sumpfkrebse aus dem Tiergarten, Nilgans, Nutria (ein Nagetier) und ein Dessert aus Knöterich.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.