Bericht: Inhaber des Steigenberger Hotels Stadt Lörrach kündigt Betreiber RIMC fristlos

| Hotellerie Hotellerie

Bei dem Inhaber des Steigenberger Hotel Stadt Lörrach, der „Dr. K.H. Eberle Stiftung“ und dem Betreiber RIMC scheint der Haussegen gewaltig schief zu hängen. Wie die Badische Zeitung berichtet, habe RIMC nun die fristlose Kündigung erhalten. In einem Prozess vor dem Landgericht in Freiburg gehe es um ausstehende Mietzahlungen in Millionenhöhe.

Ferner stehe, laut Zeitung, der Vorwurf im Raum, das Hotel sei Gästen, deren Buchungen es storniert habe, die Rückerstattung der überwiesenen Geldbeträge seit Monaten schuldig und vertröste sie.

[Aktuell // Steigenberger Hotel Stadt Lörrach: RIMC bezieht Stellung. Beim Inhaber des Steigenberger Hotel Stadt Lörrach und dem Betreiber RIMC hängt der Haussegen schief. Nun stellte RIMC-CEO Marek N. Riegger im Gespräch mit Tageskarte den Sachverhalt klar. Weiterlesen]

Die „Oberbadische“ schreibt, dass sogar von einer Insolvenz der Gesellschaft, die das Hotel betreibe, die Rede sei, doch wolle Marek N. Rieger, Geschäftsführer, Chef der Hamburger RIMC-Grippe davon nicht wissen und versprühe Optimismus: „Das Hotel ist geöffnet. Allerdings nur für Geschäftsgäste. Sobald wir wieder touristische Buchungen annehmen dürfen, wird das Hotel für die breite Öffentlichkeit auch wieder geöffnet.“

Rieger räumte in einem Gespräch gegenüber der Zeitung allerdings ein, dass sich sein Unternehmen in einer „kontroversen Debatte“ mit der Verpächterin, der „Dr. K.H. Eberle-Stiftung“, befinde, äußerte sich aber zuversichtlich, die Probleme beilegen zu können.

RIMC erhob Gegenklage wegen gravierender Mängel am Haus, sagte Geschäftsführer Marek N. Riegger der BZ. Auch diese sind Gegenstand der Verhandlungen am Landgericht in Freiburg. Der Streit eskalierte so, dass dem Hotel zwischenzeitlich Heizung und Warmwasser abgestellt worden waren.

Angesprochen auf den Vorwurf, dass das Hotel bereits vereinnahmte Gelder von dann stornierten Buchungen nicht zurückerstattet habe, bestätigte Rieger, dass alle Vorauszahlungen erstattet würden, bat aber um Verständnis, dass dies „bei derart vielen Fällen“ einige Zeit brauche.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vom ehemaligen Bürogebäude in Berlin bis zum Neubau auf Sylt: Limehome setzt bei seiner Expansion auf unterschiedliche Immobilientypen. Bis 2030 will das Unternehmen 25.000 Einheiten unter Vertrag haben.

IHG Hotels & Resorts plant ein neues Vignette-Collection-Hotel im Zentrum von Madrid. Das San Bernardo soll im März 2028 mit 67 Zimmern eröffnen und das spanische Luxus-Portfolio des Konzerns auf 21 Häuser erweitern.

Die österreichische Hotelgruppe Cooee alpin erweitert ihr Portfolio von drei auf fünf Hotels. In Kaprun läuft der Umbau eines bestehenden Hauses, zugleich entsteht in Bad Goisern bis Dezember 2027 ein Neubau mit 78 Zimmern.

Das familiengeführte Flemings Mayfair Hotel in London feiert sein 175-jähriges Jubiläum. Das im Jahr 1851 von Robert Fleming errichtete Anwesen gehört zu den ältesten unabhängigen Hotels der britischen Metropole.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat ihr neues Fünf-Sterne-Resort in Salò am Gardasee offiziell eröffnet. Das Investitionsvolumen für das Mixed-Use-Projekt beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro.

Arabella Hospitality übernimmt den Betrieb des neuen Hotels Moxy Munich South im Münchner Stadtquartier The Source. Die Fertigstellung des 164 Zimmer umfassenden Hauses ist für das Jahr 2028 geplant.

Auf dem Ostkinberg in Scheidegg ist ein Wellness-Hotel mit rund 120 Zimmern und Suiten geplant. Laut Allgäuer Zeitung soll es Teil der Lerch Genusswelten werden; Geschäftsführer Thomas Lerch äußerte sich gegenüber der Zeitung zu dem Projekt.

​​​​​​​Alle acht Seminaris-Hotels durchlaufen einen Betreiberwechsel. Vier Häuser seien bereits zum 15. September 2026 an die Belvilla Deutschland GmbH übergegangen und werden bereits als Sunday-Hotels vermarktet. Die übrigen vier sollen zum 1. Oktober folgen. Das bestätigte Seminaris auf Anfrage von Tageskarte.io.

Der Hotelverband Deutschland sieht in den neuen Booking.com-Zusagen einen Fortschritt, will ihre Wirkung aber in der Praxis prüfen. IHA-Präsident Otto Lindner stellt insbesondere Fragen zum Genius-Programm.

Die EPH Group plant im Mittelburgenland ein Fünf-Sterne-Resort mit rund 300 Betten. Der Grundstückserwerb setzt insbesondere eine rechtskräftige Baubewilligung voraus.