Accor will in den nächsten fünf Jahren 1.200 Hotels eröffnen 

| Hotellerie Hotellerie

Der französische Hotelriese Accor will weiter wachsen: Das Unternehmen plant laut Reuters, in den nächsten fünf Jahren mehr als 1.200 Hotels zu eröffnen und damit die Zahl seiner Häuser um mehr als ein Fünftel zu erhöhen. Europas größte Hotelgruppe gab außerdem bekannt, bis zum Jahr 2027 rund drei Milliarden Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückzugeben.

Das Gastgewerbe hat von höheren Preisen und einer Erholung der Reisenachfrage im Zuge der Pandemie profitiert. So prognostiziert Accor, dass der Umsatz pro Zimmer (RevPAR) im Jahr 2023 aufgrund der im Januar umgesetzten Reorganisationspläne um 15 bis 20 Prozent steigen wird. Die Gewinnerwartung vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt bei 920 bis 960 Millionen Euro.

Im ersten Quartal 2019 lag bei Accor der durchschnittliche Preis eines Zimmers bei 89 Euro pro Nacht. Nach der Neuorganisation lag der Durchschnittspreis bei 106 Euro, was einer Steigerung von rund 19 Prozent entspricht. Das Unternehmen warnte jedoch vor einem Vergleich dieser beiden Zahlen. Vorstandsvorsitzender Sébastien Bazin führte das Wachstum auf die Bestätigung einer sehr breiten internationalen Nachfrage in verschiedenen Ländern zurück und sagte, er erwarte eine steigende Nachfrage in fast allen Segmenten und Regionen der Gruppe.

Diese Nachfrage spiegelte „die Reiselust, das Wachstum der Mittelschicht, insbesondere in Asien, und den Appetit der jüngeren Generationen auf Erlebnisse“ wider, so das Unternehmen gegenüber Reuters.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Joint Venture aus Reiß & Co. Gruppe und PEG Hamburg hat mit dem Bau eines neuen Premier Inn Hotels mit 296 Zimmern in der Hamburger Adenauerallee begonnen. Es wird bereits das achte Haus der Hotelmarke in der Hansestadt.

Die Lerch Genusswelten haben den Betrieb des Bayerischen Hofs und des Hotels Reutemann-Seegarten in Lindau übernommen. Alle bisherigen Mitarbeiter sollen in den Häusern bleiben, für den Wellnessbereich kündigt das Familienunternehmen Investitionen an.

Ein Geschäftsmann soll Gelder für Irans Machtapparat verschoben haben. Konten eines Hotel-Betreibers bei Frankfurt wurden eingefroren. Laut OVG können sie nicht vorzeitig freigegeben werden.

Die Honestis-Gruppe hat mit der DHO Deutsche Hotel Operations GmbH einen neuen White-Label-Betreiber für die D-A-CH-Region gegründet. Geschäftsführer und Mitgesellschafter ist Björn Weidner, erstes Hotel ist das Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmannpark.

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.

Airbnb testet bei ausgewählten Gastgebern „Direct Booking Links“ mit reduzierten Servicegebühren. PhocusWire berichtet von sechs beziehungsweise zehn statt 15,5 Prozent, wenn eine Buchung über einen vom Gastgeber verbreiteten Link zustande kommt.

Die Odyssey Hotel Group hat einen Betreibervertrag für das Mövenpick Hotel Münster mit 224 Zimmern und Suiten abgeschlossen. Das zuvor von Revo Hospitality betriebene Haus soll umfassend renoviert werden.

Ein Gast bewertet eine Unterkunft auf Booking.com mit einem von zehn Punkten, obwohl er dort nicht übernachtet hat. Das Landesgericht Bozen ordnete die Löschung der Rezension an und setzte für Verzögerungen eine Zahlung von 50 Euro pro Tag fest.