Bericht: Vorstandschef Smura verlässt Kempinksi

| Hotellerie Hotellerie

Wie die AHGZ berichtet, verlässt Martin Smura, der Vorstandvorsitzende von Kempinski, das Hotelunternehmen. Zuvor hatten hospitalityinside und Tageskarte über inhaltliche Differenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Stein des Anstoßes soll auch die im Oktober 2019 verkündete Partnerschaft mit dem Unternehmen 12.18 aus  Düsseldorf sein. Gemeinsam sollte das Luxus-Lifestyle-Konzept „7Pines Kempinski“ entwickelt werden. (Tageskarte berichtete) Wie das Online-Magazin hospitalityInside.com berichtete (Abo), steht diese Partnerschaft jetzt offensichtlich vor dem Aus. Der Kempinski-Aufsichtsrat sehe in dem Deal mit 12.18. keinen Sinn, so der Branchendienst. So heißt es, dass Kempinski-CEO Martin Smura den Deal auf Wunsch des Aufsichtsrates rückabwickeln solle, da dieser nicht mit dem langfristigen, qualitätsorientierten Management-Ansatz der Luxushotelgruppe zusammenpasse. Stimmen die Angaben der AHGZ wird Kempinski dies nun ohne Smura veranlassen müssen.

Nach dem Abgang von Reto Wittwer 2014, der Kempinski in seinen fast 20 Jahren als CEO von einer mittelständischen Hotelgruppe zu einer Weltmarke in der Luxus-Hotellerie geführt hat, wurde es unruhig bei Kempinski. Wittwers wechselnden glücklosen Nachfolgern gelang es nicht, die Geschicke des Unternehmens in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Dies gelang auch Martin Smura nicht, der am 1. Juli 2019 als neuer CEO das Ruder der Kempinski-Gruppe übernahm. Der damals 50-Jährige war davor Aufsichtsratschef bei Dorint. Smura erlebte gleich turbulente Zeiten bei Kempinski. So wollte die Luxushotelkette die Zahl der von ihr betriebenen Häuser verdoppeln. "Wir werden in den kommenden 24 Monaten dafür sorgen, dass wir über 100 Hotels haben", sagte im OKtober 2019 in München 

Tatsächlich aber musste das Unternehmen Rückschläge einstecken. Vor einem Jahr ging das Grand Hotel Geneva an die Accor-Marke Fairmont verloren. Auch das renommierte Nobel-Hotel Emirates Palace in Abu Dhabi ist seit Januar 2020 kein Kempinski, sondern ein Mandarin Oriental-Hotel.  Auf der anderen Seite konnte Kempinski auch Großprojekte, wie ein Joint Ventures mit der Beijing Tourism Group für Hotelkonzepte im neuen Universal Beijing Resort bekannt geben. Auch die Partnerschaft mit 12.18. Gruppe sollte einen Weg in die Zukunft weisen. Doch diese Ziele Smuras dürften nun bald schon Geschichte sein.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das neue Roomers ParkView im Frankfurter Westend ist ab sofort für Aufenthalte ab Dezember 2026 buchbar. Das Haus verbindet die Marke Roomers mit The Luxury Collection von Marriott.

People Inc. hat das Übernahmeangebot für den Casino- und Hotelbetreiber MGM Resorts zurückgezogen. Dabei spielte offenbar auch die anhaltende Skepsis von Investoren hinsichtlich eines milliardenschweren Großprojekts eine entscheidende Rolle.

Das Messegelände Hannover entfaltet laut einer aktuellen Studie eine erhebliche ökonomische Wirkung auf das regionale Gastgewerbe. Allein in Hannover werden in einem durchschnittlichen Messejahr mehr als 120 Millionen Euro im Gastgewerbe umgesetzt.

Praemia widerspricht Novum nach der Schließung des Crowne Plaza Frankfurt. Die Eigentümerseite verweist auf geplante Sanierungsgespräche und erklärt, nach ihrer Kenntnis habe keine behördliche Entscheidung die Schließung erforderlich gemacht.

Nach der Wiedereröffnung im Juni hat das Taj Hessischer Hof Frankfurt seine offizielle Eröffnung gefeiert. Die Bombay Brasserie und Jimmy’s Bar belegen in einem regionalen Restaurantführer bereits erste Plätze.

Frasers Hospitality führt mit Fraser Suites Reserve eine neue Luxusmarke für Serviced Living ein. Das erste Haus mit 255 Zimmern soll ab Dezember 2026 in Bangkok schrittweise Gäste empfangen.

Nach dem Fund eines Schadcodes hat Atlantic Hotels seine Websites vorübergehend abgeschaltet. Besucher seien zuvor aufgefordert worden, schädliche Tastenkombinationen einzugeben. Ob jemand der Aufforderung folgte, ist nach Angaben der Hotelgruppe unbekannt.

Citygrove will nach drei Hotelprojekten in Deutschland weiter wachsen und die Zusammenarbeit mit Premier Inn fortsetzen. Die bisherigen Immobilien in Hannover, Lübeck und Düsseldorf wurden nach Unternehmensangaben mit einem Kredit über 83 Millionen Euro langfristig umfinanziert.

Im Berwanger Hof in Tirol gingen einst Film- und Fernsehstars ein und aus. Nach Investitionen von rund 55 Millionen Euro öffnet die Hotellegende am 25. September für einen Tag der offenen Tür. Ab Dezember sollen Gäste im neuen Haupthaus übernachten.

H World International plant für Dezember 2026 die Eröffnung des Steigenberger Hotel Elephantine Island Aswan. Das Hotel auf Elephantine Island wird derzeit renoviert und soll über 178 Zimmer und Suiten verfügen.