Tim Raue, Tim Mälzer und The Duc Ngo wollen Branche mit Corona-Schnelltests versorgen

| Gastronomie Gastronomie

Seit bald sechs Monaten sind Restaurants, Cafés und Kneipen weitestgehend geschlossen. Die Nerven liegen entsprechend blank. Um zumindest in einem Punkt Hilfestellung für die Branche zu leisten, haben sich Tim Raue, Tim Mälzer und The Duc Ngo zusammengetan und die Gastro Selbsttest GmbH gegründet. Ziel des neuen Unternehmens: Der Branche zu einem fairen Preis Antigen Schnelltests zur Verfügung zu stellen. 

Zwar hat jeder Bürger hier in Deutschland die Möglichkeit, sich einmal in der Woche kostenfrei testen zu lassen - wer aber Test- und Lunchtermin zeitlich nicht an einem Tag einplanen kann oder schlichtweg mehrmals in der Woche essen gehen möchte, der muss derzeit pro Test um die 40 Euro aufwenden und sich nach den verfügbaren Terminen der Testzentren richten. Hinzu kommen die Mitarbeiter: Allein im Restaurant Tim Raue sind das knapp 50 Menschen. Bei einer täglichen Testung, wie es der Sternekoch und auch seine beiden Kollegen Mälzer und Ngo anstreben, und etwa 100 Gästen am Tag, wäre er schnell bei 700 bis 800 Tests in der Woche und um die 3.000 im Monat. Auf die gesamte Branche gerechnet, wären es mehrere Millionen Tests - die derzeit nach Schätzung des Trios gar nicht oder nur vollkommen überteuert verfügbar sind.

Mit dem neuen Unternehmen wollen Raue, Mälzer und Ngo daher allen Gastronomen und Gastronominnen die Möglichkeit geben, unabhängig von öffentlichen oder unseriösen Stellen Selbsttests zu erwerben. Dafür arbeitet das Trio mit der Hamburger Unternehmensgruppe KLT Health Group zusammen, die international Regierungen, öffentliche Träger und Unternehmen aus diversen Branchen mit Schutzausrüstung und Medizinprodukten beliefert. Die Tests werden bereits von bundesweiten Stellen des Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Caritas sowie internationalen Unternehmen wie der TUI Group, BMW Group und Linde bezogen. Des Weiteren beliefert die KLT-Gruppe auch den Lebensmitteleinzelhandel, bspw. die Metro und die REWE Group.

Eines ist Raue, Mälzer und Ngo wichtig: Keinem von ihnen gehe es darum, sich in irgendeiner Form zu bereichern. Vielmehr sollten wirklich alle Gastronomen und Gastronominnen - vom Imbiss über das Café bis hin zum Gourmetrestaurant - Zugang zu einer fairen und zuverlässigen Lösung bekommen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Vergangenes Jahr wurde er mit einer Flasche im Gesicht verletzt, seitdem kämpft Kneipenwirt Simsit für mehr Sicherheit in seinem Viertel: Das Alkoholkonsumverbot, das er initiierte, zeigt Wirkung.

Pommes Freunde leitet eine weitere Phase der Expansion im österreichischen Markt ein. Nach der Eröffnung des ersten Standorts in Wien strebt das Unternehmen den Aufbau eines flächendeckenden Filialnetzes an. Pro Jahr sind etwa fünf Neueröffnungen vorgesehen.

Die Plattform Listflix hat die Verteilung von Dönerläden in deutschen Großstädten für das Jahr 2026 ausgewertet. Dabei zeigt sich eine ungleiche regionale Versorgungsdichte, wenn die Anzahl der Betriebe auf die jeweilige Einwohnerzahl bezogen wird.

Sodexo Deutschland übernimmt die gesamte Gastronomie und das Event-Catering im neuen DKB-Campus Upbeat in Berlin. Die Zusammenarbeit umfasst auf 35.000 Quadratmetern Fläche mehrere Gastronomiebereiche sowie Konferenzservices.

Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés und Eissalons in Baden-Württemberg haben im Juni 2026 real 7,2 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr lagen ihre preisbereinigten Umsätze 5,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Biertreber als Appetizer, Futter nach Geheimrezept: Auf Gut Karlshof leben die Ochsen, die bald auf der Wiesn verspeist werden. Warum einer Sebastian heißt - und wie seine Haut zur Schürze wird.

Frans Zimmer, bekannt unter dem Künstlernamen Alle Farben, tritt beim Festival Chefs in Town 2026 in Düsseldorf mit zwei kulinarischen Formaten an. Gemeinsam mit Florian Conzen und Mike Süsser gestaltet der Musiker ein Restaurant-Takeover sowie ein Angebot am Foodtruck.

Beim Auswärts-Essen kommt am Ende die Rechnung, und viele geben netten Bedienungen dann auch etwas mehr. Das geht nicht nur bar. Verbraucherschützer kritisieren «Design-Tricks» bei digitalen Optionen.

Die Eat Happy Group führt mit Mrs. Yumami eine neue Marke für koreanische Lebensmittel ein. Zum Start kommt Korean Style Fried Chicken in den Sorten Sweet & Spicy und Soy & Garlic in deutsche Supermärkte.

Lufthansa nimmt ab September fünf warme Speisen in das Onboard-Delights-Angebot auf. In der Economy Class können Passagiere unter anderem Currywurst von Dönninghaus und einen Cheeseburger von Hans im Glück vorbestellen.