200 Hotels in fünf Jahren - Kempinski plant neue Lifestyle-Marke in China

| Hotellerie Hotellerie

Kempinski Hotels und BTG Hotels setzen ihre Partnerschaft in China fort und starten ein neues Kapitel ihrer Zusammenarbeit. Kempinski startet dafür einen einen mehrjährigen Investitionsplan, um das Wachstum der Partnerschaft zu unterstützen. Der Plan konzentriert sich auf vier zentrale Säulen:

1) Erweiterung des Chinese Heritage Portfolios der Marke Kempinski, um das Angebot für anspruchsvolle chinesische Reisende innerhalb Chinas auszubauen und gleichzeitig internationalen Gästen authentische Erlebnisse des chinesischen Kulturerbes zu ermöglichen.

2) Einführung einer neuen Lifestyle-Hospitality-Marke mit dem Ziel, in den nächsten fünf Jahren 200 Hotels in China zu eröffnen. Durch die Kombination der Stärke von BTG Hotels, dem anhaltenden Wachstum des chinesischen Marktes und der Expertise von Kempinski soll diese neue Marke das Angebot für chinesische Kunden im Inland deutlich erweitern.

3) Fortsetzung der strategischen Unterstützung des Bristoria-Markenportfolios und Vertiefung der Zusammenarbeit zur weltweiten Expansion der Marke NUO. Ziel ist es, NUO als Maßstab für luxuriöse, kulturell geprägte Hotellerie auf globaler Ebene zu etablieren.

4) Stärkung der Zusammenarbeit bei der Integration der Mitgliedschaftssysteme.

„BTG und Kempinski haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorme Erfolge erzielt. Die Rolle Chinas in der Reise- und Tourismusbranche hat sich im letzten Vierteljahrhundert grundlegend gewandelt – und Kempinski war von Anfang an Teil dieser Entwicklung“, erläutert Madame Li, Vorsitzende von BTG Hotels (Group) Co., Ltd. „Wir freuen uns darauf, die langfristige Strategie in der Region weiter zu stärken, die Hospitality-Expertise von Kempinski zu nutzen und gemeinsam eine treibende Kraft in der Weiterentwicklung der chinesischen Hotelbranche zu bleiben.“

Barbara Muckermann, CEO der Kempinski Gruppe, kommentiert die Erweiterung der Partnerschaft: „Kempinski und BTG genießen eine starke Partnerschaft und eine lange Geschichte gemeinsam als Pioniere der Luxus-Hotellerie in China. Wir sind sehr froh, BTG Hotels, die drittgrößte Hotelgruppe des Landes, als unseren Partner zu haben. Unsere Zusammenarbeit verschafft uns einen einzigartigen Vorteil, um unsere Expansion in der Region weiterhin voranzutreiben. Ich freue mich auf die nächste Phase der Zusammenarbeit, um unsere Position für die Zukunft zu stärken.“

Lifestyle-Hotels in Europa

Während Lifestyle-Hotels weltweit an Bedeutung gewinnen, zeigt sich auch in Europa ein anhaltender Wachstumstrend. Zahlreiche Marken planen in den kommenden Jahren einen deutlichen Ausbau ihrer Kapazitäten – und das nicht nur in den großen Märkten.

Ein Blick auf die einzelnen Länder zeigt laut STR-Zahlen aus dem vergangenen Jahr ebenfalls ein deutliches Wachstum: In Großbritannien soll die Zahl der Lifestyle-Hotelzimmer um 24 Prozent steigen, in Deutschland um 21 Prozent, in Frankreich um 25 Prozent und in Spanien um 11 Prozent. Besonders hohe Zuwächse werden für Italien (39 Prozent) und Portugal (50 Prozent) erwartet. In Polen könnte sich die Zimmeranzahl sogar mehr als verdoppeln – allerdings ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Vergleicht man die Performance der Lifestyle-Hotels mit dem Gesamtmarkt, zeigen sich interessante Unterschiede: Zwar lag die Belegungsrate in den vergangenen zwei Jahren leicht unter dem Durchschnitt, dafür konnten die durchschnittlichen Zimmerpreise (ADR) deutlich höhere Werte erzielen – 2023 im Schnitt über 150 Euro, rund 40 Euro mehr als im Gesamtmarkt. Auch beim Ertrag pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) schnitten Lifestyle-Hotels mit rund 100 Euro im Schnitt besser ab.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.

Verkehrsbuero Hospitality aus Österreich hat die Betriebsführung des ibis Styles Bad Reichenhall übernommen und vollzieht damit seinen Markteintritt in Deutschland. Sämtliche Mitarbeiter werden vom neuen Betreiber übernommen.

Ein Joint Venture aus Reiß & Co. Gruppe und PEG Hamburg hat mit dem Bau eines neuen Premier Inn Hotels mit 296 Zimmern in der Hamburger Adenauerallee begonnen. Es wird bereits das achte Haus der Hotelmarke in der Hansestadt.

Die Lerch Genusswelten haben den Betrieb des Bayerischen Hofs und des Hotels Reutemann-Seegarten in Lindau übernommen. Alle bisherigen Mitarbeiter sollen in den Häusern bleiben, für den Wellnessbereich kündigt das Familienunternehmen Investitionen an.

Ein Geschäftsmann soll Gelder für Irans Machtapparat verschoben haben. Konten eines Hotel-Betreibers bei Frankfurt wurden eingefroren. Laut OVG können sie nicht vorzeitig freigegeben werden.

Die Honestis-Gruppe hat mit der DHO Deutsche Hotel Operations GmbH einen neuen White-Label-Betreiber für die D-A-CH-Region gegründet. Geschäftsführer und Mitgesellschafter ist Björn Weidner, erstes Hotel ist das Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmannpark.

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.