Baden-Baden: Großbrand im Hotel „Badischer Hof“

| Hotellerie Hotellerie

Wegen eines Großbrandes in einem Hotel in Baden-Baden sind rund 160 Gäste evakuiert worden. Das Feuer sei am frühen Donnerstagmorgen ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Bei dem Hotel handelt es sich um den zentral gelegenen „Badischen Hof“, der in diesem Sommer als Radisson Blu-Hotel wieder neu eröffnet wurde. 

Stunden nach dem ersten Alarm am frühen Donnerstagmorgen war der Großbrand zwar gelöscht, Feuerwehrleute waren aber nach wie vor rund um das Hotel im Einsatz. Die Ermittlungen zur Ursache dauern bislang noch an. Es werde auch geprüft, ob möglicherweise eine Brandstiftung zu dem Feuer geführt haben könnte, sagte ein Polizeisprecher.

Der Brand war am Morgen gegen 2.45 Uhr ausgebrochen, die Flammen schlugen zwischenzeitlich lichterloh aus dem Dachstuhl des Gebäudes heraus. Für das gesamte Stadtgebiet wurde zudem eine Warnung ausgesprochen: Wegen «einer erheblichen Rauchentwicklung» in der Stadtmitte sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben. Auch Lüftungs- und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden.

Die Feuerwehren aus Baden-Baden und Sinzheim, die Werksfeuerwehr aus Gaggenau und das Technische Hilfswerk waren mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Unklar war bislang, aus welchem Grund das Feuer in der Nacht ausbrechen konnte. «Die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache dauern», hieß es.

Das Hotel Badischer Hof in Baden-Baden ist das älteste Palasthotel in Deutschland. Viele große Persönlichkeiten waren dort schon zu Gast. Es entstand zwischen den Jahren 1807 und 1810 und zog damals in die Gebäude des vormaligen Kapuzinerklosters ein. Der «Badische Hof» gilt vielen als Zeugnis für die glanzvolle Ära Baden-Badens als Fürstenbad und Treffpunkt des europäischen Hochadels.

 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Dorint Hotel am Bremer Hillmannplatz stellt Ende März den Betrieb ein. Die Hotelgruppe begründet die außerordentliche Kündigung mit baulichen Mängeln, während der Eigentümer die Vorwürfe zurückweist und rechtliche Schritte prüft.

BWH Hotels meldet für das Jahr 2025 ein globales Wachstum von fünf Prozent und steigert den Gesamtumsatz auf 8,5 Milliarden US-Dollar. Mit über 430 neuen Hotels und Projekten festigt die Gruppe ihre Stellung insbesondere in Nordamerika und Europa.

Frasers Hospitality plant eine langfristige Erweiterung seiner Kapazitäten in Deutschland. Mit bestehenden Häusern in vier deutschen Metropolen setzt die Gruppe aus Singapur auf die steigende Nachfrage nach hochwertigen Serviced Apartments und flexiblen Wohnkonzepten.

Mit dem The Companion Vienna eröffnet am Wiener Westbahnhof ein neues Hotelkonzept, das historische Architektur mit moderner Gastronomie verbindet. Unter der Leitung erfahrener Branchengrößen setzt das Haus auf individuelle Zimmergestaltung und ein starkes lokales Netzwerk

Eine aktuelle Studie von Roland Schegg und Jean-Claude Morand untersucht den Wandel der digitalen Sichtbarkeit und erläutert, wie Hotels durch strukturierte Daten ihre Präsenz in modernen KI-Systemen sicherstellen können.

Die Unternehmensgruppe Prinz von Hessen übergibt das Hotel Ole Liese auf Gut Panker schrittweise an Koncept Hotels. Ein Pachtvertrag ab 2027 sowie umfangreiche Modernisierungen sollen die Zukunft des Standortes sichern.

Die Hotelentwicklung in Afrika erreicht mit über 123.000 geplanten Zimmern einen neuen Rekordwert. Während Ägypten das Gesamtvolumen dominiert, verzeichnet Ostafrika die höchsten Bauquoten bei der Umsetzung neuer Projekte.

Hyatt expandiert in Portugal: Mit dem Andaz Lisbon eröffnet die Gruppe ihr erstes Haus der Marke in der portugiesischen Hauptstadt und setzt dabei auf lokale Handwerkskunst und zentrale Lage im historischen Viertel Baixa.

Die Münchener Platzl Hotels ziehen eine positive Bilanz für ihre interne Akademie: Mit über 1.200 Teilnahmen im Jahr 2025 setzt das Unternehmen verstärkt auf die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden in Fachbereichen wie Führung und Digitalisierung.

Der Europäische Gerichtshof bestätigt das deutsche Aufteilungsgebot bei Beherbergungsumsätzen. Nebenleistungen wie Frühstück oder Parkplätze unterliegen damit weiterhin dem teilweise oder komplett vollen Steuersatz, um die steuerliche Neutralität gegenüber anderen Dienstleistern zu wahren.