Bayside Scharbeutz: Hacker kapern Instagram-Account und erpressen Hotelier

| Hotellerie Hotellerie

Neue Form der Cyber-Kriminalität in der Hotellerie. Hacker haben den Instagram-Account des Bayside-Hotels in Scharbeutz geknackt. Die Online-Kriminellen forderten von Hotel-Direktor Töns Haltermann 8.000 Euro in Bitcoins, um das Social-Media-Profil wieder freizugeben.

Nachdem das Hotel die Kontrolle über den Instagram-Kanal verloren hatte, wurde die Vier-Sterne-S-Herberge über eine nicht registrierte Nummer aus Kasachstan kontaktiert, berichtet der Hoteldirektor der Bild-Zeitung.

Zunächst habe er noch versucht, die Erpresser herunterzuhandeln, da der Instgram-Account mit 11.000 Followern ein wichtiger Kommunikationskanal des Hauses sei. Dann war sich der Gastgeber aber sicher, dass er sich nicht erpressen lassen wollte und erstattete Anzeige bei der Polizei, die allerdings wenig Hoffnung machen konnte. Auch sei es unmöglich gewesen „jemanden bei Instagram zu erreichen“, um Hilfe zu erhalten.

Auf Facebook schreibt das Hotel: „ [...] ein böser Hacker hat unseren tollen Instagram Account mit 11.000 Fans gestohlen. Für die Wiederherstellung werden wir erpresst, sind jedoch nicht bereit Bitcoins an einen Verbrecher zu zahlen.“

Schließlich hat das Hotel seinen Instagram-Account verloren gegeben und ein neues Profil angelegt. Über eintausend Fans folgen der Herberge nach wenigen Tagen wieder.

Dass Hotels von Cyber-Kriminellen erpresst werden, die die IT-Systeme lahmgelegen, ist nichts neues und bereits diverse Male geschehen. Die Masche mit Instagram-Accounts ist dagegen noch relativ unbekannt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hitzewellen beeinflussen nach Beobachtungen von HotellerieSuisse das Buchungsverhalten. Während Gäste kurzfristiger Aufenthalte in den Bergen buchen, berichtet ein Basler Hotel von Stornierungen an besonders heißen Tagen und investiert in die Kühlung seines Gebäudes.

IHA-Chef Markus Luthe kritisiert Aussagen von Booking-Chef Glenn Fogel zu den früheren Preisparitätsklauseln. Anlass ist ein Handelsblatt-Interview vor dem Hintergrund einer in Amsterdam anhängigen Sammelklage von 10.783 Hotels.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.

Aus dem traditionsreichen Hotel Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot geworden. Heute teilen sich das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten und das Restaurant Wilma Wunder die Adresse. Hinter dem Umbau steht Investor Orhan Tiryaki