Warum das Teilen eine Qual sein kann

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Große Gemeinschaftstische sind in der gehobenen Gastronomie seit einigen Jahren ein echter Trend. So zum Beispiel in Kevin Fehlings „The Table“ oder im neuen Noma. Dass ein geteilter Tisch beim Restaurantbesuch aber nicht nur Freu(n)de macht, hat nun der SZ-Redakteur Maximilian Scharnigg am eigenen Leib erfahren. Denn statt seiner Begleitung in die Augen zu blicken, saß er plötzlich an einem 10er Tisch und musste Small Talk halten. Es sei wie in einer Selbsthilfegruppe für Gourmets gewesen, so der Autor. 

Doch nicht nur die Möbel werden heutzutage geteilt, auch die „shared Dishes“ kommen nicht bei jedem gut an. Allein die Bestellung der Gerichte, von denen alle am Tisch probieren sollen, sei eine komplizierte Angelegenheit. So habe man als Gast am Ende vielleicht etwas über Diplomatie gelernt, aber wahrscheinlich nicht das passende Essen vor sich auf dem Teller. Stattdessen lasse man in jeder Schüssel einen Anstandsrest zurück. So werde aus einer eigentlich schönen Idee, ein missgünstiges Kontrollieren und Herumgabeln, wie der Redakteur feststellte. 

Doch auch Gäste, die ihr Essen lieber ganz allein zu sich nehmen, finden in der Gastronomie den passenden Platz. So zum Beispiel in New York. Dort serviert die Kette Ichiran Nudelsuppe in abgetrennten Esskabinen (Tageskarte berichtete). Für ein romantisches Essen zu zweit ist aber auch das keine Alternative.  
 


 

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