Was Günther Jauch und Tim Raue in der Villa Kellermann in Potsdam vorhaben

| Gastronomie Gastronomie

TV-Moderator und Winzer Günther Jauch hat in Potsdam die Villa Kellermann am Heiligen See gekauft und verwandelt das denkmalgeschützte Gebäude nun in ein Restaurant. Im Herbst soll alles fertig sein (Tageskarte berichtete). Selbst am Herd stehen wird Jauch natürlich nicht, dafür hat er sich prominente Unterstützung von Tim Raue geholt. Auf welche Art von Küche sich die künftigen Gäste einstellen können, wurde nun endlich auch verraten.

Zurzeit entsteht in der 1914 erbauten Villa ein Restaurant mit vier aufwendig restaurierten Sälen und einer Seeterrasse. Das kulinarische Konzept hat Raue entwickelt, das im Restaurant selbst von Küchenchef Christopher Wecker und Gastgeberin Patricia Liebscher umgesetzt wird. Mit der Villa Kellermann möchten Jauch und Raue einen Ort schaffen, der insbesondere die Potsdamer herzlich willkommen heißt.

Kulinarisches Konzept

Serviert wird eine von Brandenburg und Potsdam inspirierte deutsche Küche, die modern interpretiert wird. Beste Produkte aus der Region kommen hier zum Einsatz. Dabei ist Tim Raues Handschrift, ein Aromenspiel aus natürlicher Süße und Säure sowie angenehmer Schärfe, in allen Gerichten präsent. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Makrele Hausfrauen Art, gebeiztes Makrelenfilet mit Joghurt-Sauce, süß-saurem Apfel, Perlzwiebeln und Dill, Enten-Terrine Sanssouci mit hausgebackener Brioche, von Othegraven Riesling-Gelee, Trauben und Haselnuss, Königsberger Klopse mit Roter Bete und Kartoffelpüree sowie Ostseelachs mit Tomate und Anis. 

Vegetarier und Veganer haben ebenfalls eine Auswahl an Gerichten wie Kopfsalat mit Petersilie und Zitrone, Kürbiscremesuppe mit geräucherter Paprika, Mandarine und Teigtaschen von Koriander-Frischkäse oder Sellerie-Jägerschnitzel mit Petersilie und Knoblauch. Bienenstich und Aprikoseneis oder Schokoladenpudding mit Macadamia-Mousse und Kaffee-Eis bilden den süßen Abschluss. 

Wer sich rundum verwöhnen lassen möchte, sollte das Menü „Der gedeckte Tisch" wählen. Raue zollt damit seiner Großmutter einen kulinarischen Tribut. „Wenn ich früher sonntags zu meinen Großeltern gefahren bin, hat meine Oma den Tisch immer sehr reichlich gedeckt. Sie servierte mir mehrere Vorspeisen, ihren grandiosen Hackbraten "falscher Hase" mit Beilagen und danach noch etwas Süßes. Dieses Gefühl, sich um nichts kümmern zu müssen und verwöhnt zu werden, möchten wir mit diesem Menü an unsere Gäste weitergeben", so der Spitzenkoch. 

Inneneinrichtung

Das Interieur steht für die behutsame Verbindung zwischen Tradition und Innovation. Im ganzen Haus wird die historische Bausubstanz mit ihren original Stuckprofilen und Holzvertäfelungen, antiken Türen und Böden sowie Komponenten wie dem steinernen Kamin nun mit maßgeschneiderten Einbauten, modernen Leuchten und Teppichen kombiniert. Ein Mix aus Porzellan aus der Serie ASA à Table sowie Vintage-Geschirr und Silberbesteck vom Trödelmarkt bestimmt die Optik auf den Tischen.

Geschichte

Die Villa wurde im Jahr 1914 durch den Architekten A. Günther für den königlich-preußischen Zeremonienmeister W. von Hardt geplant. Nach Hardt bezog der Bankier Emil Wittenberg das Gebäude. Ab dem Jahr 1945 wurde es durch den Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands übernommen. Als Kulturbundhaus erhielt die Villa den Namen Bernhard Kellermann (1879–1951), der durch seinen Roman „Der Tunnel“ (1913) bekannt wurde.

Vor dem Jahr 2005 gehörte die Villa dem Investor Johannes Rey, der sie jedoch in einer Zwangsversteigerung verkaufen musste. Rey wurde bekannt durch einen jahrelang anhaltenden Streit mit dem Gastwirt Maximilian Dreier, der bis 2009 das im Hause befindliche italienische „Ristorante Villa Kellermann“ betrieben hatte.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.

Im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet am 16. September Robyn’s mit einer automatisierten Küche. Nach der Bestellung am Terminal übernimmt ein Robotiksystem zentrale Schritte der Zubereitung und kocht die Gerichte vor Ort.

Big Squadra eröffnet ihren dritten Standort in Berlin im historischen Kranzler Eck am Kurfürstendamm. Im November startet das neue Lokal unter dem Namen Circolo Popolare in der bekannten Rotunde des Gebäudes aus den 1950er-Jahren.

Vom 19. September bis 4. Oktober 2026 findet in München das Oktoberfest statt. Auswertungen von Amadeus Travel Intelligence dokumentieren dabei signifikante Verschiebungen bei den internationalen Herkunftsmärkten und dem Buchungsverhalten der Flugreisenden.