Apartments, Kita, Co-Living: Neworld plant Portfolio mit Volumen von zwei Milliarden Euro

| Hotellerie Hotellerie

Die Investmentgesellschaft neworld plant 2021 ihre Expansionsstrategie fortzusetzen. Die Gesellschaft wurde 2020 von CR Investment Management gegründet und ist bisher an den Betreiberkonzepten Stayery (Serviced Apartments), Kinderhut (Kindertagesstätten – Joint Venture) und The Base (Co-Living-Spaces) strategisch beteiligt (Tageskarte berichtete).

In den kommenden Jahren sind weitere Investments, beispielsweise in den Bereichen Bildung, Office-as-a-Service, Healthcare, Elderly Living und Urban Farming, geplant. Hierdurch soll ein Portfolio aus mehreren Beteiligungen und entsprechenden Immobilien im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro aufgebaut werden.

Alexander Lackner, Managing Partner von Neworld, sagt: „2021 werden wir unseren Wachstumskurs intensivieren. Wir planen für jede unserer Beteiligungen bis zu drei neue Standorte im laufenden Jahr ein. Auch in der Coronavirus-Pandemie haben sich unsere bestehenden Beteiligungen Stayery, KinderHut und The Base als resilient erwiesen. Segmente, die in der aktuellen Krise weniger gefragt sind, wie beispielsweise klassische Hotels oder Büroflächen, bieten durch Restrukturierung und Umnutzung für unsere Konzepte neue Opportunitäten.“ 

Neworld ist am Serviced Apartment-Betreiber Stayery beteiligt. Insgesamt steht ein Investmentvolumen von rund 250 bis 300 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Stayery-Häuser bereit. Neben den bestehenden Standorten in Berlin und in Bielefeld sowie den bereits in der Pipeline befindlichen Neueröffnungen in Köln und Frankfurt für 2021, hat Stayery die Eröffnung neuer Häuser in Mönchengladbach und Dresden für 2022 angekündigt.

Auch The Base gehört zum Portfolio. Die Co-Living-Spaces bieten ihren Bewohnern durch unterschiedlichste Gemeinschaftsflächen, wie beispielsweise Community-Küchen, Co-Working-Spaces, Kino oder Fitnessstudio, Platz zum Austausch. Die Projekte von The Base fokussieren auf zentrale Standorte in den deutschen Top-7-Städten und europäischen Metropolen. Dabei ist sowohl die Realisierung von Neubauprojekten wie auch die Restrukturierung bestehender Gebäude geplant. Das erste Objekt eröffnet im ersten Halbjahr 2021 in Berlin-Pankow mit rund 320 Apartments. Bis 2025 wird die Eröffnung von mindestens 15 Häusern oder etwa 5.000 Einheiten in Deutschland und Europa avisiert. Seit Dezember 2020 ist Alexander Lackner Teil des Beirats.

Ein Joint Venture mit KinderHut, einem auf Bau und Betrieb von Kitas spezialisierten Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, verfolgt zudem das Ziel Kindertagesstätten im gesamten Bundesgebiet zu planen und zu errichten. Die Kindertagesstätten werden für den Betrieb durch KinderHut entwickelt. Geplant sind zunächst bis zu vier neue Standorte pro Jahr. Das avisierte Investitionsvolumen liegt zwischen zehn und 20 Millionen Euro.

Philipp Jurisch, Managing Partner von Neworld, kommentiert: „Neben den bestehenden Beteiligungen planen wir auch Investitionen in zukunftsweisende Segmente wie Elderly Living als Wohnkonzept für Best Ager oder im Bereich Healthcare in moderne und digitalisierte Gesundheitszentren. Auch Urban Farming auf Brachflächen ist für uns eine Option.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Chocolate on the Pillow Group vollzieht den Markteintritt in Berlin. Mit einem Managementvertrag für ein Vier-Sterne-Superior-Hotel an der Fischerinsel setzt das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern und eine Fokussierung auf investierbare Hotelprodukte.

COMO Hotels and Resorts eröffnet im Mai das COMO Cordeillan-Bages. In Kooperation mit der Familie Cazes entsteht in einem historischen Anwesen in Pauillac ein neues Luxusdomizil, das Design von Paola Navone mit exklusivem Zugang zur Welt der Bordeaux-Weine kombiniert.

Eine aktuelle Treugast-Analyse am Beispiel Ruhpolding untersucht die Auswirkungen von Hotelneueröffnungen auf Feriendestinationen. Die Ergebnisse belegen, wie kapazitätsstarke Leitbetriebe das Nachfragewachstum nachhaltig fördern und bestehende Angebotslücken schließen können.

Mit der Eröffnung von 27 neuen Hotels hat Marriott International im Jahr 2025 die Marke von 200 Häusern in der DACH-Region überschritten. Das Wachstum wird maßgeblich durch Konvertierungen in allen Segmenten getrieben.

Mit der Eröffnung des Adagio Access Nanterre baut Adagio die Kapazitäten im Großraum Paris weiter aus. Das neue Haus mit 132 Apartments in direkter Nähe zum Geschäftsviertel La Défense zielt primär auf Geschäftsreisende und Langzeitgäste ab.

Booking Holdings verzeichnet ein über den Erwartungen liegendes Wachstum bei den Bruttobuchungen und passt die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben an. Zudem investiert der Konzern verstärkt in Technologie und Marketing.

Die Accor-Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus ab und übertrifft die eigenen Finanzziele. Während die Lifestyle-Sparte zweistellig wächst, normalisiert sich das Geschäft auf dem deutschen Markt nach einer Schwächephase wieder.

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter auf dem österreichischen Markt und übernimmt das bisherige Amedia Hotel Wels. Das Haus am Welser Stadtplatz, das vielen noch unter dem Namen Kremsmünsterer Hof bekannt ist, war zuvor Teil der Amedia Hotel GmbH. Diese gehört zur Revo Hotelgruppe und befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Ein 20-jähriger Hacker hat das Online-Bezahlsystem von Reiseportalen ausgetrickst und Luxus-Suiten für nur einen Cent gemietet. Die Flucht in den Luxus endete für den jungen Spanier schließlich im Madrider Hotel Ritz – auch wegen seiner eigenen Mitteilsamkeit in den sozialen Medien.

Die Revitalisierung des traditionsreichen Dom-Hotels in Köln nimmt weiterhin mehr Zeit in Anspruch als zuletzt geplant. Inzwischen wird die baubehördliche Abnahme des Objekts am Roncalliplatz erst im zweiten Quartal 2026 erwartet. Ursprünglich war eine Eröffnung für Ende 2023 anvisiert worden war.