Accor leitet komplette Übernahme der 25hours-Hotels ein

| Hotellerie Hotellerie

Accor hat beim Bundeskartellamt den geplanten Erwerb der verbleibenden 50 Prozent der Anteile an der 25hours-Hotelgruppe angemeldet. Accor ist 2016 bei der deutschen Hotelgruppe eingestiegen. Jetzt soll die Komplettübernahme folgen.

Die Übernahme steht im Kontext des geplanten Zusammenschlusses von Accor und Ennismore. Die beiden Unternehmen wollen zukünftig gemeinsame Sache machen und weltweit führender Anbieter im Lifestyle und Boutique-Hotel-Markt bilden. Die neu geschaffene Einheit bringt schon jetzt zwölf Marken mit 73 Hotels aus dem Segment zusammen. 110 Hotels sind in Planung. Dazu zählt auch 25hours. (Tageskarte berichtete)

Im November 2016 hatte Accor CEO Sébastien Bazin 30 Prozent von 25hours für fast 35 Millionen Euro gekauft. Ende Juni 2019 zog Accor dann die vertraglich vorgesehene Option von weiteren 20 Prozent, und sollte dafür 22 Millionen Euro überweisen. Gleicher Vertrag sieh vor, dass Accor bis Ende 2023 das Unternehmen sogar komplett übernehmen können. Scheinbar wir diese Option jetzt realisiert. Beim Bundeskartellamt läuft seit dem 20.11.2020 ein Fusionskontrollverfahren

25hours betreibt derzeit 13 Hotels im deutschsprachigen Raum und in Paris. Weitere Hotels folgen in Florenz (173 Zimmer) und Dubai (435 Zimmer) sowie 2021 in Kopenhagen (243 Zimmer). Dubai ist das erste Projekt aus der strategischen Partnerschaft, 25hours CEO Christoph Hoffmann sagte im Januar der AHGZ: „Dubai ist das Blueprint für das gemeinsame Wachstum.“
25hours wurde 2005 von Kai Hollmann, Christoph Hoffmann, Ardi Goldmann und Stephan Gerhard gegründet. Ende 2016 hatte Hoffmann die strategische Allianz mit dem Wunsch nach einer weltweiten Expansion begründet. „Mit der Partnerschaft zünden wir die zweite Stufe der Rakete. Wir sind über zehn Jahre mit liebgewonnenen Wegbegleitern im deutschsprachigen Markt gewachsen und haben nun zusätzlich mit einem global agierenden Partner die Chance, weltweit zu expandieren.“ Bazin erklärte den Vertrag damals als strategischen Schritt, um das Unternehmen als Marktführer in der Lifestyle-Hotellerie zu positionieren: „Mit dieser Partnerschaft investiert Accorhotels weiter in eines der am schnellsten wachsenden Segmente der Branche und erweitert damit sein Angebot im gehobenen Bereich.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.

Die Numa Group übernimmt den Anbieter Lisbon Serviced Apartments und erweitert damit das Portfolio in Lissabon um 19 Objekte. Die Integration in die eigene Technologieplattform soll nun die betriebliche Effizienz der Unterkünfte steigern.

Relais & Châteaux erweitert das eigene Portfolio um zehn neue Mitglieder. Die Neuzugänge erstrecken sich über mehrere Kontinente und umfassen Standorte in Frankreich, England, Italien, der Schweiz, Portugal, Japan, Mexiko sowie den Vereinigten Staaten.

Die Hotelgruppe Meininger Hotels erweitert ihr Portfolio um einen ersten Standort in Schottland. Am 5. August eröffnet das Unternehmen das Meininger Hotel Edinburgh Haymarket. Das Haus im West End ist das 38. Hotel im Portfolio.