Warum das Teilen eine Qual sein kann

| Gastronomie Gastronomie

Große Gemeinschaftstische sind in der gehobenen Gastronomie seit einigen Jahren ein echter Trend. So zum Beispiel in Kevin Fehlings „The Table“ oder im neuen Noma. Dass ein geteilter Tisch beim Restaurantbesuch aber nicht nur Freu(n)de macht, hat nun der SZ-Redakteur Maximilian Scharnigg am eigenen Leib erfahren. Denn statt seiner Begleitung in die Augen zu blicken, saß er plötzlich an einem 10er Tisch und musste Small Talk halten. Es sei wie in einer Selbsthilfegruppe für Gourmets gewesen, so der Autor

Doch nicht nur die Möbel werden heutzutage geteilt, auch die „shared Dishes“ kommen nicht bei jedem gut an. Allein die Bestellung der Gerichte, von denen alle am Tisch probieren sollen, sei eine komplizierte Angelegenheit. So habe man als Gast am Ende vielleicht etwas über Diplomatie gelernt, aber wahrscheinlich nicht das passende Essen vor sich auf dem Teller. Stattdessen lasse man in jeder Schüssel einen Anstandsrest zurück. So werde aus einer eigentlich schönen Idee, ein missgünstiges Kontrollieren und Herumgabeln, wie der Redakteur feststellte. 

Doch auch Gäste, die ihr Essen lieber ganz allein zu sich nehmen, finden in der Gastronomie den passenden Platz. So zum Beispiel in New York. Dort serviert die Kette Ichiran Nudelsuppe in abgetrennten Esskabinen (Tageskarte berichtete). Für ein romantisches Essen zu zweit ist aber auch das keine Alternative.  
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.