Zwei neue Drei-Sterne-Restaurants: Guide Michelin Großbritannien und Irland 2021 erschienen

| Gastronomie Gastronomie

Der Michelin Guide für Großbritannien und Irland 2021 wurde am Montag im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt. In diesen unsicheren und äußerst schwierigen Zeiten seien sie besonders erfreut, die Beförderung von nicht nur einem, sondern gleich zwei Restaurants von zwei auf drei Michelin-Sternen bekannt geben zu können, so der Guide. Damit steigt die Gesamtzahl der Drei-Sterne-Restaurants für Großbritannien und Irland 2021 auf sieben.

CORE by Clare Smyth

Im Core konzentriere sich Clare Smyth auf das Gesamterlebnis. Es sei ein wunderbar diskreter, eleganter Raum, der perfekt zu seiner Lage in Notting Hill passe. Das Restaurant habe eine kühle, ruhige Atmosphäre: Blumen und Accessoires auf den Holztischen spiegeln die Jahreszeiten wider und sogar das Geschirr wurde speziell in Auftrag gegeben, um der Stimmung zu entsprechen. 

Clare sei eine der begabtesten Köchinnen Großbritanniens und die Stärke ihrer Küche liege in ihrer Fähigkeit, moderne Gerichte zu kreieren, die hervorragende Aromen und Texturen in einem zurückhaltenden, unaufdringlichen Stil liefern, so das Urteil der Tester. Unkompliziertheit und Reinheit seien ihre Markenzeichen und die daraus resultierenden Gerichte in ihrer Raffinesse unübertroffen.

Hélène Darroze at The Connaught

Nach einer zweimonatigen Schließung Ende 2019 wurde das Hélène Darroze im The Connaught in einem moderneren Design wiedereröffnet, wobei die traditionelle Eleganz geschickt beibehalten wurde, erklärte nun der Michelin. Der vom französischen Designer Pierre Yovanovitch entworfene Raum sei nun ein heller, leuchtender Ort zum Essen mit hellen Holzverkleidungen und freistehenden Holztischen.

Auch die Küche habe sich weiterentwickelt: Chefkoch Marco Zampese leite ein leidenschaftliches, hochqualifiziertes Küchenteam, das mittags ein 3-Gänge-Menü und abends ein 5- oder 7-Gänge-Degustationsmenü zubereitet, das gegen Aufpreis auch erweitert werden kann.

Die Küche ist von Hélènes Heimat beeinflusst, mit Gerichten auf französischer Basis, die sich auf eine Hauptzutat konzentrieren und mit internationalen Akzenten aufgewertet werden. Die Gerichte sind unaufdringlich und elegant, haben aber auch eine unterschwellige Komplexität und eine große Geschmackstiefe.

Drei neue Zwei-Sterne-Restaurants

In London gibt es zudem drei neue Zwei-Sterne-Restaurants. Das Da Terra in Bethnal Green, das Restaurant Story in Southwark sowie das A. Wong in Victoria, welches nun als erstes chinesisches Restaurant in Großbritannien zwei Sterne führt. Bewegung gab es auch bei den neuen Ein-Sterne-Restaurants. 17 Restaurants wurden neu mit einem Stern ausgezeichnet. Damit steigt die Gesamtzahl der mit einem Stern ausgezeichneten Restaurants im Guide 2021 auf 158.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.