Zum Schwarzwälder Hirsch – Tim Mälzer kocht mit außergewöhnlichem Küchenteam

| Gastronomie Gastronomie

Das Hofgut Himmelreich im Breisgau ist eines der ersten inklusiven Unternehmen in Deutschland. Hier arbeiten knapp die Hälfte der Angestellten in der Gastronomie mit einer Schwerbehinderung, um sie fit für den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt zu machen. „Wir wollen beweisen, dass Mitmenschen mit einer Beeinträchtigung genauso ihren Beitrag zu einem Unternehmen liefern können“, erzählt der Geschäftsführer der Diakonie-Einrichtung, Albrecht Schwerer.

Mit einer Extraportion Teamgeist soll jetzt noch mehr möglich werden - in „Zum Schwarzwälder Hirsch - eine außergewöhnliche Küchencrew und Tim Mälzer“ bei VOX!

„Wir wollen 13 Menschen, die das Down-Syndrom haben, an den Restaurant-Service und die Arbeit in der Küche professionell heranführen. Mein Bestreben ist es, mit der Crew in der Küche zu arbeiten - und ich habe selbst noch keine wirkliche Ahnung, worauf ich mich da einlasse“, so Mälzer.

„Aber ich freue mich, dem wichtigen Thema Inklusion in den Ersten Arbeitsmarkt mit diesem Projekt Aufmerksamkeit verleihen zu können. Denn auch in der Gastronomie ist Platz für jedes Talent und jeden Charakter“, verrät Tim Mälzer zum Start des ambitionierten Projekts, das es so noch nicht gegeben hat, und bei dem auch die Zuschauer den Hamburger Starkoch von einer anderen Seite kennenlernen werden.

Unterstützung erhält er dabei nicht nur vom „Himmelreich“ und seiner angeschlossenen Akademie, sondern auch von Schauspieler André Dietz. Dessen Tochter kam mit dem Angelman-Syndrom zur Welt kam - er weiß, welche Herausforderung vor ihnen liegt: „Wir haben ganz persönlich über die Jahre gemerkt, wie Inklusion in Deutschland funktioniert. Nämlich gar nicht mal so gut. Und deswegen wollte ich unbedingt mitmachen. Wir werden hier eine Gruppe von Menschen dazu bringen, so ein Ding allein zu rocken.“

Innerhalb von nur drei Monaten lernen die Teilnehmer, möglichst selbstständig in den Bereichen Service und Küche zu arbeiten - und sind dafür teilweise das erste Mal von zuhause weg. Eine große Aufgabe, die zeigen kann, wozu die Teilnehmer mit der notwendigen Unterstützung fähig sind und was es braucht, um sie fit für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu machen. „Ich will nicht mehr in Werkstätten arbeiten. Ich will raus in die Freiheit. Ich kann nichts dafür, dass ich behindert bin. Am liebsten würde ich ein eigenes Hotel aufmachen“, so die 42-jährige Sarah aus München über die Gründe ihrer Teilnahme.

VOX zeigt ab 24.10. montags um 20:15 Uhr in drei Folgen von „Zum Schwarzwälder Hirsch - eine außergewöhnliche Küchencrew und Tim Mälzer“ wie die Teilnehmer sich als Gastro-Crew geschlagen haben. Produziert wird die Doku-Reihe von Vitamedia Film im Auftrag von VOX.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Vergabe der begehrten Standplätze auf dem Oktoberfest steht im Fokus einer Debatte in München. Eine Münchner Wirtsfamilie fordert durch ihre Bewerbung auf Brauerei-Standplätze die traditionelle Vergabepraxis heraus, während bereits dementierte Berichte über eine mögliche Einschaltung des Europäischen Gerichtshofs für Aufsehen sorgen.

Der Valentinstag entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Umsatzbringer für die deutsche Gastronomie. Eine aktuelle Studie zeigt für 2026 eine steigende Reservierungsbereitschaft, neue Zielgruppen und klare Erwartungen an Service und Etikette.

Mit „Wir kochen Heimat“ möchte das Nobelhart & Schmutzig Team einen Beitrag zur kulturellen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff leisten, der im öffentlichen Diskurs häufig (negativ) politisch aufgeladen ist.

Eine aktuelle SumUp-Auswertung zum Jahresstart 2026 belegt eine steigende Besuchsfrequenz in der Gastronomie bei gleichzeitig sinkenden Durchschnittsausgaben. Während digitale Trinkgelder und Kartenzahlungen an Bedeutung gewinnen, zeigen sich die Gäste preisbewusst.

Das Gourmetrestaurant Juwel in Kirschau präsentiert zum 1. April ein überarbeitetes kulinarisches Konzept. Unter der Leitung von Hotelchefin Petra Schumann und Küchenchef Robert Hauptvogel setzt der Betrieb künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit, regionale Produkte und eine reduzierte Präsentation.

Alkoholfrei ist kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein stabiler Umsatzbringer für die Gastronomie. Eine neue Umfrage zeigt, warum Gäste auf Alkohol verzichten und weshalb Gastronomen bei der Preisgestaltung und Qualität ihrer alkoholfreien Cocktails umdenken müssen, um nicht als Anbieter überteuerter Limonaden wahrgenommen zu werden.

Beim Sommelier-Cup 2026 des Deutschen Weininstituts in Mainz sicherte sich Anna-Katharina Lemke den Sieg. 23 Fachkräfte stellten in anspruchsvollen Blindverkostungen und theoretischen Prüfungen ihr Fachwissen über deutsche Weine unter Beweis.

Eine neue Studie untersucht das Phänomen der Zechprellerei im Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die demografische Verteilung, die häufigsten Beweggründe der Gäste sowie die anhaltende Problematik von No-Shows.

Die bekannte Food-Creatorin Saliha „Sally“ Özcan eröffnet im März 2026 ihr erstes Café im Europa-Park. Im isländischen Themenbereich erwartet die Besucher ein Angebot aus süßen und herzhaften Spezialitäten sowie rund 90 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich.

In der Küche muss es absolut hygienisch zugehen, sonst wird das Gesundheitsamt aufmerksam. Die Oberflächenreinigung der Küche und des Gastraums reicht aber nicht, um Ihren Gästen ein wirklich sympathisches Erlebnis zu bieten. Es gibt noch mehr Punkte und Ecken in jeder Gastronomie, die auf Ordnung und Hygiene angewiesen sind.