Achat Hotels nach Schrumpfkur: Portfolio auf 32 Standorte reduziert

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Die Hotelgruppe Achat Hotels hat ihren im Jahr 2025 eingeleiteten Sanierungsprozess abgeschlossen und startet mit einer deutlich verringerten Standortanzahl in das Geschäftsjahr 2026. Nach einem Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung wurde das Unternehmen restrukturiert und die Anzahl der Betriebe signifikant gesenkt.

Signifikante Reduzierung der Hotelanzahl und Zimmerkapazitäten

Im Zentrum der Neuausrichtung stand eine umfassende Analyse des gesamten Portfolios. Dieser Prozess führte dazu, dass die Gruppe von ehemals 50 Hotels auf nunmehr 32 Standorte verkleinert wurde. Damit einher geht ein Rückgang der Kapazitäten von ursprünglich 5.900 Zimmern auf aktuell 4.100 Zimmer und Apartments.

Philipp von Bodman, Geschäftsführer der Achat Hotels, bezeichnete die Maßnahmen als unumgänglich: „Es war ein harter, jedoch auch ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen wieder wirtschaftlich in die Zukunft zu steuern und am Markt zu positionieren.“ Laut Unternehmensangaben konnten für 17 der 18 abgegebenen Häuser neue Betreiber gefunden werden, wodurch Arbeitsplätze außerhalb der Gruppe erhalten blieben.

Effizienzsteigerung durch Digitalisierung und Prozessoptimierung

Um die Wirtschaftlichkeit nach der Schrumpfkur zu sichern, hat die Geschäftsführung die operativen Strukturen und Systeme grundlegend verändert. Ein zentraler Punkt ist die Steigerung des Digitalisierungsgrades. In allen verbliebenen Hotels wurde eine auf künstlicher Intelligenz basierende Telefonlösung eingeführt, die automatisierte Anfragen bearbeitet und das Personal entlasten soll.

„Wir haben uns intensiv die Frage gestellt, wie wir die Wirtschaftlichkeit eines verkleinerten Unternehmens darstellen können, das profitabel in die Zukunft sehen kann“, erläutert Geschäftsführer André Hintzen. Durch die Konzentration der Systeme sollen neue Handlungsspielräume für das Unternehmen entstehen.

Fokus auf Kernzielgruppen und organisches Wachstum

Trotz der Verkleinerung sieht die Geschäftsführung das Unternehmen für das Jahr 2026 stabil aufgestellt. Die Liquidität sei durch die abgeschlossene Durchfinanzierung gesichert. Strategisch konzentriert sich Achat Hotels künftig verstärkt auf die Zielgruppen Business-, Tagungs- und Messegäste. Zudem soll das Angebot im Bereich der Langzeitmiete (Longstay) in den Apartments der Gruppe ausgebaut werden.

Für die weitere Entwicklung setzt das Unternehmen auf ein organisches Wachstum. Priorität habe zunächst die Optimierung des bestehenden Portfolios, bevor weitere passende Hotelobjekte am Markt angeschlossen werden sollen. „Der Markt ist sehr in Bewegung und wir werden genau beobachten, welche Entwicklungen und welche Möglichkeiten sich daraus für uns ergeben“, so von Bodman. Die operativen Zahlen entwickelten sich laut Geschäftsführung zum Jahresstart über den ursprünglichen Planungen.


 

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