Tim Raue nimmt Online-Kommentare locker

| Gastronomie Gastronomie

Der Sternekoch Tim Raue nimmt nach eigenen Worten Kritik von Gästen im Netz locker. «Ich bin glücklicherweise völlig frei davon, mich über irgendetwas aufzuregen, was tatsächlich online geschrieben wird», sagte Raue am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er habe relativ früh gelernt, dass man die Meinungen anderer ignorieren lernen müsse. Ansonsten gehe man kaputt, gerade wenn man am Beginn einer Karriere sei.

Die Auszeichnungen von Feinschmeckerbibeln bedeuteten für ihn keine Bürde, so Raue. «Umso höher man bewertet ist, umso mehr Gäste finden den Weg ins Restaurant.» Auf der anderen Seite seien die Auszeichnungen für ihn selbst und für seine Mitarbeiter ein Ansporn, immer wieder jeden Tag gut zu sein.

Das Problem von kurzfristigen Absagen von Gästen, das manche Restaurants beklagen, sieht Raue bei seinen Häusern nicht. Seit fünf Jahren gebe es dort nur noch Reservierungen, die online mit Kreditkarten-Absicherung funktionierten. «Damit waren wir eine der ersten in Deutschland und haben uns nicht besonders beliebt gemacht.» Aber mittlerweile sei das völlig normal geworden.

Raue gehört zu den mehr als 100 Köchen und Köchinnen, die beim Feinschmeckerfestival Eat!Berlin (20. Februar bis 1. März) mitmachen. Geplant sind 72 Veranstaltungen. Dabei reicht die Spanne laut Programmheft von «Der gedeckte Tisch von Oma Raue» über ein Theaterdinner im Schlossparktheater bis zu einer Essenstour mit «invasiven Arten». Auf dem Menü stehen dann Sumpfkrebse aus dem Tiergarten, Nilgans, Nutria (ein Nagetier) und ein Dessert aus Knöterich.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Tamworth Tap aus Staffordshire ist bei den Great British Pub Awards 2026 zum Pub des Jahres gekürt worden. Insgesamt wurden 17 Kategorien ausgezeichnet, darunter erstmals die Kategorie „Best Inn“.

Die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres 2026“ haben am Flughafen Frankfurt erstmals gemeinsam gekocht. In der FRALounge präsentierten sie ein Sechs-Gänge-Menü mit persönlichen Bezügen und unterschiedlichen kulinarischen Ansätzen.

Die Besucher am ersten Wiesn-Wochenende waren weniger aber internationaler als vor einem Jahr. Am Eröffnungssamstag machten ausländische Gäste rund 33 Prozent aus, am Sonntag gut 29 Prozent, wie eine Untersuchung von Handydaten ergab.

Von der Dorfwirtschaft bis zur Vorstadtkneipe: Lisa Lindhuber und Franzi Püschel erkunden für BR Puls die bayerische Wirtshauskultur. Im zweiten Instagram-Format „Die Foodlerin“ geht Marie Schwesinger kulinarischen Fragen aus Bayern nach.

Im Frankfurter Hochhauskomplex Four öffnet die neue Tagesbar The Graevenitz ihre Türen. Hinter dem Konzept stehen der Gastronom Maximilian Graf von Saurma und seine Geschäftspartnerin Sarah Korb.

Taco Bell hat die für den 24. September angekündigte Eröffnung seines Restaurants in Köln verschoben. Der Standort soll das erste öffentlich zugängliche Taco-Bell-Restaurant in Deutschland werden.

Die Mack-Gruppe plant mit Karls Erlebnis-Dorf in Elstal eine Fahrt durch fünf Erlebniswelten mit einem Drei-Gänge-Menü. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Anton Schmaus beendet den täglichen à-la-carte-Betrieb im Regensburger Restaurant Sticky Fingers. Künftig setzt das Konzept auf Events, geschlossene Feiern und Winzerabende. Zum Abschluss gibt es noch eine letzte große Party.

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.