Alles digital im Princess: Zu Gast in Deutschlands erstem Bitcoin-Hotel

| Hotellerie Hotellerie

In Plochingen in der Nähe von Stuttgart steht Deutschlands erstes Bitcoin-Hotel. Im Hotel Princess können Gäste nicht nur mit der digitalen Währung bezahlen. An einem eigenen Automaten können sie ihre Euros sogar in Bitcoin (BTC) umtauschen. Auch der restliche Hotelbetrieb läuft fast ausschließlich digital ab.

Betreiber des Automaten ist Kurant. Das österreichische Unternehmen ist mit rund 200 ATMs unter ihren Fittichen europäischer Marktführer. Allein in Österreich betreibt Kurant über 120 Automaten. Die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen in Deutschland wird durch die SutorBank aus Hamburg sichergestellt.

Hoteldirektor Marc Guilliard setzt auch auf weitere smarte Technologien wie einem mobilen Check-in und -out. Außerdem können die Gäste ihre Smartphones als Zimmerschlüssel nutzen. Das Highlight bleibt aber wohl die offensichtliche Begeisterung der Hotelier-Familie Guilliard für den Bitcoin.

Nicht nur die Einrichtung und Dekoration ist an die Kryptowährung angelehnt.In der hauseigenen „Satoshi Bar“ – benannt nach dem Bitcoingründer Satoshi Nakamoto – einen Cappuccino mit BTC-Logo, der per Handy-Wallet und QR-Code direkt mit der digitalen Währung bezahlt werden kann.

Kein Wunder, dass sich das Hotel in der Kryptoszene bereits einen Namen gemacht hat. Zur Einweihung des neuen Bitcoin-Automaten veranstaltete das Hotel im Mai die Konferenz „Bitcoin im Ländle“. Erwartet wurden über 100 Teilnehmer. „Das war die größte Bitcoin-Konferenz in Süddeutschland“, so Guilliard. 

 Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die alternative Kryptowährungen und sogar NFTs akzeptieren, setzt man im Hotel Princess allerdings lediglich auf Bitcoin. „Bitcoin nicht Krypto … wir sind Bitcoin only, da es die einzige Technologie ist, von der wir fundamental überzeugt sind“, so Marc Guillard.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.