Augsburger Gastronom und Hotelier Ilir Seferi übernimmt Alte Posthalterei

| Hotellerie Hotellerie

Der Augsburger Gastronom und Hotelier Ilir Seferi hat, im Wege einer übertragenden Sanierung, den Geschäftsbetrieb der Alten Posthalterei übernommen. Am 1. Februar 2023 haben Constantin Graf Salm-Hoogstraeten als Insolvenzverwalter und der Dipl.-Gastronomie- und Hotelbetriebswirt (IST) Ilir Seferi vor Ort den entsprechenden Übernahmevertrag unterzeichnet. Die Verhandlungen über den Abschluss eines separaten Pachtvertrags mit dem Hoteleigentümer dauern noch an, stehen aber ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Über die wirtschaftlichen Konditionen besteht Einigkeit. Es sind noch vertragstechnische Details zu klären.

Die Alte Posthalterei in Zusmarshausen, war vor gut zwei Jahren nach der sehr aufwendiger Renovierung eröffnet und hatte dann Ende 2022 Insolvenzantrag gestellt (Tageskarte berichtete). Damals wollte das Pächterpaar, Manuela und Marc Schumacher, das historische Hotel noch gemeinsam mit einem Insolvenzverwalter durch die Krise führen. Jetzt kommt mit Ilir Seferi ein neuer Pächter.

„Die Alte Posthalterei kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Es freut mich sehr, dass nun für Hotel und Restaurant ein weiteres Kapitel beginnt. Mit Ilir Seferi haben wir für die Alte Posthalterei einen künftigen Pächter gefunden, der über sehr viel Erfahrung in der Gastronomie und der Hotellerie verfügt“, sagt Graf Salm-Hoogstraeten, der den Augsburger Standort der bundesweit tätigen Kanzlei Schultze & Braun leitet.

Bereits mehrere Gasthöfe und Hotels in und um Augsburg

Das Hotelier- und Wirtsehepaar Ilir und Merita Seferi betreibt gemeinsam mit Sohn Eros, der als Koch tätig ist, in Augsburg den Gasthof zum Ochsen und den Haunstetter Hof sowie das Gasthaus Zieglerbräu am Marienplatz in Friedberg (östlich von Augsburg) und beschäftigt rund 40 Mitarbeitende. Das 4 Sterne-Hotel Haunstetter Hof in der Landsberger Straße in Augsburg haben Ilir Seferi und seine Frau neu gebaut. Das Gasthaus Zieglerbräu und der Gasthof zum Ochsen (Klausenberg in Augsburg, derzeit im Umbau) haben die beiden während der Pandemie mit ruhendem Geschäftsbetrieb übernommen und wiederbelebt. Das Gasthaus Zieglerbräu wurde bereits Ende 2020 wiedereröffnet, der Gasthof zum Ochsen soll folgen, wenn der Umbau abgeschlossen ist. „Ich war in der Vergangenheit bereits in mehreren der Häuser von Herrn Seferi zu Gast, und habe die Küche und den Service dort als sehr gut in Erinnerung behalten“, sagt Graf Salm-Hoogstraeten.

Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung fand im Rahmen der Neueröffnung die Vorstellung des neuen Konzepts für Hotel und Restaurant statt. „Die Alte Posthalterei steht für Tradition, Gastfreundlichkeit und bayerisch-schwäbische Wirtshauskultur, und es ist mir eine Ehre, daran anknüpfen zu können“, sagt Ilir Seferi. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hotel und dem Restaurant und ich freuen uns darauf, unsere Gäste in der neuen Alten Posthalterei begrüßen zu können.“ Das Konzept von Ilir Seferi stellt wie bei allen von ihm und seiner Frau betriebenen Häusern eine langfristige Entwicklung von Hotel und Restaurant sowie der Mitarbeitenden in den Fokus. „Der Erfolg unserer Häuser wäre ohne unsere Mitarbeitenden undenkbar. Dessen sind sich meine Frau und ich bewusst, und nach diesem Prinzip arbeiten wir bereits seit Jahren und werden dies auch in Zukunft in der Alten Posthalterei fortführen“, sagt Ilir Seferi.

Überzeugendes Konzept für die Alte Posthalterei

Die Alte Posthalterei wird weiterhin ein Romantik Hotel bleiben, künftig aber auch auf Geschäftsreisende setzen. Tagungen und Familienfeiern sowie der Biergarten werden eine wichtige Rolle spielen und das Angebot abrunden. Ausgeschenkt werden Augustiner und Schwarzbräu Bier. Die Küche wird eigene Kreationen der regionalen bayerisch-schwäbischen Küche mit Zutaten von regionalen Lieferanten und hausgemachte Kuchen anbieten. „Wir verbinden in Hotel und Restaurant freundlichen Service mit regionaler Küche zu bezahlbaren Preisen. Dabei müssen unsere Gäste bei der Qualität keine Abstriche machen“, sagt Ilir Seferi.

„Herr Seferi hat mich mit seinem Konzept für die Zukunft der Alten Posthalterei überzeugt, und ich bin mir sicher, dass das bei den Gästen aus Zusmarshausen aber auch von weiter weg ebenfalls so sein wird“, sagt der Eigentümer von Hotel und Restaurant. „Herr Seferi und ich arbeiten mit Hochdruck am Abschluss eines neuen Pachtvertrags. Über die wirtschaftlichen Eckpunkte sind wir uns einig. Es sind im Wesentlichen nur noch technische Fragen zu klären.“

Zurück

Vielleicht auch interessant

In der alpinen Hotellerie sichern Frauen durch spezialisierte Konzepte – von der biologischen Küche bis zum Design-Fokus – den Markterfolg. Neun Portraits zeigen, wie weibliche Führungskräfte in Südtirol, Österreich und Deutschland durch individuelle Strategien in ihren Häusern moderne Maßstäbe setzen.

Die Insel Mainau im Bodensee öffnet sich für Übernachtungsgäste. Der neue Bebauungsplan sieht Hoteloptionen am Schwedenhof und im Hafenbereich vor, schließt jedoch eine komplette Umwandlung des Schlosses aus.

Im Kartellverfahren deutscher Hotels gegen Booking.com verlangt das Bezirksgericht Amsterdam zunächst einen konkreten Schadensnachweis der Kläger. Während Booking.com das Urteil als Bestätigung seiner Argumentation bewertet, sieht der Hotelverband Deutschland wichtige Weichen zugunsten der Hotels gestellt.

Die Tui Group erweitert ihr internationales Hotelnetzwerk. Mit über 70 geplanten Projekten, neuen Standorten in Shanghai und Japan sowie dem Buchungsstart für eine neue Robinson-Anlage auf den Kapverden setzt der Konzern verstärkt auf Ganzjahresdestinationen in Asien und Afrika.

BWH Hotels Central Europe blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück: Mit einem Gesamtumsatz von über 921 Millionen Euro und einer wachsenden Hotelanzahl festigt die Gruppe ihre Marktposition trotz volatiler Rahmenbedingungen.

1912 Hotels übernimmt zum 1. März 2026 den Betrieb des Hotel Millennium Park in Lustenau. Neben einer neuen Markenstrategie steht die Stärkung des Geschäftsreise- und Tagungssegments in der Vier-Länder-Region im Fokus der Neuausrichtung.

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.