Veranstalter und Dehoga hoffen noch auf Mainzer Oktoberfest

| Gastronomie Gastronomie

Der Veranstalter des Mainzer Oktoberfests hat gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga Unterlagen von Sachverständigen zum Festzelt vorgelegt und will damit noch einen Start der Veranstaltung erreichen. Aus den Unterlagen gehe hervor, dass das Zelt in Sachen Standsicherheit und Brandschutz alle Anforderungen erfülle, sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann. Man sei offen für Gespräche mit der Stadt. 

Eigentlich sollte das Oktoberfest auf dem Messegelände im Mainzer Stadtteil Hechtsheim an diesem Donnerstag (8. Oktober) losgehen. Die Stadt hatte jedoch die Nutzung des Festzeltes wegen fehlender Unterlagen untersagt. Das Verwaltungsgericht Mainz lehnte einen Eilantrag gegen diese Entscheidung ab.

Juristische Detailfrage 

Eine zentrale Frage in der Angelegenheit ist, ob das Zelt ein «fliegender Bau» ist, also ein Bau, der für eine Veranstaltung auf- und wieder abgebaut wird. Für solche Bauten gelten weniger strenge Anforderungen, es braucht keinen Bauantrag. Die Stadt sieht in dem Zelt eine Versammlungsstätte, die seit vielen Jahren besteht, also eine dauerhafte, ortsfeste bauliche Anlage. Dafür nötige Anträge und Nachweise hätten nicht vorgelegen, heißt es von der Kommune. 

Der Veranstalter und der Dehoga erklären das damit, dass zunächst geplant gewesen sei, diesmal anders als in Vorjahren das Zelt eines Dritten aufzustellen. Der habe dann abgesagt. Daraufhin entschied sich der Veranstalter doch für das eigene Zelt, Haumann zufolge in etwas kleinerer Variante und anderer Form. 

Der Dehoga-Präsident sagte, denkbar sei etwa, sich nach diesem Wochenende mit der Stadt zusammensetzen und gegebenenfalls das Fest später anfangen und enden zu lassen. Am Dienstagabend hatte die Stadt Mainz mitgeteilt, es bestehe kein Grund für eine erneute Bewertung der Sach- und Rechtslage. Die Nutzung des vorgesehenen Festzeltes bleibe untersagt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach dem Brandunglück in der Silvesternacht in Crans-Montana überprüfte die Feuerwehr in Tschechien fast 800 Betriebe. Blockierte Notausgänge und fehlende Feuerlöscher sorgen für Alarm.

Auch in diesem Jahr verleiht der Bundesverband der Systemgastronomie wieder seinen Preis der Deutschen Systemgastronomie. Mit Mmaah!, 60 Seconds to Napoli und Goldies stehen drei unterschiedliche Konzepte im Finale.

Kurz vor dem Oktoberfest beschäftigt die Vergabe der Wiesn-Festzelte die Justiz. Ein Wirt fordert, dass München den Betrieb der großen Bierzelte europaweit ausschreibt. Das Bayerische Oberste Landesgericht verhandelt nun über die Frage, ob der traditionelle Ausschluss auswärtiger Wirte rechtens ist.

Das Kammergericht Berlin hat nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands eine Trinkgeld-Klausel von Lieferando für unwirksam erklärt. Die Regelung schloss eine Erstattung auch dann aus, wenn das Restaurant die Bestellung stornierte und das Essen nicht ausgeliefert wurde.

Eine Studie der Universität Hohenheim untersucht anhand von rund 200 Tonnen Lebensmitteln für etwa 211.000 Mahlzeiten den Biodiversitäts-Fußabdruck der Hohenheimer Mensa. Die Herkunft der Zutaten spielt nach den Ergebnissen eine entscheidende Rolle.

Eine Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt unterschiedliche Kriterien bei der Auswahl von Restaurantgerichten. 29 Prozent der Befragten achten auf ausgewogene Ernährung, 14 Prozent bestellen Gerichte mit einem hohen Proteingehalt und 15 Prozent interessieren sich für Kalorienangaben.

Das Grand Resort Bad Ragaz und die Wassmer Family Group beenden im Februar 2027 ihre Zusammenarbeit. Damit endet auch das bisherige Konzept des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Sven Wassmer Memories – die Restaurantstandorte will das Resort anschließend selbst weiterführen.

Sternekoch Sven Wassmer schließt das Drei-Sterne-Restaurant Memories im Grand Resort Bad Ragaz per Ende Februar 2027. Zusammen mit seiner Frau will er sich mehr um die Familie kümmern und künftig international beratend tätig sein.

Das Berliner Promi-Paar Annika und Frederick Lau ist ins Dönergeschäft eingestiegen. Die Moderatorin und der Schauspieler haben in Berlin-Kreuzberg in Nachbarschaft des Clubs SO36 einen veganen Dönerladen eröffnet. 

Seit Jahrzehnten ist der «Gay Sunday» eine Institution auf dem Oktoberfest. Da wird die «Bräurosl» zur Männerdomäne. Doch das soll sie in diesem Jahr nicht bleiben.