Benkos frühere Villa könnte als Hotel genutzt werden

| Hotellerie Hotellerie

Für die frühere Privatvilla von René Benko in Innsbruck-Igls wird eine touristische Nachnutzung geprüft. An gleicher Stelle befand sich bis 2016 bereits das Schlosshotel Igls. Wie zuerst die Tiroler Tageszeitung berichtete und weitere österreichische Medien aufgriffen, werde untersucht, ob das Anwesen künftig wieder als Hotel oder Chalet genutzt werden könne. Hintergrund sei, dass sich die als „Villa N“ bekannte Immobilie offenbar nur schwer als privates Wohnhaus veräußern lasse.

Bereits im März 2025 war über vergleichbare Pläne berichtet worden. Damals hatte das Manager Magazin geschrieben, dass für die frühere Benko-Villa eine Nutzung als Wellnesshotel geprüft werde und ein geeigneter Hotelbetreiber gesucht werde. (Tageskarte berichtete)

Die Villa befindet sich im Vermögen der Laura Privatstiftung, über deren Insolvenzverfahren derzeit ein Insolvenzverwalter die Verwertung der Vermögenswerte prüft. Stefan Geiler, der die Stiftung vertritt, erklärte gegenüber BILD, man untersuche mehrere Möglichkeiten für die künftige Nutzung der Immobilie. Wörtlich sagte er: „Wir prüfen selbstverständlich, wie in solchen Fällen üblich, mehrere Verwertungsoptionen, darunter auch eine mögliche Verwendung der Villa im Rahmen einer touristischen Nutzung als Hotel oder Chalet. Die dazu erforderlichen Konzepte wie auch Alternativen dazu werden derzeit evaluiert.

Stadt Innsbruck prüft mögliche Rückkehr zu touristischer Nutzung

Nach Angaben der Tiroler Tageszeitung arbeite der Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und einem Immobilienbüro an einem Nutzungskonzept. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehe eine Hotelwidmung für das Anwesen. Ob diese tatsächlich umgesetzt werden könne, sei derzeit offen. Zunächst müssten unter anderem die erforderlichen Widmungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden.

Die Innsbrucker Stadträtin Janine Bex erklärte laut Tiroler Tageszeitung: „Sollte ein Projekt eingebracht werden, werden wir dieses sorgfältig prüfen.

Grundstück wurde bis 2016 bereits als Schlosshotel Igls genutzt

Das Grundstück wurde über viele Jahre touristisch genutzt. Bis zum Verkauf an René Benko im Jahr 2016 befand sich dort das Schlosshotel Igls mit 18 Zimmern, mehreren Suiten sowie einem rund 200 Quadratmeter großen Luxusapartment. Nach dem Erwerb ließ Benko das Hotel abtragen und errichtete an seiner Stelle die heutige Privatvilla. Eine künftige Hotelnutzung würde damit an die frühere Nutzung des Standorts anknüpfen.

Nach den Berichten könnte eine spätere Hotelnutzung durch die vorhandene Ausstattung erleichtert werden. Das Anwesen verfügt unter anderem über einen großzügigen Wellnessbereich mit einem Nachbau der Blauen Grotte von Capri. Bereits während der Bauphase habe es Überlegungen gegeben, den Standort langfristig wieder touristisch zu nutzen.

Insolvenzverfahren erhöht Druck auf Verwertung der Stiftungsimmobilien

Die Überlegungen stehen im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren der Laura Privatstiftung. Nach Angaben von BILD belaufen sich deren Schulden auf rund eine Milliarde Euro. Zur Verwertung gehören neben der Villa weitere Immobilien im Raum Innsbruck. Insgesamt fordern laut dem Bericht rund 3.000 Gläubiger mehr als 40 Milliarden Euro von René Benko. Der Signa-Gründer befindet sich seit dem 24. Januar 2025 in Untersuchungshaft in Innsbruck.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Anzeige

Warum Gästedaten so wertvoll sind und wie sie am sinnvollsten gemanagt werden, um für KI-Anbindung und Automatisierung möglichst großen Nutzen zu stiften, erklärt dailypoint-Geschäftsführer Dr. Michael Toedt in der 8. Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“.

Die Radisson Hotel Group baut ihre internationale Präsenz im ersten Halbjahr 2026 durch zahlreiche Neueröffnungen und Vertragsabschlüsse in verschiedenen Marktsegmenten deutlich aus.

Novum Hospitality ist derzeit mit mehreren Themen in den Schlagzeilen. Jetzt hat die Hamburger Hotelgruppe ihren Wiedereintritt in den Hotelverband Deutschland (IHA) sowie in die DEHOGA-Landesverbände bekannt gegeben.

Die MHP Hotel AG plant gemeinsam mit Projektentwickler Midstad ein neues Hotel der Marriott-Marke Autograph Collection in Düsseldorfs Innenstadt. Das Haus mit rund 180 Zimmern soll bis 2029 im Gebäudeensemble an der Kasernenstraße und im Carsch-Haus entstehen.

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.