Accor meldet RevPAR-Wachstum im September in Deutschland

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Beim Hotelkonzern Accor ist die Nachfrage in Deutschland im Sommer 2026 wieder ins Plus gedreht. Im September habe der Umsatz je verfügbarem Zimmer (RevPAR) ein hohes einstelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat erreicht, teilte das Unternehmen am 22. Oktober mit. Unterstützt worden sei die Entwicklung durch den Veranstaltungskalender. Die Angaben beziehen sich auf die Sparte Premium, Midscale and Economy.

Deutschland stehe für elf Prozent des Zimmerumsatzes der Region Europa und Nordafrika innerhalb dieser Sparte. Für die gesamte Region bezifferte Accor den RevPAR-Anstieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,5 Prozent. Das Wachstum sei hauptsächlich auf höhere Preise zurückzuführen.

Deutschland kehrt im Sommer zu einer positiven Nachfrageentwicklung zurück

Während Accor für Deutschland auf die wieder positive Nachfrage und das Septembergeschäft verweist, beschreibt der Konzern für Frankreich einen leicht gestiegenen RevPAR im Sommer. Im September hätten dort Veranstaltungen für zusätzlichen Zuwachs gesorgt. Auf Frankreich entfielen 43 Prozent des regionalen Zimmerumsatzes.

Großbritannien trage zwölf Prozent zum Zimmerumsatz der Region bei. Dort habe sich das Geschäft seit Jahresbeginn widerstandsfähig gezeigt. Der RevPAR außerhalb Londons habe im dritten Quartal leicht über dem Wert der Hauptstadt gelegen.

Die Sparte Premium, Midscale and Economy habe ihren RevPAR weltweit im dritten Quartal um 3,2 Prozent gesteigert, überwiegend durch höhere Preise. Ihr Umsatz habe 767 Millionen Euro erreicht und damit währungsbereinigt um 2,1 Prozent über dem Vorjahresquartal gelegen.

Accor hebt die Untergrenze seiner Ergebnisprognose für 2026 an

Konzernweit meldete Accor für das dritte Quartal einen RevPAR-Anstieg von 4,9 Prozent. Der Umsatz habe 1,503 Milliarden Euro betragen, währungsbereinigt ein Plus von 7,7 Prozent.

Für das Gesamtjahr erwarte Accor nun ein wiederkehrendes EBITDA von 1,270 bis 1,285 Milliarden Euro. Bislang hatte die Prognose bei 1,260 bis 1,285 Milliarden Euro gelegen. Konzernchef Sébastien Bazin verwies auf das Wachstum der Sparte Luxury & Lifestyle und einen günstigen Veranstaltungskalender in mehreren Märkten. Zusammen mit der Kostenkontrolle habe dies die Anhebung ermöglicht.

Beim RevPAR rechne Accor für 2026 mit einem Wachstum am oberen Ende der Spanne von zwei bis 2,5 Prozent. Diese Erwartung setze voraus, dass sich das Geschäft in den Vereinigten Arabischen Emiraten im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal nicht verschlechtere. Der EBITDA-Prognose liege ein erwarteter negativer Wechselkurseffekt von zehn Millionen Euro zugrunde.

Accor steigert den RevPAR in der Sparte Luxury & Lifestyle

Die Sparte Luxury & Lifestyle habe ihren RevPAR im dritten Quartal um 8,3 Prozent erhöht, getragen von höheren durchschnittlichen Zimmerpreisen. Ohne den Nahen Osten habe der Zuwachs 11,3 Prozent betragen. Der Umsatz der Sparte sei währungsbereinigt um 11,6 Prozent auf 404 Millionen Euro gestiegen.

In der Sparte Premium, Midscale and Economy habe der RevPAR in den Vereinigten Arabischen Emiraten trotz einer Verbesserung gegenüber dem Vorquartal weiterhin rund 20 Prozent unter dem Vorjahresquartal gelegen. Für China meldete Accor eine weiterhin negative RevPAR-Entwicklung. In der Region Amerika habe der RevPAR dagegen um 6,5 Prozent zugelegt.

Accor eröffnet im dritten Quartal weitere 63 Hotels weltweit

Im dritten Quartal habe Accor 63 Hotels mit knapp 9.000 Zimmern eröffnet. Über zwölf Monate habe das Nettowachstum drei Prozent betragen. Ende September umfasste das Portfolio nach Konzernangaben 5.857 Hotels mit 885.219 Zimmern. Weitere 1.628 Hotels mit mehr als 273.000 Zimmern befänden sich in der Entwicklung.

Für das Gesamtjahr erwarte Accor ein Wachstum des Hotelnetzes zwischen drei und 3,5 Prozent. Zuvor hatte der Konzern rund 3,5 Prozent in Aussicht gestellt.

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