Accor mit 391 Millionen Euro Verlust in 2020

| Hotellerie Hotellerie

Europas größte Hotelgruppe Accor, mit Marken wie Raffles, Novotel oder Ibis hat im Corona-Jahr 2020 einen Verlust von 391 Millionen Euro (Ebitda) eingefahren. Ein Jahr zuvor lag der Gewinn noch bei 825 Millionen.

Accor verzeichnete einen Jahresfehlbetrag von fast zwei Milliarden Euro. Der konsolidierte Umsatz lag mit 1,6 Milliarden Euro um 60 Prozent unter dem Umsatz des Jahres 2019.

Im dritten Quartal, nach dem Tiefpunkt im zweiten Quartal (RevPAR minus 88,2 Prozent in Q2), zeigte in allen Regionen Anzeichen einer Erholung. Die neuen Restriktionen, die von den europäischen Regierungen als Reaktion auf das Wiederaufflammen der Epidemie im letzten Quartal eingeführt wurden, stoppten die Sommererholung. Der konsolidierte RevPAR sank im 4. Quartal um 66,2 Prozent und der RevPAR in Europa um 73,1 Prozent, während sich in anderen Regionen die allmähliche Erholung fortsetzte.

Im Jahr 2020 eröffnete Accor 205 Hotels mit insgesamt 28.942 Zimmern. Dies bestätigt die Marken-Attraktivität der Gruppe für die Hoteleigentümer. Zum Jahresende 2020 verfügte das Unternehmen über ein Portfolio von 753.344 Zimmer (5.139 Hotels) und eine Pipeline von 212.000 Zimmer (1.209 Hotels), davon 73 % in Wachstumsmärkten.

Zum 31. Dezember 2020 waren 82 Prozent der Hotels der Gruppe geöffnet, d. h. mehr als 4.000 Einheiten.

 

Hoffnung auf Besserung machen dem französischen Unternehmen mit mehr als 5.000 Hotels in rund 110 Ländern die Erholung in Asien und dem Nahen Osten sowie Einsparungen in Höhe von 200 Mio. Euro.

Sébastien Bazin, Chef des Hotelkonzerns Accor, sagt: „Im Jahr 2020 hat die Hotelbranche eine beispiellose Krise gemeistert. Als Reaktion auf die Pandemie unternahmen Accor, seine Mitarbeiter und Eigentümer außergewöhnliche Anstrengungen auf der ganzen Welt, um die am stärksten Betroffenen zu unterstützen und ihre Werte Großzügigkeit, Gastfreundschaft und Teilen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig hat die Gruppe schnell und diszipliniert Maßnahmen zum Schutz ihrer Finanzen eingeleitet. Die Maßnahmen haben sich in der zweiten Jahreshälfte ausgezahlt und dazu beigetragen, die Auswirkungen der Gesundheitskrise zu begrenzen. Die Gruppe setzte auch die Einführung groß angelegter Initiativen fort, um für die wirtschaftliche Erholung vorzusorgen und ihre Führungsposition im Bereich Lifestyle zu festigen: die Einführung einer neuen, schlanken und agilen Organisation, die Fusion mit Ennismore durch die Schaffung einer eigenen Einheit, die 12 einzigartige Hotelmarken umfasst, und die Unterzeichnung einer strategischen Partnerschaft mit der Marke Faena.

Im Jahr 2021, während der Impfstoff für eine allmähliche Erholung des Tourismus sorgt - hauptsächlich angetrieben durch Freizeitgäste - ist Accor ideal positioniert, um von der Erholung zu profitieren und seine Roadmap voranzutreiben.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.