Unilever steigt mit Vertical Food deutschlandweit in den Ghost Kitchen-Markt ein

| Gastronomie Gastronomie

Vertical Food, Betreiber von acht digitalen Restaurants, und Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland haben eine weitreichende strategische Partnerschaft vereinbart. Gemeinsam wird das Konzept sogenannter „Ghost Kitchens“ deutschlandweit ausgebaut. Gerichte werden dafür in Küchen gekocht und ausgeliefert. Es gibt nur die Marke, aber keine echten Restaurants.

Vertical Food betreibt in Berlin derzeit bereits acht digitale Restaurants, die über mehrere Standorte Gerichte produzieren und über eigene Kuriere ausliefern. Das Angebot reicht von neapolitanischer Pizza und Pasta über gesunde Bowls bis hin zu fein abgeschmeckten mediterranen Gerichten. Das Besondere dabei: Das Angebot ist ausschließlich auf Lieferung und den Genuss zu Hause ausgerichtet. Vertical Food arbeitet dabei konsequent digital und datenbasiert. Das Speiseangebot richtet sich nach den online am häufigsten nachgefragten Gerichten in dem jeweiligen Liefergebiet. Das Unternehmen verwaltet eine umfassende Bestell- und Abwicklungssoftware, über die die Routen der FahrerInnen von einem eigens entwickelten Algorithmus ermittelt werden.

Das Geschäftsmodell von Vertical Food hat sich während der Pandemie als besonders robust herausgestellt. So sind die Standorte in der deutschen Hauptstadt nur drei Jahre nach der Gründung des Unternehmens operativ profitabel.

Deutschlandweite Expansion gemeinsam mit Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland

Aufbauend auf diesem Erfolg wird das Konzept von Vertical Food jetzt in weiteren Regionen Deutschlands ausgerollt. Im Fokus stehen zunächst dicht besiedelte Großstädte wie Hamburg, Frankfurt, München und Köln, in denen bis zu 50 digitale Restaurants ausgebaut werden sollen.

Vorangetrieben wird die Expansion gemeinsam mit Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland. Dazu haben beide Unternehmen eine umfassende Kooperation vereinbart. Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland ist ein weltweiter Lieferant und Dienstleister für Restaurants, Hotelketten, Kunden in der Groß- und Gemeinschaftsverpflegung sowie Caterer und Freizeitbetriebe. Das Unternehmen verfügt über umfassende Erfahrungen in der Entwicklung von Marken und Produkten. Neben der kulinarischen Expertise bringt Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland auch sein Wissen aus der eigenen Digitalisierung ein, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren umgesetzt hat.

„Wir freuen uns, mit Unilever ein globales Konsumgüterunternehmen als Partner zu gewinnen, um unsere Marke weiter zu stärken und das Produkt deutschlandweit auszurollen. Diese Partnerschaft erlaubt es uns, langfristig zu denken, weiter zu wachsen und verstärkt in unsere Marken, MitarbeiterInnen, Technologie und Märkte zu investieren,“ sagt Beschir Hussain, Gründer und Geschäftsführer von Vertical Food.

Harm van Tongeren, Vice President Unilever Food Solutions & Langnese, ergänzt: „Bei Vertical Food hat uns der innovative und unternehmerische Ansatz zur Entwicklung von Ghost Kitchens in ganz Deutschland und ihre starke digitale Expertise überzeugt. Wir können so unsere Markenpräsenz digital über virtuelle Restaurants weiter ausbauen und sammeln wertvolle Erfahrungen von einem erfolgreichen Ghost Kitchen Betreiber. Sie sind deshalb für uns ein perfekter Partner.“

Gemeinsam werden Vertical Food und Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland in den Aufbau einer überregionalen Infrastruktur für den deutschen Liefermarkt investieren. Ziel beider Partner ist es, führende digitale Restaurantketten zu entwickeln und neue Lieferformate zu etablieren.

Vertical Food ist ein Online Food Delivery Unternehmen, das 2017 als erste virtuelle Restaurantkette Deutschlands ins Leben gerufen wurde. Das Unternehmen verwaltet eine technologiebasierte Infrastruktur für den Aufbau von digitalen Lieferrestaurants. Der gesamte Prozess - von der Produktentwicklung bis hin zur zentralisierten Logistik - wird betriebsintern von den verschiedenen Standorten übernommen. Durch den Einsatz moderner Hard- und Software Lösungen ist es möglich, alle Schritte transparent und digital abzubilden. Dadurch können nicht nur die einzelnen Bestell-, Bearbeitungs- und Lieferprozesse verbessert werden, sondern auch ein gründliches Verständnis für das dynamische Konsumverhalten entwickelt werden. Zu den Kunden zählen Aktienkonzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen und Hotels. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 16 unterschiedlichen Nationen.

Unilever ist ein international führender Konsumgüterhersteller. Das Unternehmen vertreibt in über 190 Ländern Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Haushaltsreiniger, die jeden Tag von rund 2,5 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt werden. Zu Unilever gehören einige der weltweit bekanntesten Marken wie Knorr, Magnum, Dove, Axe, Rexona, Coral, Langnese, The Vegetarian Butcher und Ben & Jerry's.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten priorisieren viele Verbraucher Restaurantbesuche als „kleinen Luxus“. Laut einer SumUp-Umfrage planen über 30 Prozent der Menschen hierfür feste monatliche Budgets ein.

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!