Bericht: Gesellschaften hinter Hilton Frankfurt Gravenbruch stellen Insolvenzanträge

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Die Allsco GmbH und die Allsco Gravenbruch Hotelbetriebsgesellschaft mbH haben Insolvenzanträge gestellt. Wie die Immobilien Zeitung berichtet, stehen die Gesellschaften hinter dem Hilton Frankfurt Gravenbruch. Das Amtsgericht Offenbach am Main hatte für beide Unternehmen bereits am 23. Juli 2026 die vorläufige Verwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde jeweils Rechtsanwalt Joachim Kühne von CMS Hasche Sigle bestellt.

Kühne habe der Immobilien Zeitung seine Bestellung auf Anfrage bestätigt. Zu den Ursachen und Auswirkungen der Insolvenzanträge habe er sich nicht äußern wollen. Auch die gerichtlichen Bekanntmachungen enthalten dazu keine Angaben. Die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung hat den Bericht der Immobilien Zeitung ebenfalls aufgegriffen.

Gericht ordnet vorläufige Verwaltung für beide Gesellschaften an

Das Verfahren über das Vermögen der Allsco GmbH wird beim Amtsgericht Offenbach am Main unter dem Aktenzeichen 8 IN 661/26 geführt. Am 23. Juli sei gegen die Gesellschaft ein allgemeines Verfügungsverbot erlassen und die vorläufige Verwaltung angeordnet worden. Die entsprechende gerichtliche Bekanntmachung datiert vom 4. August.

Für die Allsco Gravenbruch Hotelbetriebsgesellschaft mbH läuft ein separates Verfahren unter dem Aktenzeichen 8 IN 662/26. Auch für diese Gesellschaft ordnete das Gericht am 23. Juli die vorläufige Verwaltung an und erließ ein allgemeines Verfügungsverbot.

Verfügungen der Gesellschaften sind demnach nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Kühne wurde zudem ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Für die Allsco GmbH sind diese Maßnahmen in der gerichtlichen Bekanntmachung dokumentiert.

Bloomberg berichtete über geplante Beendigung des Hilton-Vertrags

Bereits im Juli 2026 hatte Bloomberg News berichtet, Hilton Worldwide Holdings bereite die Beendigung der Managementverträge für das Hilton Frankfurt Gravenbruch und das Hilton Frankfurt City Centre vor. Hintergrund seien US-Sanktionen gegen Ali Ansari gewesen.

Nach dem damaligen Bloomberg-Bericht stünden beide Hotels letztlich im Eigentum der auf St. Kitts und Nevis registrierten Smart Global Ltd., die Ansari zugerechnet werde. Das US-Finanzministerium hatte Ansari und Smart Global auf die Sanktionsliste gesetzt.

Die zuständige US-Behörde hatte zugleich eine allgemeine Genehmigung erteilt, die eine Abwicklung laufender Geschäfte mit Smart Global bis zum 9. August 2026 ermöglichte. Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, diese Übergangsfrist ermögliche Hilton die Beendigung der bestehenden Vertragsbeziehungen. Hilton erklärte gegenüber Bloomberg seinerzeit, das Unternehmen prüfe den Sachverhalt und werde „die vollständige Einhaltung der geltenden Gesetze sicherstellen“.

Ein Zusammenhang zwischen den US-Sanktionen, einer möglichen Beendigung des Hilton-Managementvertrags und den jetzt bekannt gewordenen Insolvenzanträgen geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Zu den Ursachen der Insolvenzanträge liegen bislang keine Angaben vor.

Booking.com entfernte das Hotel bereits aus seinem Angebot

Bereits Anfang Februar 2026 hatte Booking.com nach damaligen Berichten der Financial Times und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mehrere Hotels aus seinem Angebot entfernt und bestehende Reservierungen storniert. Betroffen waren neben dem Hilton Frankfurt Gravenbruch und dem Hilton Frankfurt City Centre auch das Schlosshotel Kitzbühel in Österreich sowie das Steigenberger Golf & Spa Resort Camp de Mar auf Mallorca.

Das Hilton Frankfurt Gravenbruch wird seit Oktober 2024 unter der Marke Hilton geführt. Hilton hatte für das Haus einen Managementvertrag abgeschlossen. Zuvor wurde das Hotel von Kempinski geführt. Eine Fachveröffentlichung zur damaligen Hilton-Übernahme bezeichnete die Allsco Gravenbruch Hotelbetriebsgesellschaft mbH ausdrücklich als weiterhin bestehende Betreiberin.

Welche Auswirkungen die Insolvenzanträge auf den laufenden Hotelbetrieb und den Managementvertrag mit Hilton haben, geht aus den bislang vorliegenden Informationen nicht hervor.

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