Accor meldet 1,31 Milliarden Euro Umsatz im ersten Quartal

| Hotellerie Hotellerie

Accor hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,313 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht laut Mitteilung einem Anstieg um 2,3 Prozent bei konstanten Wechselkursen gegenüber dem Vorjahresquartal. Der RevPAR legte nach Angaben des Unternehmens um 5,1 Prozent zu. Das Geschäft habe sich in einem durch den Konflikt im Nahen Osten belasteten Umfeld entwickelt.

Accor verweist auf Belastungen durch Nahost-Konflikt

Accor teilte mit, dass das Hotelgeschäft in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 solide verlaufen sei. Der Ende Februar begonnene Konflikt im Nahen Osten habe das makroökonomische und geopolitische Umfeld seitdem deutlich beeinträchtigt. Besonders betroffen sei nach Unternehmensangaben das Geschäft im Nahen Osten, vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In anderen Regionen halte die Nachfrage an.

Sébastien Bazin, Chairman und Chief Executive Officer von Accor, erklärte laut Mitteilung: „In the first quarter of 2026, the Group once again posted steady growth, as the strong momentum from the start of the year more than offset the effects of the conflict in the Middle East. On the ground, our teams are fully committed to adapting our operations to the needs of our property owners and customers. The Group has also implemented measures to protect results, enabling us to minimize the impact of the situation on our performance, prepare for the rebound, and capture growth in regions temporarily benefiting from increased demand, such as Europe and Southeast Asia. Our diversified geographic footprint, the quality of our brand portfolio, and our ability to adapt thus allow us to be confident in our ability to once again deliver improved performance in 2026.“

Hotelnetz wächst um 48 Häuser und 6.700 Zimmer

Im ersten Quartal eröffnete Accor nach eigenen Angaben 48 Hotels mit mehr als 6.700 Zimmern. Das Nettoeinheitenwachstum lag über die vergangenen zwölf Monate bei 3,8 Prozent. Ende März 2026 umfasste das Netzwerk laut Mitteilung 879.676 Zimmer in 5.815 Hotels. Die Entwicklungspipeline belief sich auf 260.000 Zimmer in 1.545 Hotels.

Die Sparte Premium, Midscale & Economy verzeichnete laut Accor einen RevPAR-Anstieg um 4,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. In Europa und Nordafrika lag das Plus bei 2,7 Prozent. In Deutschland kehrte der RevPAR nach Unternehmensangaben leicht ins Minus zurück; die Aktivität bleibe stark von Veranstaltungen und Messen abhängig.

Umsatzentwicklung fällt je nach Sparte unterschiedlich aus

Die Sparte Premium, Midscale & Economy erzielte laut Accor 663 Millionen Euro Umsatz, ein Plus von 4,6 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Der Umsatz aus Management und Franchise lag bei 201 Millionen Euro und stieg um 4,3 Prozent.

Die Sparte Luxury & Lifestyle kam auf 341 Millionen Euro Umsatz. Das entspricht nach Unternehmensangaben einem Rückgang um 0,7 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Verkäufe belasteten das Wachstum laut Accor mit 6,2 Prozent. Der Umsatz aus Management und Franchise stieg in dieser Sparte um 15,2 Prozent auf 131 Millionen Euro.

Die erstatteten Kosten, die Accor als weiterbelastete Kosten im Auftrag von Hoteleigentümern beschreibt, beliefen sich auf 328 Millionen Euro. Das entspricht laut Mitteilung einem Anstieg um 0,5 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

Accor nennt Aktienrückkauf und Beteiligungsverkäufe

Accor hatte nach eigenen Angaben am 19. Februar 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über 450 Millionen Euro für das Jahr 2026 angekündigt. Am 2. April startete laut Mitteilung die erste Tranche über 225 Millionen Euro.

Am 6. Februar verkaufte Accor einen Teil seiner Beteiligung an Silenseas an eine Schweizer Investmentgesellschaft. Die Transaktion brachte laut Unternehmen 66 Millionen Euro an Zahlungsmitteln ein. Zudem teilten Accor und Blackstone mit, dass sie am 1. April eine Absichtserklärung zum Verkauf der 30,56-Prozent-Beteiligung von Accor an Essendi, früher AccorInvest, unterzeichnet haben.

Nach Veröffentlichung eines Berichts vom 19. März zu Menschenrechtspraktiken erklärte Accor laut Mitteilung, die Gruppe weise eine Beteiligung an der behaupteten systematischen Ausbeutung durch Menschen- oder Kinderhandel entschieden zurück. Accor führe eine interne Untersuchung durch und habe eine externe Firma mit der Prüfung der genannten Sachverhalte beauftragt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der gemeinnützige Verein a&o educare unterstützt finanziell benachteiligte Familien bei den Kosten für Klassenfahrten. Über das spendenbasierte Hilfsprojekt „Alle kommen mit“ sollen Kinder unabhängig von staatlichen Fördermitteln an Schulfahrten teilnehmen können.

Premier Inn nimmt mit dem Premier Inn Halle (Saale) City Centre sein 75. Hotel in Deutschland und das erste im Bundesland Sachsen-Anhalt in Betrieb. Das Haus verfügt über 113 Zimmer.

Apartment-Anbieter Stayery expandiert erstmals in die Schweiz und baut in Basel ein ehemaliges Bürogebäude zu einem Haus für Kurz- und Langzeitaufenthalte um. Die Fertigstellung des Projekts an der Hochstrasse ist für das Jahr 2027 geplant.

B&B Hotels hat erstmals seit zehn Jahren wieder einen Hotelneubau selbst als Investor und Bauherr entwickelt. Das B&B Hotel Memmingen wurde nun an HPG Capital verkauft und von der Hotelgruppe langfristig zurückgemietet.

Im November 2024 schloss der Europäische Hof Hamburg für angekündigte Renovierungsarbeiten. Fast zwei Jahre später ist das Hotel noch immer geschlossen. Nun bringt ein Hamburger SPD-Politiker auch rechtliche Schritte der Stadt ins Gespräch.

Die Beherbergungsbetriebe in Nordrhein-Westfalen haben im Juni 2026 mehr Gäste und Übernachtungen gezählt. Besonders deutlich legten die Ankünfte und Übernachtungen ausländischer Gäste zu.

Nordrhein-Westfalens Hotelbranche ist im Aufwind. Die Anzahl der Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungen stieg im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 26,9 Millionen und damit so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr.

Nach dem verheerenden Großbrand von 2021 ist der Badische Hof in Baden-Baden zurück. Aroundtown hat das Traditionshotel wiederaufgebaut, Leonardo Hotels übernimmt den Betrieb – mit einem Pachtvertrag über 20 Jahre.

Meininger Hotels plant für das zweite Quartal 2029 die Eröffnung eines zweiten Standorts am Kölner Barbarossaplatz. Durch die Umnutzung eines Bürogebäudes entstehen 305 Zimmer und rund 1.100 Betten für unterschiedliche Gästegruppen.

Hyatt und Coporgest haben Verträge für das neue Park Hyatt Comporta unterzeichnet, das 2029 in Portugal eröffnen soll. Die Anlage umfasst 58 Zimmer, mehrere Villen und Serviced Residenzen nahe Lissabon.