a&o Hostels sichert sich Refinanzierung über 874 Millionen Euro

| Hotellerie Hotellerie

Die Hostelkette a&o Hostels hat eine Refinanzierung über 874 Millionen Euro mit Fonds des Finanzinvestors Apollo abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, ersetzt das Darlehen eine bestehende Finanzierung ebenfalls von Apollo.

Refinanzierung basiert auf Portfolio von 44 Hostels in Europa

Die mehrjährige Finanzierung ist laut Mitteilung durch ein Portfolio von 44 Hostels in 32 europäischen Großstädten abgesichert. Dieses Portfolio bildet die Grundlage für das neue Darlehen, das die bisherige Kreditvereinbarung ablöst.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Finanzierung den nächsten Schritt in der Wachstumsstrategie ermöglichen. Geplant ist eine weitere Expansionsphase mit einem Volumen von 500 Millionen Euro in europäischen Kernmärkten.

Expansion knüpft an Programm nach Eigentümerwechsel 2023 an

Die aktuelle Maßnahme baut laut Mitteilung auf ein bereits gestartetes Expansionsprogramm auf. Dieses wurde nach der von StepStone Group und Proprium Capital Partners unterstützten Übernahme des Unternehmens durch das Management Ende 2023 initiiert.

In den vergangenen zwei Jahren hat a&o nach eigenen Angaben rund 11.500 zusätzliche Betten geschaffen, die sich entweder bereits im Betrieb befinden oder in Entwicklung beziehungsweise Renovierung sind. Damit liegt die Gesamtzahl der Betten im Unternehmen derzeit bei etwa 30.000.

Weitere Zukäufe in mehreren europäischen Städten geplant

Wie das Unternehmen mitteilt, wurden zuletzt Immobilien in Städten wie Manchester, London, Berlin, Brüssel, Antwerpen und Heidelberg erworben. Zudem wurde die Plattform Schulz Hotel integriert. Weitere Transaktionen in europäischen Metropolen würden derzeit verfolgt.

Der Markt für Hostels in Europa wird laut Mitteilung von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu zählen steigende Touristenzahlen, eine wachsende Zahl preisbewusster Reisender sowie technologische Entwicklungen. Für den Zeitraum von 2025 bis 2030 wird ein jährliches Wachstum von 5,8 Prozent prognostiziert.

Investoren verweisen auf Marktstruktur und Finanzierungsmöglichkeiten

Josh Cleveland von StepStone Real Estate erklärte laut Mitteilung: „Owners and the management team have built something exceptional at a&o, growing the platform at pace while maintaining real discipline. Apollo's commitment to extending this relationship on competitive terms is a strong endorsement of the strategy—and of the partner group delivering it.“

Philipp Westermann von Proprium Capital Partners sagte: „Despite its highly defensive characteristics and outperformance in recent years, underpinned by the attractive income profile, the hostels sector remains fragmented. This facility provides us with the firepower to capitalise on this opportunity and rapidly scale the platform, through both asset and corporate acquisitions, alongside a long-term financing partner with a shared conviction in the sector’s fundamentals.“

Auch Ben Eppley von Apollo äußerte sich laut Mitteilung: „This transaction, in a sector benefitting from attractive, compelling demographic and technological tailwinds, continues our track record in Europe of providing scaled financing alongside leading sponsors seeking holistic portfolio solutions.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Triforêt Alpin Resort in Hinterstoder soll am 9. Juli 2026 wieder öffnen. Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group übernimmt das Management des Resorts, während die Debatte über die öffentliche Förderung des Projekts, das vormals auch als Arcona-Hotel geplant war, anhält.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group expandiert mit einem langfristigen Managementvertrag für das Triforêt alpin.resort in Hinterstoder. Das Boutique-Resort mit 41 Apartments und 20 Chalets eröffnet im Juli 2026 unter der Marke Falkensteiner Residences.

Die Sommersaison 2026 im Alpenraum zeigt eine stabile Auslastung auf Vorjahresniveau, während die Umsätze primär durch gestiegene Zimmerpreise getrieben werden. Trotz höherer Raten stehen die Margen aufgrund steigender Kosten aber weiterhin unter Druck.

Das Bollants Spa im Park in Bad Sobernheim wird ab Juli 2026 als Adults-Only-Hotel geführt. Familien mit Kindern können weiterhin die separat betriebenen Lodges und das Landhaus nutzen.

Das historische Hotel Anker in Saalfeld wurde nach der Feststellung statischer Mängel vorübergehend gesperrt. Nach Angaben des Landratsamtes besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit, während weitere Untersuchungen laufen.

Eine Auswertung des Unternehmens Mineko zeigt eine hohe Fehlerquote bei geprüften Betriebskosten-Abrechnungen in der Hotellerie. Laut den Angaben des Anbieters waren 93 Prozent der untersuchten Abrechnungen fehlerhaft.

Am Münchner Flughafen hat das ibis Styles München Airport eröffnet. Das Hotel mit 358 Zimmern wird von Accor gemeinsam mit der FMG-Tochter Allresto betrieben.

Bob W plant zwölf neue Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit den Projekten erfolgt zugleich der Eintritt des Aparthotel-Anbieters in den österreichischen Markt.

Die Münchner Gastronomen Thomas und Natascha Manglkammer haben das Lartor-Resort in Unterammergau übernommen. Nach Angaben von Merkur.de sollen Hotel, Restaurant und Kunsthalle unter der neuen Führung gemeinsam weiterentwickelt werden.

Die Münchner Hospitality-Gruppe Alpami eröffnet Anfang Juni 2026 ihr erstes Stadthotel in der bayerischen Landeshauptstadt. Das neue Haus mit dem Namen Alpami Glockenbach verfügt über 16 Zimmer und befindet sich im Glockenbachviertel unweit der Isar, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht.