Adagio meldet Rekordumsatz für 2025

| Hotellerie Hotellerie

Der Aparthotel-Betreiber Adagio hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Rekordumsatz von 339 Millionen Euro abgeschlossen. Dies entspricht einer Steigerung von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei Franchise-Betriebe in dieser Summe nicht enthalten sind. Die Auslastungsquote der europaweit 130 Standorte stieg um drei Punkte auf 81 Prozent. Insgesamt beherbergte das Unternehmen, das als Gemeinschaftsunternehmen von Accor und Pierre & Vacances Center Parcs geführt wird, rund 1,6 Millionen Gäste.

Stabiles Wachstum durch unterschiedliche Gästesegmente

Die Ergebnisse des Unternehmens stützen sich auf eine Verteilung zwischen Geschäftsreisenden und Privatgästen. Während 55 Prozent der Übernachtungen auf den Freizeitbereich entfielen, machten geschäftliche Aufenthalte 45 Prozent aus. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich bei der Aufenthaltsdauer: Geschäftskunden blieben im Schnitt 5,2 Nächte, während Privatgäste das Angebot für durchschnittlich 2,8 Nächte nutzten. Zudem konnte der Anbieter den Anteil der Direktbuchungen über eigene Kanäle auf 50 Prozent steigern.

Expansion und strategische Partnerschaften auf dem europäischen Markt

Im Jahr 2025 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio durch Neueröffnungen in London, Stuttgart und Bordeaux. Ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie war der Abschluss einer Partnerschaft mit der Sergic-Gruppe. Diese Kooperation umfasst die Übernahme von neun Standorten mit insgesamt 1.152 Zimmern, die künftig unter der Marke Adagio Access sowie in Kombination mit anderen Marken betrieben werden. Das gesamte Netzwerk verteilt sich aktuell auf die Linien Adagio Original mit einem Anteil von 58 Prozent, Adagio Access mit 39 Prozent und die im Ausland positionierte Linie Adagio Premium mit 3 Prozent.

Nachhaltigkeitszertifikate und operative Schwerpunkte

Im Bereich der unternehmerischen Verantwortung setzte der Konzern auf Zertifizierungsprozesse. Anfang 2026 verfügten 78 Aparthotels über das Label Grüner Schlüssel. Zusätzlich sind 20 Standorte mit dem Prädikat Accueil Vélo für Fahrradfreundlichkeit ausgezeichnet. Zur Steigerung der Kundenzufriedenheit, die laut Unternehmensangaben bei einem Net Promoter Score von 52,1 liegt, wurden im abgelaufenen Jahr zudem acht Standorte modernisiert. Für das laufende Jahr 2026 sind bereits acht weitere Eröffnungen geplant, unter anderem in französischen Städten wie Aix-en-Provence und Grenoble.

Unternehmensführung zieht Bilanz

Der Vorstandsvorsitzende sieht die Entwicklung des Modells bestätigt. Xavier Desaulles, CEO von Adagio, kommentiert die Lage wie folgt: „Das Jahr 2025 bestätigt die Solidität und Widerstandsfähigkeit unseres Modells. Nach einem außergewöhnlichen Jahr 2024 konnten wir unseren Wachstumskurs fortsetzen und gleichzeitig die Qualität der Kundenerfahrung weiter verbessern“. Ziel bleibe es, die Marke durch operative Exzellenz als Maßstab für Aparthotels in Europa zu festigen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.