Mit nur wenigen Jahren als Küchenchef wurde das Restaurant der Mühle Schluchsee unter der Leitung von Fabian Obergfell mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet. Der gebürtige Schwarzwälder verbindet in seiner Küche Präzision mit Bodenständigkeit. Seine kulinarische Inspiration findet er nach eigenen Worten nicht in Trends, sondern in Erinnerungen.
Schon als Souschef arbeitete Obergfell mit der Einstellung, die Verantwortung für jedes Gericht zu tragen. Heute hört er Gästefeedback noch aufmerksamer, weil jedes Detail am Ende seine Handschrift trägt. Druck gehört für ihn zum Beruf und ist Antrieb statt Belastung.
Erinnerungen an die Familienküche prägen seinen Weg als Koch
Seine kulinarische Inspiration findet Obergfell nicht in Trends, sondern in Erinnerungen. „Heimatküche hat für mich nichts mit Kuckucksuhr und Klischee zu tun. Für mich sind das die Gerichte meiner Mutter und meiner Oma – ehrlich, saisonal, geschmacklich vertraut“, sagt er. Die Schäufele mit Kartoffelsalat seiner Großmutter brachte ihn einst zum Kochen. Diese Erinnerungen übersetzt er heute in eine moderne Küche. Entscheidend ist für ihn nicht die Herkunft eines Produkts, sondern dessen Qualität.
Sauce und Teamarbeit nehmen einen besonderen Stellenwert ein
Geduld, Beharrlichkeit und Resilienz prägen Obergfells Arbeitsweise. Besonders deutlich wird dies in seiner Hingabe zur Sauce. „Für mich erzählt die Sauce oft die eigentliche Geschichte des Tellers – sie verbindet alles miteinander“, erklärt der Küchenchef.
Auch als Küchenchef setzt Obergfell auf eine klare Haltung. Fehler sind für ihn Teil des Berufs, solange offen darüber gesprochen wird. Ehrlichkeit und Vertrauen seien wichtiger als Perfektion und prägten den Umgang innerhalb des Teams ebenso wie die Entwicklung der Küche.

















