Umfrage: Gute Stimmung zum Jahresende

| Gastronomie Gastronomie

Kurz vor dem Fest zeigen sich Deutschlands Restaurants mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes zufrieden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Blitzumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). Wie der Verband mitteilte, melden 82,7 Prozent der Betriebe eine bessere bzw. gleichbleibende Entwicklung im Vergleich zum starken Vorjahr. „Die Advents- und Weihnachtszeit gehört für viele Gastronomen zu den wichtigsten Wochen des Jahres“, erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. „Dem Jahrestrend entsprechend ist auch die Weihnachtssaison 2018 für die Betriebe gut angelaufen. Die Wirtschaft zeigt sich robust. Die Lage am Arbeitsmarkt ist günstig. Die Deutschen sind in Konsumlaune. Das schlägt sich im Ausgehverhalten der Gäste nieder.“

27,9 Prozent der Wirte berichten von einem positiveren Verlauf der Weihnachtssaison 2018 (Vorjahr 32,9 Prozent). Mehr als die Hälfte (54,8 Prozent) spricht von einer konstanten Geschäftsentwicklung (Vorjahr 50,0 Prozent). Die Zahl der Verlierer bleibt mit 17,4 Prozent nahezu unverändert (Vorjahr 17,1 Prozent). „Erfreulich ist, dass 34,9 Prozent der Betriebe einen höheren Durchschnittsbon pro Gast verbuchen konnten, bei 52,2 Prozent blieb der Durchschnittsbon konstant“, so Zöllick.

Etwas verhaltener als im Vorjahr läuft das Geschäft mit Firmenweihnachtsfeiern. Gut ein Drittel der Betriebe (37,3 Prozent) registriert hier schlechtere Geschäfte (Vorjahr 24,6 Prozent). Für immerhin 16,8 Prozent läuft es besser (Vorjahr 19,7 Prozent). Hoch im Kurs stehen weiterhin Angebote mit Event-Charakter wie Dinner-Shows oder Küchenpartys.

Die Hitliste der Speisen wird von regionalen Klassikern angeführt. Am beliebtesten ist die Gans. 56,4 Prozent der Gastronomen bezeichnen sie als den Renner im Weihnachtsgeschäft. Mit Abstand folgen Wildgerichte (46,2 Prozent) und die Ente (37,4 Prozent), dann Rind (34,4 Prozent), Schwein (27,2 Prozent) und Fisch (24,1 Prozent). Die Nachfrage nach vegetarischen oder veganen Speisen steigt – auch bei Weihnachtsfeiern, wie 32,2 Prozent der Betriebe angeben (Vorjahr 23,1 Prozent).

Zöllick blickt optimistisch auf die nächsten Tage bis zum Jahresende: „Die Restaurants lassen sich zur Weihnachtszeit immer etwas ganz Besonderes einfallen, um ihre Gäste mit außergewöhnlichen Menüs und Kreationen zu verwöhnen“, sagt der DEHOGA-Präsident. „So werden am ersten und zweiten Feiertag auch immer mehr Familien in den Betrieben erwartetet. Viele Gastronomen bieten gerade für sie neben der klassischen Weihnachtskarte einen Weihnachtsbrunch an.“ Auch rund um den Jahreswechsel herrsche in der Branche Hochsaison.
Für seine Blitzumfrage zum Weihnachtsgeschäft 2018 hat der DEHOGA Bundesverband vom 7. bis 16. Dezember 2018 gastronomische Unternehmer in ganz Deutschland befragt. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Am Flughafen Düsseldorf sind neue Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte gestartet. Betreiber Lagardère Travel Retail Deutschland baut damit sein Angebot am Standort weiter aus.

In Stockholm wird ein Café-Konzept erprobt, bei dem die Künstliche Intelligenz Mona die operative Leitung übernimmt. Medienberichte deuten auf eine signifikante Reduzierung des Personaleinsatzes hin, zeigen jedoch auch technische Grenzen bei individuellen Kundenwünschen auf.

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig hat seine Regeln zur Smartphone-Nutzung im Gastraum erläutert. Hintergrund ist die Stornierung eines Gastes, der die Praxis kritisierte. Parallel haben sich mehrere Betriebe der Spitzengastronomie zu ähnlichen Fragen geäußert. Die Fotoregeln des Restaurants werden seit Jahren diskutiert.

VistaPrint und Cornelia Poletto haben fünf Finalisten für die Auszeichnung zum Lokalhelden 2026 nominiert. Bis zum 10. Mai kann die Öffentlichkeit über den Gewinner eines Preisgeldes von 20.000 Euro abstimmen.

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten priorisieren viele Verbraucher Restaurantbesuche als „kleinen Luxus“. Laut einer SumUp-Umfrage planen über 30 Prozent der Menschen hierfür feste monatliche Budgets ein.

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.