Weiße Flotte muss Ausflugsschiff «MS Stadt Düsseldorf» an Kölner Gastronomen herausgeben

| Gastronomie Gastronomie

Das Schifffahrtsunternehmen Weiße Flotte muss das Motorschiff «MS Stadt Düsseldorf» herausgeben. Das entschied am Dienstag das Landgericht Düsseldorf und gab der Klage von vier Kölner Gastronomen statt. Die Kölner hatten das 51 Jahre alte Fahrgastschiff Ende August 2020 auf der Auktionsplattform Ebay ersteigert. Weil die Weiße Flotte als Eigner das Schiff nicht herausgeben wollte, zogen die Gastwirte vor Gericht.

Die Kölner hatten auf den letzten Drücker 75 050 Euro geboten und mit diesem Höchstgebot bei der Online-Auktion den Zuschlag erhalten. Damit sei ein rechtsgültiger Vertrag geschlossen worden, betonte Richterin Astrid Schildgen am Dienstag.

Der Einwand des Eigners, das Schiff sei noch mit einer Hypothek belastet und hätte nicht versteigert werden dürfen, ändere nichts an der Wirksamkeit des geschlossenen Vertrags. «Die Weiße Flotte kann nicht nachträglich wegen einer angeblich vergessenen Angabe der Schiffshypothek den Vertrag anfechten», erklärte die Richterin.

Auch mit weiteren Einwänden konnte das beklagte Unternehmen nicht landen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Anwältin des Unternehmens hatte schon zuvor angekündigt, dass die Weiße Flotte im Fall einer Niederlage in Berufung gehen werde.

Das Schifffahrtsunternehmen hatte vor zwei Jahren nach coronabedingten Nachfrageeinbrüchen die Flotte ausdünnen und sich von einem seiner vier Schiffe trennen wollen. Unbestätigten Medienberichten zufolge hatte sich das Unternehmen für die «MS Stadt Düsseldorf» einen deutlich höheren Erlös von bis zu 400 000 Euro erhofft.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell hat die für den 24. September angekündigte Eröffnung seines Restaurants in Köln verschoben. Der Standort soll das erste öffentlich zugängliche Taco-Bell-Restaurant in Deutschland werden.

Die Mack-Gruppe plant mit Karls Erlebnis-Dorf in Elstal eine Fahrt durch fünf Erlebniswelten mit einem Drei-Gänge-Menü. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Anton Schmaus beendet den täglichen à-la-carte-Betrieb im Regensburger Restaurant Sticky Fingers. Künftig setzt das Konzept auf Events, geschlossene Feiern und Winzerabende. Zum Abschluss gibt es noch eine letzte große Party.

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.

Ausnahmezustand in München: Bei weiß-blauem Himmel hat das Oktoberfest begonnen. Der neue Oberbürgermeister wuppt seine Anzapfpremiere mit Bravour. Für einige Gäste gab es einen Schreckmoment.

Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in München rund zweihundert Gäste. Im Mittelpunkt standen die Verleihung des Branchenpreises sowie die Forderung nach politischen Reformen. Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus.

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest.

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. In der Gastronomie sank der reale Umsatz um 4,7 Prozent, bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen um 2,0 Prozent.

Das Café an der Spanischen Treppe gehört zu den ältesten Kaffeehäusern in Italien. Schon Goethe war hier zu Gast. Jetzt steht es seit bald einem Jahr leer. Und kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.