Barceló-Hotels planen 6.000 neue Zimmer

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelgruppe Barceló berichtet von gestiegenen Wachstumsraten und macht 2018 drei Milliarden Euro Umsatz. Mit 13 weiteren Hotels verfügt die spanische Gruppe über insgesamt 249 Häuser in 22 Ländern und ist nun die drittgrößte Hotelgruppe in Spanien. Barceló plant 75 neue Projekte bis 2021.

Als Highlight 2018 galten die Expansion nach Portugal, die Entwicklung in Marokko und der Aufbau einer Präsenz im Nahen Osten. Mit Blick auf die Zukunft plant die Barceló Hotel Group die Erweiterung um mehr als 6.000 Zimmer bis 2021. In 2019 sind Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro geplant. Ihr Portfolio wird die Hotelgruppe mit Neueröffnungen in Spanien unter anderem auf der kanarischen Insel Gran Canaria, in Marokko, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausbauen. 

Jame Buxó, Chief Development Officier bei der Barceló Hotel Group, führt zu den Expansionsplänen aus: „Nach der Finanzkrise haben wir in den letzten drei Jahren den Expansionsplan reaktiviert und dank unserer Fähigkeit, mit lokalen Hotelgruppen und unabhängigen Hotels zu verhandeln, 35 neue Hotels und 6.971 Zimmer in unser Portfolio aufgenommen. Wir bieten flexible Angebote und arbeiten mit Partnern, die hochwertige Hotels mit einzigartigen Ausprägungen anbieten, und gleichzeitig ermöglichen wir ihnen die höchstmögliche, langfristige Rentabilität.“

Raúl González, CEO EMEA der Barceló Hotel Group, kommentiert die Wirtschaftsergebnisse so: „Obwohl die wirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2018 noch nicht endgültig feststehen, werden sie den Ergebnissen des für uns historischen Jahres 2017 ähneln. Im Jahr 2018 erzielen wir einen Umsatz von drei Milliarden Euro bei einem Konzernjahresüberschuss von 180 Millionen Euro.“ 

Was die regionale Aktivität betrifft, so ergänzt er, „hat sich Lateinamerika mit 82 Prozent im Durchschnitt gegenüber 80 Prozent im Jahr 2017 leicht verbessert, während Spanien und Europa mit 73 Prozent gleich geblieben sind“. 

Beim Revenue per available room (RevPAR) war es umgekehrt: „Spanien und Europa schlossen mit einem Durchschnittspreis von 101 Euro pro Nacht gegenüber 100 Euro im Jahr 2017; und in Lateinamerika waren es 151 US-Dollar gegenüber 152 US-Dollar im Vorjahr; auf jeden Fall sehr ähnliche Zahlen in beiden Fällen.“ Schließlich sei „der deutliche Abbau der Nettofinanzschulden, den wir erreicht haben, von 330,7 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 79,2 Millionen Euro im Jahr 2018 hervorzuheben.“

Raúl González zufolge „wird das Interesse internationaler Besucher am spanischen Tourismussektor 2019 voraussichtlich sinken, da sich andere wettbewerbsfähige Destinationen in Nordafrika und der Türkei erholen“. Er erklärt, dass die Barceló Hotel Group zwar vorsichtig sei, aber an einem positiven Ausblick für 2019 festhalte. „Wir glauben, dass wir in den vergangenen wirtschaftlich erfolgreichen Jahren strategische Investitionen getätigt haben, die es uns ermöglichen, die Chancen, die sich in dieser neuen Phase ergeben, zu nutzen. Unserer Meinung nach wird der spanische Hotelmarkt für Investoren attraktiv bleiben“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Radisson Hotel Group integriert das Hotel am World Conference Center Bonn zum 1. Juni 2026 als Radisson Blu in ihr Portfolio. In Zusammenarbeit mit der Invite Group wird das Haus als neuer Standort für Geschäfts- und Freizeitreisende positioniert.

Leonardo Hotels forciert das internationale Wachstum und kündigt für Oktober den Markteintritt in Portugal mit einem neuen Haus in Lissabon an. Parallel dazu plant die Hotelgruppe den Ausbau ihrer Kapazitäten in Italien und Polen sowie weitere Projekte in Deutschland und Spanien.

Marriott International bringt die neue Hotelmarke Series by Marriott nach Europa und hat dazu Verträge für insgesamt elf Projekte in Italien und dem Vereinigten Königreich unterzeichnet.

Immobilienentwickler Garbe Commercial Living und B&B Hotels haben eine Kooperation über den Bau von 30 neuen Hotels in Europa vereinbart. Das gemeinsame Projekt dient als Basis für ein neues Investmentprodukt, das sich an institutionelle Anleger richtet.

Die DSR Hotel Holding schließt den zweiten Bauabschnitt der Modernisierung im A-ROSA Sylt ab. Mit einer Investition von bisher insgesamt über 2,2 Millionen Euro wurden 77 Zimmer sowie Flure und Terrassen neu gestaltet.

Das ehemalige Deutsche-Hospitality-Geschäft (Legacy-DH) der H World Group hat im Jahr 2025, nach Angaben des Unternehmens, zentrale Kennzahlen verbessert und ein positives operatives Ergebnis erzielt.

Das Hotel „Der Sonnenhof“ in Bad Wörishofen wird seit Januar 2026 ohne die Marke Steigenberger geführt. Die Hotelbetriebsgesellschaft Sonnenhof mbH hat den Franchisevertrag zum Jahreswechsel beendet, wie diverse Medien berichten.

Hilton expandiert mit ihrer Marke Tapestry Collection nach Deutschland und plant für 2027 die Eröffnung eines Hauses mit 183 Zimmern in Köln. In Kooperation mit Foremost Hospitality wird hierfür das ehemalige Senats-Hotel in der Innenstadt umgebaut.

Mit dem Premier Inn Hannover City Centre eröffnet das zweite Hotel der Marke in Hannover. Bei dem Neubau in der niedersächsischen Landeshauptstadt handelt es sich um das 66. Hotel des Unternehmens in Deutschland.

Hilton integriert die Marke Yotel als ersten Partner in das neue Segment Select by Hilton. Die Kooperation ermöglicht Yotel den Zugriff auf das globale Vertriebsnetz und das Loyalitätsprogramm von Hilton, während die Marke eigenständig bleibt.