Bio-Hotels mit neuen Mitgliedern

| Hotellerie Hotellerie

Die Bio-Hotels freuen sich über Zuwachs: Trotz der schwierigen Lage entschieden sich seit Beginn der Pandemie insgesamt neun Hotels dazu, beizutreten. Rund 80 Betriebe in sechs europäischen Ländern zählen aktuell zur Hotelvereinigung. Unter den Neuzugängen sind fünf Hotels aus Deutschland, eins aus Österreich und drei aus Südtirol. „Wir freuen uns riesig, dass sich trotz der Krise so viele Hoteliers entschieden haben, Mitglied bei den Bi- Hotels zu werden. Die Lage ist für uns alle schwierig. Umso schöner ist es, zu sehen, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch und gerade jetzt einen so hohen Stellenwert für die Hoteliers haben“, so Geschäftsführerin Marlies Wech.

Wer der Vereinigung beitreten möchte, muss bestimmteAnforderungen erfüllen und sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen. So legt die Vereinigung zum beispiel Wert auf ihre Bio-Zertifzierung. Daher müssen sich alle Häuser zweimal jährlich Überprüfungen durch unabhängige Kontrollstellen sowie alle zwei Jahre einer Klimabilanzierung unterziehen. Folgende Bereiche werden in der Zertifzierung berücksichtigt:

  • Zertifzierte Bio-Qualität: Die Lebensmittel und Getränke in den Küchen stammen aus zertifzierter, biologischer Landwirtschaft und sind möglichst regional sowie saisonal.
  • Ökostrom: In den Hotels wird ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen verwendet.
  • Zertifzierte Bio- und Naturkosmetik: Gäste erwartet zertifzierte Bio- und Naturkosmetik nach dem Cosmos-Standard. Mit miila mi präsentieren die Hotels zudem ihre eigene Bio-Kosmetiklinie. Zudem wird auch bei Reinigungsmitteln auf ökologische Produkte gelegt.
  • Regionalität: Sowohl Regionalität als auch kurze Transportwege haben einen hohen Stellenwert. 
  • Baubiologie und Naturmaterialien: In den Hotelswird Wert auf natürliche Zimmerausstattungen und Bettwaren gelegt. Bei Neu- und Umbauten liegt der Fokus auf Baubiologie und ökologischen Materialien
  • CO2-Bilanzierung:  Alle zwei Jahre lassen die Häuser ihre Klimabilanz erfassen, um sich stetig zu optimieren. Durchschnittlich entstehen 9.64 kg Co2 pro Übernachtung und Frühstück. Mehr als die Hälfte der Betriebe ist bereits klimaneutral oder -positiv. 

Diese Hotels sind seit April 2020 neu dabei:

In Deutschland:
• Seehörnle Hotel & Restaurant am Bodensee
• Biohotel Schloss Kirchberg an der Jagst
• Land Gut Höhne bei Düsseldorf
• Zur Scheunenwirtin im Luftkurort Bartholomä
• Haus Wopke auf Borkum

In Österreich und Südtirol:
• Bruggerhof – Camping, Restaurant, Hotel in Kitzbühel
• Blasla Hof in Gsies in Südtirol
• Aqua Bad Cortina in den Dolomiten
• Biohotel Bühelwirt im Ahrntal


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.