Accor plant erstes Hotel der Marke Orient Express in Rom

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotelkonzern Accor plant in Rom das erste Hotel ihrer neuen Marke Orient Express. Dafür soll das Grand Hotel de la Minerve in der historischen Altstadt in den nächsten 20 Monaten aufwendig renoviert werden und unter dem Namen Orient Express Hotel neu eröffnen. Das Interieur und das Design der Räumlichkeiten sollen dann an den legendären Luxuszug erinnern. Die Eröffnung ist für 2023 geplant. 

An der Piazza de la Minerva gelegen, direkt neben der Kirche Santa Maria sopra Minerva, der einzigen Kirche im gotischen Stil in Rom und Heimat von Michaelangelos Christus, wird sich das Haus ansiedeln. Orient Express wählte den antiken Palazzo Fonseca aus dem 17. Jahrhundert als erstes Hotel aus. Das Hotel wurde 1620 im Auftrag einer reichen aristokratischen Familie aus dem Königreich Portugal erbaut, die sich im 15. Jahrhundert in Rom etablierte. Im frühen 19. Jahrhundert eröffnete es dann als Hotel, bevor es 1832 den Namen "Grand Hotel de la Minerva" erhielt.

Hinter der Fassade aus dem 17. Jahrhundert befindet sich eine Lobby, die mit römischen Säulen und Skulpturen von Rinaldo Rinaldi versehen ist, sowie eine Panoramaterrasse, die einen Ausblick auf die Kuppel des Pantheons sowie Sant'Ivo und das Dach des Quirinal freigibt. Seit zwei Jahrhunderten empfängt das historische Haus Kunstliebhaber, Sammler, Kirchenmänner und Intellektuelle wie beispielsweise den Schriftsteller, Abenteurer und Globetrotter Herman Melville.

Neben dem neuen Hotel in der italienischen Hauptstadt soll das Portfolio bis 2030 insgesamt zehn Häuser umfassen. Accor besitzt seit 2017 50 Prozent der Anteile am Aktienkapital von Orient Express. Jetzt soll das erste Hotel im Grand Hotel de la Minerve entstehen, das in einem traditionellen römischen Palast aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist. In unmittelbarer Umgebung zur Spanischen Treppe und Trevibrunnen. Einzelheiten über die neue Ausstattung sind noch nicht bekannt. Es soll jedoch ein luxuriöses Fünf-Sterne-Haus werden und über einen Orient Express Spa by Guerlain verfügen.

„Es ist eine große Freude und ein Privileg, an einem so ikonischen und geschichtsträchtigen Hotel wie dem Hotel de la Minerve zu arbeiten, und die Ehre wird durch die Beteiligung von Orient Express, einer der bekanntesten und renommiertesten Luxusmarken der Welt, noch größer. Das Minerve ist nicht nur ein Hotel, sondern ein Eckpfeiler der italienischen Gastfreundschaft. Seine Geschichte fortzuführen ist eine Mission, die wir gemeinsam mit der gesamten Gemeinschaft verfolgen wollen“, sagte Paolo Barletta, CEO des Immobilieninvestors Arsenale Spa.

Neben dem Orient Express Hotel in Rom plant Accor auch schon die Eröffnung vier weitere Häuser derselben Marke. Diese sollen in London, Paris, Mailand und Florenz entstehen. Bis 2030 soll das Portfolio insgesamt zehn Hotels umfassen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.