Anuga lässt in Kölner Hotels Kassen klingeln

| Hotellerie Hotellerie

Die Kölner Hotellerie verzeichnete im Oktober 2025 die höchsten jemals gemessenen Kennzahlen für die durchschnittliche Tagesrate und den Umsatz pro verfügbarem Zimmer. Dies geht aus vorläufigen Daten von CoStar hervor. Die Belebung des Marktes wurde demnach maßgeblich durch die stattfindende Anuga beeinflusst.

Deutliche Steigerungen im Jahresvergleich

Die Daten für Oktober 2025 zeigen im Vergleich zum Vorjahr signifikante Zuwächse in allen Hauptkategorien. Die Belegungsrate lag bei 80,8 Prozent, was einem Anstieg von 11,7 Prozent entspricht. Die durchschnittliche Tagesrate erreichte 189,43 Euro, eine Steigerung um 55,6 Prozent. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer betrug 153,06 Euro, ein Zuwachs von 73,9 Prozent. Die monatliche Belegungsrate erreichte im Oktober 2025 zudem den höchsten Stand seit November 2019.

Messen als Treiber der Spitzentage

Die höchsten Tageswerte fielen mit der Anuga zusammen. Am Montag, den 6. Oktober, erreichte die tägliche Belegungsrate mit 98,5 Prozent ihren Spitzenwert. Am selben Tag lag der RevPAR bei 469,33 Euro. Die ADR erreichte am Sonntag, den 5. Oktober, mit 484,12 Euro ihren Höchststand.

Sowohl die ADR-Spitze vom 5. Oktober als auch die RevPAR-Spitze vom 6. Oktober stellen Allzeit-Rekorde für den Kölner Hotelmarkt dar. Die Belegungsrate vom 6. Oktober war die höchste an einem einzelnen Tag in diesem Markt seit Oktober 2015.

Der Sonntag, der 5. Oktober, verzeichnete die zweithöchste monatliche Belegungsrate und lag gleichauf mit Mittwoch, dem 29. Oktober. An diesem Tag fielen der letzte Tag der idd Cologne und der zweite Tag des IAKS Kongresses zusammen.

Über den gesamten Berichtsmonat hinweg lag die Belegungsrate des Kölner Hotelmarktes lediglich an sechs Tagen unter der 70-Prozent-Marke.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter auf dem österreichischen Markt und übernimmt das bisherige Amedia Hotel Wels. Das Haus am Welser Stadtplatz, das vielen noch unter dem Namen Kremsmünsterer Hof bekannt ist, war zuvor Teil der Amedia Hotel GmbH. Diese gehört zur Revo Hotelgruppe und befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Ein 20-jähriger Hacker hat das Online-Bezahlsystem von Reiseportalen ausgetrickst und Luxus-Suiten für nur einen Cent gemietet. Die Flucht in den Luxus endete für den jungen Spanier schließlich im Madrider Hotel Ritz – auch wegen seiner eigenen Mitteilsamkeit in den sozialen Medien.

Die Revitalisierung des traditionsreichen Dom-Hotels in Köln nimmt weiterhin mehr Zeit in Anspruch als zuletzt geplant. Inzwischen wird die baubehördliche Abnahme des Objekts am Roncalliplatz erst im zweiten Quartal 2026 erwartet. Ursprünglich war eine Eröffnung für Ende 2023 anvisiert worden war.

Das Seehotel Niedernberg reagiert auf wachsende Gästezahlen und eröffnet in der renovierten Orangerie ein zweites Restaurant. Mit Fokus auf Menü-Gäste und verbesserter Akustik schafft das Haus zusätzliche Kapazitäten und mehr Flexibilität für den operativen Betrieb.

Airbnb richtet seine Wachstumsstrategie verstärkt auf die klassische Hotellerie aus. Wie das Unternehmen bekanntgab, soll die stärkere Integration von Boutique- und Individualhotels den adressierbaren Markt signifikant vergrößern.

Das Amtsgericht Charlottenburg hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Amedia Hotel GmbH angeordnet und Lucas Flöther zum Verwalter bestellt. Geschäftsführer der Gesellschaft mit Geschäftsanschrift in Österreich, ist Robert Kennedy, der zudem als Managing Director Strategy der Revo Hospitality Group tätig ist.

Die Radisson Hotel Group erweitert ihre Präsenz in der österreichischen Hauptstadt. Gemeinsam mit der Odyssey Hotel Group wurde der Vertrag für das Radisson RED Vienna Danube Riverside unterzeichnet. Das Neubauprojekt soll im Jahr 2029 eröffnen und ist das zweite Haus dieser Marke in Wien.

Das geplante Wellness-Resort in der Metelener Heide rückt näher an die Umsetzung. Laut Architekt Lukas Jocks befindet sich das 80-Betten-Projekt des Investors Johannes Nergiz auf einem guten Weg. Die Planungsphase soll im ersten Halbjahr abgeschlossen sein.

Das Fünf-Sterne-Hotel Interalpen in Telfs in Tirol hat auf Berichte über gravierende Missstände im Küchenbereich reagiert. Nach Veröffentlichungen des Magazins Dossier über den Umgang mit Auszubildenden hat die Geschäftsführung des Hauses auf dem Seefelder Hochplateau arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet.

IHG startet mit der Noted Collection eine neue Marke im Premium-Segment, die speziell auf die Konversion unabhängiger Individualhotels ausgerichtet ist. Es ist die 21. Marke im Portfolio und bereits die elfte Neuvorstellung des Konzerns in den vergangenen elf Jahren.