Baden-Württemberg verbietet Home-Office in Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Hotels dürfen in Baden-Württemberg keine Zimmer mehr als „Home-Offices“ vermieten. Mit dieser Auslegung der Corona-Verordnung weiche das Sozialministerium von der bisher vom Wirtschaftsministerium verfolgten Linie ab, teilt der DEHOGA mit und kritisiert die Kehrtwende.

Angesichts der wortreichen Appelle der Bundes- und Landesregierung an die Arbeitgeber, mehr Home-Office zu ermöglichen, sorge die Mitteilung, des grün geführten Sozialministeriums für Verwunderung. „Die Einrichtung eines Home-Office-Büros in einem Hotel ist nicht von den erlaubten Nutzungsarten in §1d Absatz 1 der Corona-Verordnung erfasst und daher unzulässig“, schreibt der zuständige Ministerialbeamte am 27. Januar an den DEHOGA Baden-Württemberg. Die Corona-Verordnung erlaube nur notwendige geschäftliche Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben. Dieser Anwendungsbereich sei „eng auszulegen“.

Im Frühjahr 2020 habe das noch ganz anders geklungen. Zu dieser Zeit sei noch das CDU-geführte Wirtschaftsministerium für die Auslegung der Corona-Verordnung in dieser Frage zuständig gewesen, schreibt der Verband, der die Auslegung des Wirtschaftsministeriums vom April 2020 nach wie vor für inhaltlich zutreffend hält und nun die Kehrtwende zum Verbot, die das Sozialministerium jetzt mit seiner "engen Auslegung" vollziehe, bedauert.

Auch wenn die Zahl der als „Home-Office“ vermieteten Hotelzimmer im Land nach Einschätzung des DEHOGA überschaubar ist, ist ein Verbot  einer solchen Vermietung aus Sicht unseres Verbandes weder sinnvoll noch unter den Gesichtspunkten des Infektionsschutzes notwendig. Vielmehr könnte für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zu Hause keine Möglichkeit haben zu arbeiten und deshalb auf jeden Fall ins Büro müssen, im Hinblick auf die Verteilung der Hotels in der Fläche, die ÖPNV-Nutzung und die damit verbundene Infektionsgefahr massiv reduziert werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg erhält erstmals Hotels direkt am Terminal. Geplant sind zwei Häuser mit insgesamt 140 Zimmern, die Ende 2027 eröffnen sollen.

Anzeige

In Folge 5 des HotelPartners Podcast „AUSGEBUCHT!“ interviewt Gastgeber und HotelPartner-CEO Oliver Meyer Myriam Schlatter, CEO der Laudinella Group, zur beeindruckenden Entstehung ihrer Hotelgruppe. Sie erzählt.

Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass Hotelzimmermieten nicht grundsätzlich von der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung ausgenommen sind. Entscheidend ist, ob die angemieteten Unterkünfte nach dem Geschäftsmodell eines Unternehmens dauerhaft für den Betrieb vorgehalten werden müssen.

Eine Studie von Christie & Co sieht die Münchner Luxushotellerie weiterhin auf Wachstumskurs. Besonders hohe Auslastungen und Zimmerpreise wurden im Herbst 2025 registriert.

Waren die Urlaubsziele in Schleswig-Holstein in den ersten Monaten des Jahres besser besucht als 2025? Ein genauerer Blick zeigt große Unterschiede zwischen größeren Hotels und kleineren Häusern.

Das Hamburger Hotel Louis C. Jacob feiert am 5. Juli seinen 235. Geburtstag mit einem öffentlichen Jubiläumsfest. Besucher erwarten Hausführungen, kulturelle Darbietungen und eine Versteigerung zugunsten des Liedstadtfestivals.

Die Hyatt Hotels Corporation hat auf ihrem Investorentag neue Finanzziele für den Zeitraum bis 2028 präsentiert und eine Aufstockung ihres Aktienrückkaufprogramms bekannt gegeben.

Die Hotelbuchungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten liegen bisher unter den Erwartungen. Gründe hierfür sind komplexe Einreiseformalitäten, hohe Reisekosten sowie Verzerrungen durch die Kontingentverwaltung der FIFA.