Yum Brands veräußert ihre angeschlagene Pizza-Kette für einen Gesamtbetrag von 2,7 Milliarden Dollar. Wie unter anderem Reuters berichtet, reagiert der Konzern damit auf einen anhaltenden Nachlagerückgang sowie einen verschärften Wettbewerb auf dem Fastfood-Markt.
Der Verkauf wird in zwei separate Transaktionen aufgeteilt. Die Tochtergesellschaft Yum China erwirbt das Geschäft von Pizza Hut in Festlandchina für einen Betrag von 1,2 Milliarden Dollar. Die übrigen globalen Aktivitäten der Marke gehen für 1,5 Milliarden Dollar an das Private-Equity-Unternehmen LongRange Capital über.
Die Restaurantkette litt zuletzt unter der steigenden Inflation und erhöhten Rohstoffkosten auf dem US-amerikanischen Markt. Zudem belaste eine veränderte Verbrauchernachfrage das Geschäft, da die zunehmende Nutzung von GLP-1-Abnehmpräparaten Konsumenten dazu bewege, vermehrt gesündere Lebensmittel auszuwählen.
Mehrere Quartale mit Umsatzrückgängen
Bereits im vergangenen Jahr hatte Yum Brands angekündigt, strategische Optionen für die Kette zu prüfen. Pizza Hut steuerte im Jahr 2025 rund 12 Prozent zum Gesamtumsatz des Konzerns bei, fiel jedoch im internen Vergleich hinter andere Marken wie Taco Bell zurück. Der Veräußerung waren exklusive Verhandlungen mit LongRange Capital im Mai vorausgegangen.
Yum Brands-Vorstandschef Chris Turner erklärte, dass diese Transaktionen es dem Konzern ermöglichten, ein fokussierteres Unternehmen zu werden. Nach dem Verkauf verbleiben lediglich die beiden Ketten Taco Bell und KFC im Portfolio des Konzerns. Die Aktie von Yum Brands verzeichnete nach der Bekanntgabe im vorbörslichen Handel ein Plus von rund einem Prozent.
Werben um die Übernahme
Pizza Hut wurde im Jahr 1977 von PepsiCo übernommen und 1997 gemeinsam mit KFC und Taco Bell in ein eigenständiges Gastronomieunternehmen ausgegliedert, das seit 2002 unter Yum Brands firmiert. Das nun beteiligte Unternehmen Yum China betreibt als Abspaltung mehr als 18.000 Filialen in China, wozu rund 13.000 KFC-Standorte gehören. Neben LongRange Capital hatten sich im April auch Sycamore Partners und Apollo Global Management um den Kauf bemüht.
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