Verwaltungsgericht in Schleswig-Holstein bestätigt Gastro-Lockdown

| Gastronomie Gastronomie

Das Oberverwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen den per Corona-Verordnung in Schleswig-Holstein untersagten Betrieb von Gaststätten und Tattoo-Studios abgelehnt. Der 3. Senat wies den Antrag eines Flensburger Unternehmers als unbegründet zurück, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Der Beschluss ist unanfechtbar (Az. 3 MR 60/20).

Nach Ansicht der Richter greift das Gaststättenbetriebs- und Dienstleistungsverbot nicht in unverhältnismäßiger Weise in die durch das Grundgesetz geschützte Berufsfreiheit ein. Die Grundrechtsbeschränkungen seien zeitlich befristet und derzeit gerechtfertigt, da sich die Pandemie-Lage gegenwärtig deutlich verschärft habe. Der Senat halte es zudem für zweifelhaft, ob von den Betrieben tatsächlich kein erhöhtes Infektionsrisiko ausgehe. Entscheidend sei aber, dass ein Hygienekonzept nicht gleichermaßen geeignet sei wie eine vorübergehende Schließung. Gleiches gelte für eine Sperrstunde.

Die Richter entschieden zudem, dass Tattoo-Studios nicht mit den von der Schließung nicht betroffenen Friseuren vergleichbar seien. Beim Haare schneiden werde der Mindestabstand von 1,5 Meter zwar ebenfalls über längere Zeit unterschritten. Entscheidender Unterschied sei aber, dass Friseurleistungen zu den Grundbedürfnissen eines Menschen zählten, die auch in außergewöhnlichen Gesundheitssituationen gewährleistet werden sollten.

Mit weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens will die Landesregierung die Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen. Der Teil-Lockdown bis Monatsende sieht neben der Schließung von Gaststätten und Tattoostudios auch ein Tourismusstopp und die Begrenzung von Kontakten vor. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.