Bericht: US-Sanktionen setzen Hilton in Frankfurt unter Zugzwang

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Hilton Worldwide Holdings bereitet nach einem Bericht von Bloomberg News die Beendigung der Managementverträge für zwei Hotels in Frankfurt vor. Hintergrund sind US-Sanktionen gegen den langjährigen Eigentümer der Immobilien, Ali Ansari, den das US-Finanzministerium als einen „key financier“ des Netzwerks um den iranischen Religionsführer Mojtaba Khamenei eingestuft hat. Das berichtet Bloomberg am 18. Juli 2026 unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Betroffen sind demnach das Hilton Frankfurt City Centre und das Hilton Frankfurt Gravenbruch. Nach Angaben von Bloomberg stehen beide Hotels letztlich im Eigentum der auf St. Kitts und Nevis registrierten Smart Global Ltd., die Ali Ansari zugerechnet werde.

US-Sanktionen eröffnen Hilton Zeitfenster für Vertragsbeendigung

Das US-Finanzministerium setzte Ansari und Smart Global in der vergangenen Woche auf die Sanktionsliste. Gleichzeitig erteilte die zuständige Behörde eine allgemeine Genehmigung, die eine Abwicklung laufender Geschäfte mit Smart Global bis 9. August 2026 ermöglicht.

Nach Informationen von Bloomberg verschaffe diese Übergangsfrist Hilton die Möglichkeit, bestehende Vertragsbeziehungen zu den beiden Frankfurter Hotels geordnet zu beenden, ohne gegen US-Sanktionsrecht zu verstoßen. Der Bericht beruft sich dabei auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Ein Sprecher von Hilton erklärte gegenüber Bloomberg, das Unternehmen prüfe den Sachverhalt und werde „die vollständige Einhaltung der geltenden Gesetze sicherstellen“. Vertreter des US-Finanzministeriums hätten sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur nicht geäußert. Ansari habe die Vorwürfe über seinen Rechtsanwalt bereits früher zurückgewiesen und angekündigt, gegen die britischen Sanktionen vorzugehen.

Booking.com hatte die Hotels bereits Anfang des Jahres gesperrt

Die aktuellen Pläne Hiltons sind nicht die erste Folge der Sanktionen gegen Ansari. Bereits Anfang Februar 2026 entfernte Booking.com nach Berichten der Financial Times und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mehrere Hotels aus seinem Angebot und stornierte bestehende Reservierungen. Betroffen waren neben den beiden Frankfurter Hilton-Häusern auch das Schlosshotel Kitzbühel in Österreich sowie das Steigenberger Golf & Spa Resort Camp de Mar auf Mallorca. (Tageskarte berichtete)

Hilton übernahm das Hotel Gravenbruch erst Ende 2024

Für das Hilton Frankfurt Gravenbruch wäre ein Rückzug Hiltons bereits der zweite Betreiberwechsel innerhalb kurzer Zeit. Das Fünf-Sterne-Hotel gehörte bis Juli 2024 zum Portfolio von Kempinski. Nach dem Ausscheiden der Luxushotelmarke übernahm Hilton das Management des Hauses, das seit Oktober 2024 unter der Marke Hilton geführt wird (Tageskarte berichtete).


 

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